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Region | Achtung Diebe!

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Icon-Stadtmagazin WILLI Reportage | Trickbetrügern auf der Spur

Gemeine Trickdiebe haben immer Saison. Es immer mehr Betrugsanzeigen bei der Polizei, wobei die Dunkelziffer bestimmt noch viel höher ist, weil sich nicht alle Geschädigten bei der Polizei melden.

er gut gekleidete Mann trat freundlich auf mich zu und sprach mich sehr höflich an, ob ich ihm nicht zwei Euro zum Telefonieren wechseln könne“, erzählt Thomas Huber (Name v.d.Red. geändert). „Als ich dies verneinte, wurde er etwas drängender, ich solle doch nochmal genauer nachschauen, es sei wichtig.“
Weil auch er nicht unhöflich sein wollte, öffnete Thomas Huber seine Geldbörse und zeigte dem Unbekannten, dass kein Wechselgeld darin war. Das war sein Fehler.

„Keine Ahnung, wie er das gemacht hat, aber kurz darauf habe ich beim Bezahlen in der Apotheke bemerkt, dass er mir einhundert Euro geklaut hat.“

Dieser Trick ist uralt, funktioniert aber immer noch. Besonders in Fußgängerzonen, an Einkaufszentren, vor Banken, sogar in Wohngebieten wird dieser Trick in ähnlicher Weise erfolgreich angewandt. Es geht so schnell, dass sich dem Zugriff fast niemand entziehen kann. Obwohl überwiegend ältere Menschen als Opfer bevorzugt werden, sind auch jüngere Jahrgänge von der Gefahr nicht ausgenommen.

Gerne sind die Täter zu zweit. Der eine spricht das Opfer an, der andere versucht (anscheinend unbeteiligt) ein Ablenkungsmanöver, wie etwa die Frage nach dem Weg oder der Uhrzeit. In diesem unbeobachteten Moment greift der Dieb mit unglaublicher Fingerfertigkeit in die Geldbörse des Opfers und – blitzschnell – ist das Geld verschwunden.

„Seien sie vorsichtig“, ist der dringende Rat der Polizei. Es ist Tatsache, dass es sich hier um Bandenkriminalität mit mafiösem Hintergrund handelt. Diese “Einsatztruppen“ kommen meist aus Osteuropa, insbesondere dem Balkan, und sind vielseitig verwendbar. Heute betteln sie auf Knien in der Fußgängerzone, morgen sind sie chic gekleidet mit dem Geldwechseltrick unterwegs. Wenn man die Tricks der Betrüger durchschaut, ist es leichter selbstbewusst „Nein“ zu sagen.

Trickbetrügern keine Chance geben!

Tipps zur Prävention

  • Lassen Sie Fremde beim Geld  wechseln nicht in ihre Geldbörse schauen.
  • Verweisen sie Personen, die Sie aufdringlich um Kleingeld bitten, auf andere Möglichkeiten des Geldwechselns, wie Geschäfte oder Banken.
  • Seien Sie wachsam und misstrauisch.
  • Halten sie Abstand zu fremden Personen.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen.
  • Lassen Sie sich nicht am Bankautomat oder vor einer Bank von Fremden ansprechen.

Reingefallen?

Kein Grund sich zu schämen, das sind ja schließlich Profis!

Die Polizei sagt: „Melden sie bitte jede Tat, nur so können wir aktiv werden. Beim nächsten Polizeirevier oder im Notfall unter 112 erreichen sie immer jemanden, der ihnen Hilfestellung gibt.“

Text: Andrea Bacher-Schäfer

Erstveröffentlichung in RegioMagazin WILLI 10/19

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