Symbolbild Landfunkerarchiv

NO COMMENT | “Liebe Schüler, ich bin dann mal weg.” “Liebe Lehrer, ich auch.”

Bereits 22 x geteilt!
Bitte hilf uns mit einer Empfehlung, den Beitrag weiter zu geben. Danke!

Welch ein Bohei um Schulöffnung, Schließung, Präsenz und Homeschooling!

 

Fragen Sie mal einen Lehrer, eine Mutter und eine Schülerin und Sie haben vier Meinungen. Ein Hick und ein Hack in der ganzen Republik. Selbst im Ländle sind sich Kumi (Kultusminischderin) und MP (Minischderbräsident) nicht einig. Logisch, weil die Wahrheit keiner kennt.

Ein Thema, das alle Kultusministerinnen beschäftigt. „Es kommt immer drauf an“. Worauf eigentlich? Auf das Infektionsgeschehen? Schüler sind nicht ansteckend? Wer sagt das? Ja und wenn eine Lehrerin die Schüler … Frau Eisenmann, ihrerseits HardlinerIn in Sachen Präsenzunterricht, was dann? Hat sie die höhere Weisheit im Land der Schlauberger?

Fragen wir die Lehrer, die zu Recht oder zu Unrecht selbst Angst haben in die Schule zu gehen. Sehen sich doch nicht wenige gefährdet mit zig Schülerinnen Tag für Tag die Luft zu teilen. Wer wollte sie zwingen? Der Beamtenstatus? Und der Berufsethos geht dann doch nicht so weit, sich für das Vater/Mutter-Land zu opfern, wegen dem bisschen Bildung mehr oder weniger. Zur Rettung angetreten engagierte LehrerInnen, die seinen/ihren Job machen wollen und sich im Homeschooling verkämpfen. Mit viel Unkenntnis, teils untauglicher Technik mitunter aus der Kreidezeit, mit Softwareempfehlungen der Kollegin, die eine andere Brause empfiehlt (sie meinte Browser). In jeder Klasse ein anderes Angebot. Schüler am Handy in Ermangelung des Laptops, am Küchentisch in Ermangelung des Schreibtischs. Am PC mit Datengeschwindigkeit aus der Jahrtausendwende, Lehrer die Vorlagen basteln (sollen) in Ermangelung digitaler Vorlagen. Ja, liebe LehrerInnen, ausnahmsweise verstehe ich euch. Es ist schwer Beethoven auf dem Schifferklavier zu spielen und einer Ausbildung, die „IT“ nicht zum Inhalt hatte. Dafür Gedoodel und Gedaddel. Schülerinnen und Lehrerinnen, die erschrecken, wenn sie sich ohne Hose und ungekämmt im Monitor sehen. Andere, die sich sehen aber nicht hören. Der Deutsche Digitalpakt at its best!

Lüften als Mittel der Wahl wirkt da wie Rufen im Wald.

Allein die Vorstellung, dass man mit Mütze und Mantel, klammen Fingern und roten Nasen am Geodreieck rechte Winkel zaubern soll, lässt zittern.

A propos Rechte Winkel. In den rechten Winkeln der Nation scheinen epidemiologische Grundkenntnisse zu fehlen. Oder verstehen sich die „Wir sind das Volk“ als Helden der Nation, wenn sie maskenlos die wie Trump oder Hilt- und Schiffmanns/fraus jeden Stuss hinausposaunen dürfen und damit Hampelmänner und Hampelfrauen erreichen, die es nicht besser wissen und ihnen von der Diktatur in Deutschland faseln.

Dass die Liberalen über jede Einschränkung lamentieren, steht in deren FDP-DNA. Sollten nicht gerade die, die sich eigentlich gegen alles wehren was dogmatisch ist Vernunft vor die eigenen Prinzipien stellen? Und wie geheim sollen unsere Daten sein, jetzt, hier, heute, um Gesundheit und Leben zu schützen, während Apple, Facebook, Google und Amazon schon lange besser wissen, was ihnen besser, gefällt als ihre eigene Frau (der Satz ist ein echter Nachdenker). Aber ja, auch die FDP ist das Volk, das ganz freie Volk. Manchmal wohl auch frei von Vernunft. Wenn man keinen Ahnung hat, sollte man einfach mal … oder ich sags mal freundlicher „Schweigen wäre manchmal Gold“. Dazu fällt mir der Berliner Regierende Bürgermeister ein, der in der Presserunde fragte, was es angesichts der Infektionszahlen nicht zu verstehen gebe. Der Mann hatte recht. Und das hat er gesagt, als die Zahlen niedriger waren als heute!

„Wir werden uns viel verzeihen müssen“.

