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Philippsburg | Sicherheit des Atomkraftwerks Philippsburg 2 (KKP 2) ist nicht gegeben

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Meldung | Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Regionalverbadn Mittlerer Oberrhein und Anti-Atom-Initiative Karlsruhe
Neues meldepflichtiges Ereignis an Notstromversorgung belegt Mängel am Atomkraftwerk

Am 24. Mai 2019 meldeten EnBW und baden-württembergisches Umweltministerium – sehr verzögert – wieder einen Ausfall eines Notstromdiesels des Blocks 2 in Philippsburg. Obwohl noch geprüft werden soll, ob eventuell ein Problem im System vorliegt, lässt man das AKW weiterlaufen.

„Das grenzt an grobe Fahrlässigkeit“, so Harry Block als Vertreter von BUND und Anti-Atom-Initiative.

Am Standort Philippsburg wird derzeit Block 1 des Atomkraftwerks abgerissen. Ein Zwischenlager für mittelaktiven Atommüll und ein Atommüllbehandlungszentrum sind im Bau. Neben dem Lager für hochradioaktiven Atommüll laufen die vorbereitenden Baumaßnahmen für den Riesenkonverter. „Die Mitarbeiter sind verunsichert, weil sie nicht genau wissen, wo sie im nächsten Jahre arbeiten werden und bei welchem Unternehmen, weil die Lager ja seit dem 1. Januar dem Bund gehören und Mitarbeiter dorthin wechseln müssen“, berichtet Harry Block. Derweil hat Block 2 des AKW hat am 8. April 2019 seine zugewiesenen Strommengen verbraucht und läuft jetzt mit übertragener Strommenge von Block 1 und damit länger als erwartet.

BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein und die Anti-Atom-Initiative Karlsruhe stellt sich sehr drängend die Frage nach dem systemischen Fehler bei den Notstromdieseln, wenn man das aktuelle Problem mit anderen aus der Serie von Notstromdiesel-Störfällen des Blocks 2 vergleicht, insbesondere mit dem Ausfall im April letzten Jahres. „Und vor allem ist das Problem der abgerissenen Bolzen von 2016 noch nicht genügend aufgearbeitet“, betont Block.

Beim Notstromdiesel-Ereignis im April 2018 schrieb das Umweltministerium Baden-Württemberg übrigens, dass das AKW 14 Tage lang mit einem fehlenden Diesel gefahren werden darf:
“Laut genehmigtem Betriebsreglement ist dieser Zustand für einen Zeitraum von 14 Tagen zulässig”. „Das halten wir nach wie vor für unakzeptabel, weil ohne funktionierende Notstromdiesel in kurzer Zeit ein GAU in einem Atomkraftwerk zu einem Super-GAU á la Tschernobyl werden würde“, erläutert Block.
Auszüge zur Darstellung der meldepflichtigen Ereignisse und Kommentierung durch BUND und Anti-Atom-Initiative

Ereignis 17.5.19:
“… aufgrund von niedrigem Kühlwasserfüllstand. Am Abgasrohr wurde eine intensive weiße Abgasfahne festgestellt. Weiter sprach ein Brandmelder im Notstromdieselgebäude an. Es wurde Feueralarm ausgelöst. Die Werkfeuerwehr stellte Flammbildung im Bereich des Abgasturboladers fest, die sie mit einem Handfeuerlöscher erfolgreich bekämpfte. Bei der Befundaufnahme wurden insbesondere Risse im Gehäuse des Abgasturboladers festgestellt sowie Wassereintrag im Bereich der Zylinder.”

Ereignis laut Meldung vom 10.04.18:
“… kam es an einem Notstromdieselaggregat zu einem Abfall des Kühlwasserstands. Bei der zur Ursachenklärung eingeleiteten Untersuchung hat der Betreiber festgestellt, dass es in einem Turbolader eine Leckage gab, aufgrund der Kühlwasser durch die Abgasleitung in den Motor geflossen ist.”

Die Formulierungen sind zwar sehr unterschiedlich, aber wir sehen darin das gleiche Verschleißproblem in der Abgasleitung des Turboladers. Zudem: Da diese Notstromdiesel ja sehr selten laufen, kann es eigentlich kein betrieblicher Verschleiß sein, sondern ein Material-, Konstruktions- oder Herstellungsfehler oder schlicht Alterung. Bis zum Beweis des Gegenteils sollte man davon ausgehen, dass die anderen Notstromdiesel das gleiche Problem haben. Für uns folgt daraus zwingend:

Angesichts der Pannenserie, die offensichtlich “ausgesessen” wird, scheint sich die Befürchtung zu bestätigen, dass insbesondere gegen Ende der Laufzeit der AKWs die Fehlerhäufigkeit wächst, da sich anscheinend manche notwendige Wartungs-, Reparatur-, oder Sicherheitsupdates nicht mehr “lohnen” bzw. zu viel Geld kosten würden.

Daraus kann im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung nur ein Schluss gezogen werden: KKP 2 muss unverzüglich stillgelegt werden!

 

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