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Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wird von Bürgermeister Thomas Nowitzki und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Oberderdingen begrüßt.

OBERDERDINGEN | Gemeindebesuch vom Landtag

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16.5.22 | Landrat Dr. Christoph Schnaudigel nutzt seine Gemeindebesuche, die er in regelmäßigen Abständen in allen 32 Landkreiskommunen durchführt, um sich vor Ort über das aktuelle Geschehen zu informieren und sich mit den politischen Akteuren über anstehende Herausforderungen auszutauschen.

Sein jüngster Gemeindebesuch führte ihn am vergangenen Dienstag nach Oberderdingen. Die im Osten des Landkreises gelegene Gemeinde Oberderdingen präsentierte Bürgermeister Thomas Nowitzki als wirtschaftsstarken Standort mit innovativen Unternehmen.

Er lud seinen Gast zu einem Baustellenbesuch auf dem Gelände der inhabergeführten Firma Schwarz Rohstoff GmbH ein, die rund 16 Mio. Euro in ein PKW-Recyclingzentrum investiert. „Ab Dezember werden hier täglich bis zu 35 Erlkönige eines Automobilherstellers zerlegt. Durch die sortenreine Trennung können wir über 95% der verwendeten Materialien dem Recyclingkreislauf zuführen,“ erläuterte Prokurist Rouven Schwarz. Die Firma schafft rund 25 neue Arbeitsplätze, 80% des benötigten Personals, darunter Kfz-Mechatroniker und Maschinenführer, seien schon vertraglich gebunden, erfuhr Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Eine lukrative Nische besetzt seit 1983 die Firma Schneider Bahntechnik GmbH, die sich auf die europaweite Lieferung von Ersatzteilen für bahntechnische Komponenten und die Reparatur von Kupplungen spezialisiert hat.

Mit nur vier Mitarbeitenden bietet die Firma den Verkehrsbetrieben einen kurzfristigen und flexiblen Service. „Die großen Hersteller von Bahnen konzentrieren sich auf die Produktion, Reparatur und Wartung hingegen sind für sie wirtschaftlich nicht von Interesse. Hier kommt unsere Firma ins Spiel: Eine Kupplung, die entweder kaputt ist oder zur vorgeschriebenen Überprüfung zu uns kommt, wird zerlegt, repariert, Verschleißteile ausgewechselt, sandgestrahlt, geschweißt und lackiert. Nach 16 Arbeitstagen ist die Kupplung dann einsatzfähig und wird bei den Verkehrsunternehmen wie beispielsweise der Deutschen Bahn wieder eingesetzt“, berichtete Geschäftsführer Michael Schneider.

Bei einer Rundfahrt durch die Gemeinde informierte Bürgermeister Thomas Nowitzki über die städtebauliche Entwicklung Oberderdingens.

„Seit vielen Jahren betreiben wir erfolgreich Grundstücksmanagement. Für die Innenentwicklung nutzen wir Gewerbebrachen und kaufen Grundstücke, um daraus Projekte zu konzipieren. So entstand auf einer gewerblichen Brachfläche in Flehingen der Seniorenwohnpark „Alte Mühle“ mit 52 barrierefreien Bungalows für die Generation 60Plus. In unmittelbarer Nachbarschaft wird ein Pflegeheim mit 45 Plätzen entstehen, um den weiter steigenden Bedarf an Pflege und Betreuung zu decken“, so der Bürgermeister.

Vom Engagement und Weitblick der Gemeinde in Sachen Wohnungsbau konnte sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei einem Stopp im Baugebiet Hinter der Schießmauer überzeugen.

Er erfuhr, dass bereits in den Jahren 1999/2000 eine städtebauliche Planung im Zusammenhang mit der Ortsentlastungsstraße Oberderdingen angefertigt wurde. Das Geld, das Oberderdingen seither in die Grundstücke investiert hat, hat sich ausgezahlt: In drei Bauabschnitten entstand neuer Wohnraum für 500 Personen, in zwei weiteren Bauabschnitten werden 50 Einfamilienhäuser sowie fünf Mehrfamilienhäuser mit 50-60 Wohneinheiten realisiert. „Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt enorm hoch, daher haben wir mit dem Baugebiet Karl-Fischer-Straße Süd noch ein weiteres Projekt zur Innenentwicklung laufen“, betonte Bürgermeister Thomas Nowitzki.

Beim anschließenden Gespräch mit den Gemeinderäten ging es um kreispolitische Themen.

„Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine beschäftigen die Bevölkerung und alle Verwaltungsebenen“, brachte Landrat Dr. Schnaudigel das derzeit beherrschende Thema zur Sprache. Anders als zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015/2016, als 400-500 Personen monatlich vom Kreis untergebracht werden mussten, kommen nun viel mehr Personen in viel kürzerer Zeit in den Kreis. 3.900 Personen Kriegsvertriebene seien derzeit im Landkreis Karlsruhe registriert, der weitaus größte Teil sei privat untergekommen, berichtete der Behördenchef. Er war sich mit Bürgermeister Thomas Nowitzki einig, dass die größte Herausforderung derzeit in Kinderbetreuung und Beschulung liegt.

Zustimmung erfuhr der Landrat für die Pläne zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Der zweigleisige Ausbau der Stadtbahnlinie S4 sowie das individuelle Mobilitätsangebot „MyShuttle“, das bei der Neuausschreibung der Busverkehre etabliert werden soll, bieten die Möglichkeit für Taktverdichtungen und bedarfsgerechte Verbindungen. Angesprochen auf den Fachkräftemangel berichtete er den Gemeinderäten von den hohen Beträgen im zweistelligen Millionenbereich, die der Landkreis in die Ausstattung seiner Beruflichen Schulen investiert. Dazu zählen auch leistungsstarke Internetverbindungen, für die der Kreis durch die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH gesorgt hat. Angesichts der Verunsicherung der Bevölkerung im Hinblick auf mögliche Krisen wie beispielsweise die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal appellierte er an die Eigenvorsorge, um sich besser zu wappnen.

Bürgermeister Thomas Nowitzki dankte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel für den Besuch und den informativen Austausch.

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