Ja, Herr Spahn, wie wahr. Das haben Sie früh erkannt. Wussten Sie damals schon, dass Ihnen die Sache über den Kopf wächst? Und so kommt es mir immer häufiger vor, als ob man etwas mit den Händen aufbaut und mit dem Hintern wieder einreißt. Eine App für fast 70 Millionen Euro. Novemberhilfe ohne Hilfe, Maskenempfehlung ohne Masken, Lüftungsempfehlung ohne Luftreiniger, Schnelltests ohne Schnelltests, Impfzentren ohne Impfstoff. Soldaten die bereitstehen aber keiner anfordert (so die Verteidigungsministerin am 27.1. im Morgenmagazin). Ein bisschen kommt mir alles vor wie eine Blaupause aus BER und Stuttgart 21. Dafür eine unsinnige Senkung der Mehrwertsteuer um drei (in Worten 3) Prozent, die nur Arbeit gemacht und niemandem geholfen hat.

Ja, es ist verdammt schwer das Richtige zu tun. Aber am 27.1. 2020 hatten wir zum ersten Mal von der Bedrohung Kenntnis. Nicht, dass man sofort wusste wie wo und was. Aber ein Jahr später könnte man schon mal Perspektiven andeuten, wie wir mit dem Virus leben wollen oder müssen. Langsam kommt mir nämlich der Verdacht, wir können es nicht besser.

Dafür regeln wir, was wir richtig gut können.

Gendersternchen. Studierende. Zigeunersoße. Bockwurst. Mohrenkopf. Keine Putten an der Schlossfassade fotografieren um nicht als pädophil verdächtig zu sein. Keine Klassenfotos der Erstklässler wegen DSGVO. 500 Millionen für die Maut vergeigen. Mindestlohn für Schülerpraktikanten. Diskutieren ob es Ballermann oder Ballerfrau heißt und ob Hochs- und Tiefs auch Namen mit Migrationshintergrund bekommen sollten. Nur zum Bäcker gehen, wenn der Bäcker ein Mann ist (der sich auch für einen solchen hält). Besser geht man zur Bäckersfrau ihrem Mann oder gleich zu den Backenden? Den Kopf über Dinge zerbrechen, die gerade keine Rolle spielen, ist unser Ding. Wir leben nicht mehr die Lebenswirklichkeit sondern den Proporz. Da macht man besser nichts, bevor man etwas falsch macht.

Oder man geht eben mit ein paar Freiheitskämpfern auf die Straße und demonstriert gegen die Deutsche Diktatur. Gegen Einschränkungen. Gegen die Rede- und Meinungsreiheit. Und demonstriert gegen das System das ihnen die Demo erst möglich macht. Wie pervers ist das alles?

 

U. Konrad
In Ermangelung größerer Weisheit ganz einfach mal so aus der Hüfte

Aus WILLI, 02/2021

Kommentieren?
Ja bitte, denn eine offene Diskussion fördert das Miteinander.
Bitte achten Sie dabei auf unsere Kommentarregeln (Info)

Hier geht es zum Kommentarfeld >>>

 

 

 

close

Kurze Unterbrechung!

Schon gewusst? Der Landfunker-Newsletter informiert dich über die Region zwischen Kraichgau und Rhein.

Unser Newsletter erscheint jeweils freitags für alle, die das Wichtigste zusammengefasst haben möchten.

Hier kannst du einen Beispiel-Newsletter sehen!

Bei Nichtgefallen kannst du ihn jederzeit mit einem Klick am Ende des Newsletters abbestellen.

Siehe auch

Corona-Fallzahlen im Landkreis Karlsruhe - beste Übersicht

Di 20.4. | Corona-Fallzahlen | 28 Neuinfektionen, 2 Todesfälle ↑, Inzidenzwert heute: 145,9 ≈

 DIESE SEITE WIRD – – AKTUALISIERT! Sonntagsgrafik | 18.4. | Mittlerweile sind wir in der dritten …

UMFRAGE | Ihre Meinung, bitte! Corona-Schutz und Test-Pflicht – Das sagen Unternehmer der Region

Filmbeitrag | Zusätzlich zu den bereits geltenden Hygienestandards werden Unternehmen dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten, die …

EIN KOMMENTAR

  1. Ganz klar, die Schulen die Schüler und die Eltern haben es in diesen so plötzlich und unerwartet Zeiten der Pandemie nicht leicht. jeder Tag ist eine Herausforderung, emotional und logistisch. Ich erinnere mich gut an Zeiten als ich als Hochausgebildeter IT’ler in einer Schule den Kindern den richtigen Umgang mit Zeitgemäßem Material beibringen wollte und auch das Gefühl wecken wollte, dass nicht alles, am besten mit ganzem Namen und Anschrift, über Facebook und Co in die große Onlinecommunity getragen werden muss. Dann aber bloß kein Google Konto um die Urlaubsbilder mit der Familie zu teilen, aber Alexa steuert das ganze Haus. Von dieser “Blauäugigkeit” bekomme ich graue Haare aber na ja, das ist nun bald wieder vorbei, der Friseure darf wieder öffnen und die Haarfarbe passt bald wieder, nur was mache ich dann mit der perfekten Frisur? Schön Essen gehen, ach da war doch was, die Gastro hat ja noch zu. In diesem Sinne: haltet weiter durch und lasst euch nicht entmutigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.