Pflicht oder nicht! Wo bekomme ich meine Maske her?

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17.04.2020 | Mit den anstehenden Lockerungen werden Mund-Nase-Masken im öffentlichen Leben immer wichtiger.

Sie ist schon in aller Munde, jetzt soll sie auch darüber kommen. Die Rede ist von den “Schutz”-Masken, Alltagsmasken, Do-it-yourself-Masken. Mit der anstehenden Öffnung weiterer Geschäfte ab Montag geht auch die Empfehlung einher, die sogenannten Mund-Nase-Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Besonders gelte das dort, wo der empfohlene Mindestabstand nicht immer einzuhalten sei, etwa beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.

 

Liste von regionalen Näh-Initiativen …

Wo Sie Masken bekommen können – Initiativen vor Ort

Viele engagierte Leute setzten sich in der Region ein, um eigenständig Masken zu produzieren. Manche ehrenamtlich für Berufsgruppen mit hohem Personenkontakt, andere auch für Jedermann mit einer Aufwandsentschädigung.

Hier finden sie die Initiativen:

Sie kennen weitere Initiativen? Bitte hier anmelden!

Selber Nähen als Alternative?

Solange bis genügend Schutzmasken bereitstehen, sind selbst hergestellte Masken als sinnvolle Alternative zu empfehlen. Kampagnen wie #Maskezeigen demonstrieren, wie durch private Initiativen Masken aus haushaltsüblichen Materialien hergestellt werden können.

Allerdings gilt auch hier, dass die Wirksamkeit der Masken von ihren Filtermaterialien abhängt. Gängige Textilien, aber auch Kaffeefilter, sind zwar durchlässig Viren. Allerdings können sie aber die Tröpfchen reduzieren, welche die Viren in sich tragen, und damit unsere Mitmenschen schützen.

Die Verwendung von Feinstaubfiltern, wie sie bei Staubsaugern, würde zwar funktionieren, jedoch warnen Hersteller vor der Nutzung als Atemfilter. Denn es könnten in den Filtern verarbeitete Polymer Teile in die Atemwege gelangen.

Die Frage nach der Maskenpflicht

Mit der Debatte um die Aufhebung weitere Beschränkungen in der Gastronomie und der möglichen Öffnung Bildungseinrichtungen ab Anfang Mai, kommt das Stichwort der Maskenpflicht auf. In ostasiatischen Ländern ist das Tragen von Schutzmasken selbstverständlich, und auch in Österreich, Tschechien und die thüringische Stadt Jena gelten dazu schon länger Vorschriften im öffentlichen Raum.

Nach aktuellen Erkenntnissen können Mund-Nase-Bedeckungen die Hoffnungsträger für die Zeit darstellen, bis wirksame Medikamente und Impfstoffe gegen Corona in Umlauf kommen. Da es derzeit aber nicht genug Schutzmasken für die gesamte Bevölkerung gibt, könnte eine Maskenpflicht auch nachteilig sein. Denn vor allem das medizinische Personal, das im Kontakt zu Erkrankten steht, ist auf diese Schutzmasken angewiesen.

Wie können uns Masken nutzen?

Durch eine weit verbreitete Anwendung können Gesichtsmasken die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus SARS-CoV-2 verlangsamen.  Damit werden nicht nur wichtige Kapazitäten im Gesundheitswesen geschont,  sondern auch die Risikogruppen vor der Krankheit CoViD-19 geschützt.

Besonders wirksam sind Mund-Nase-Masken, wenn sie von akut Erkrankten getragen werden, da die textile Barriere vor Mund und Nase die  Tröpfchen stoppen, die den Virus verbreiten. Wichtig dabei ist, dass die Masken richtig passen und eng anliegen. Da sich die Schutzwirkung der Masken mit dem durchnässen des eigenen Atems verringert, sollte man sie auch nicht länger als 75 Minuten tragen.

Um seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen, braucht vor allem individuelle Verantwortung beim Tragen der Maske. Das gilt vor allem deshalb, da man nicht immer weiß ob man an selbst erkrankt ist und damit seine Mitmenschen in der Öffentlichkeit anstecken kann. Das Tragen der Maske bleibt jedoch nur ein Bestandteil des Schutzes.
Regelmäßige Hygiene wie das Waschen und Desinfizieren der Hände, sowie der allgemeinen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern, sind durch das Tragen der Masken nicht zu ersetzten.

Ein solider Eigenschutz gilt auch erst mit Masken der Kategorien FFP2 und FFP3. Da diese derzeit noch schwer erhältlich sind, sollten sie medizinischem Personal vorbehalten werden.

 

Lesen Sie hier unsere Tipps und Anleitung zum Selbernähen von Mund-Nase-Masken:

UPDATE: #maskezeigen

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2 Feedback

  1. Es sind die Helmsheimer Näh-Mamas und nicht die Heidelsheimer Näh-Mamas…

    • Landfunker-Redaktion

      Danke für den Hinweis. Da ist uns echt ein “dicker Hund” passiert. Wir haben es nun korrigiert. Danke noch mal für euere Initiative!