Rettungsdienst im Einsatz
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Update: Nach Brandstiftung, 61-Jährige provoziert als Geisterfahrerin Verkehrsunfall auf der A5

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Bruchsal | 11.02.2020 | Eine 61 Jahre alte Frau steht im Verdacht, am Montagabend in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Bruchsal vorsätzlich ein Feuer gelegt und im weiteren Verlauf als “Geisterfahrerin” auf der BAB 5 auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Rastatt-Nord mutmaßlich in Suizidabsicht einen Verkehrsunfall verursacht zu haben.

Eine Nachbarin verständigte gegen 22:40 Uhr die Rettungsleitstelle, nachdem sie im Treppenhaus Rauch festgestellt hatte. Dank der aufmerksamen Nachbarin konnte die Feuerwehr den Brand rasch unter Kontrolle bringen, ohne dass Personen zu Schaden kamen. Der Sachschaden beläuft sich schätzungsweise auf mehrere Zehntausend Euro.

Flüchtige kollidiert mit LKW

Die umgehend eingeleitete Fahndung nach der 61-jährigen Wohnungsinhaberin blieb zunächst ohne Erfolg. Gegen 01:30 Uhr meldete ein Lastwagenfahrer der Polizei einen Verkehrsunfall auf der BAB 5 auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Rastatt-Nord. Nach derzeitigem Ermittlungsstand fuhr die 61-jährige mit ihrem Fahrzeug als “Geisterfahrerin” entgegen der vorgeschriebenen Fahrrichtung auf der mittleren Fahrspur. Unmittelbar vor einem entgegenkommenden, auf der rechten Fahrspur fahrenden Lastwagen wechselte die 61-jährige mit ihrem Fahrzeug auf dessen Fahrspur, so dass es trotz Vollbremsung und Ausweichmanövers des Lastwagenfahrers zur Kollision kam.

Nur leichte Verletzungen

Die Unfallverursacherin wurde von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug geborgen und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht. Dort wurden lediglich leichte Verletzungen festgestellt. Der Lastwagenfahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

 

Wir berichteten am 11.02.2020:

Am Montagabend wurde um 22:38 Uhr die Feuerwehr Bruchsal mit den Abteilungen Bruchsal, Büchenau und die Führungsgruppe Bruchsal mit dem Alarmstichwort “Dachstuhlbrand” in den Ziegelwiesenweg gerufen.

Eine Notrufteilnehmerin meldete zunächst eine Rauchentwicklung aus dem Dachbereiches eines Mehrfamilienhauses, vermutet durch einen Blitzeinschlag da eine Detonation zu hören war. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die meisten Bewohner aus dem Haus. Aus dem Dachbereich war eine massive Rauchentwicklung wahrnehmbar und in einer Wohnung im Erdgeschoss befand sich noch eine ältere Dame die nicht mehr gut zu Fuß war.

Anwohner hörten Detonation

Mit einem Atemschutztrupp und einem C-Rohr wurde in die betroffene Dachgeschosswohnung vorgegangen. Weitere Kräfte brachten die ältere Dame aus dem Gebäude. Die Wohnungstür zur Brandwohnung musste gewaltsam geöffnet werden. In der Wohnung gab es mehrere Brandherde und durch eine Explosion hat es eine Innenwand zerstört. Mit einem weiteren Atemschutztrupp und einem C-Rohr konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Da nicht klar war ob die Bewohnerin der Wohnung sich darin befand wurden die Räumlichkeiten gründlich durchsucht. Es konnte keine Person ausfindig gemacht werden. Für die Nachlöscharbeiten musste teilweise Inventar ins Freie verbracht werden und mit einer Wärmebildkamera wurde die Wohnung nach Glutnestern abgesucht.

Vermutung nach Brandstiftung

In der Wohnung wurden Manipulationen gefunden um gezielt die Wohnung in Brand zu setzen. Die Polizei hat diesbezüglich die Ermittlungen aufgenommen und der Kriminaldauerdienst noch in der Nacht erste Spuren gesichert. Bürgermeister Andreas Glaser und die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Sonita Huber machten sich vor Ort ein Bild über die Lage. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Mayer erkundigte sich vor Ort über die Tätigkeiten der Feuerwehr.

Das Gebäude und die Brandwohnung mussten mit einem Überdrucklüfter vom Rauch befreit werden. Von den Bewohnern wurde glücklicherweise keiner Verletzt, der Rettungsdienst betreute die Personen. Alle Bewohner konnten die Nacht bei Nachbarn verbringen da zum Einsatzende das Haus vorübergehend nicht ewohnbar war.

Ermittlungen laufen an

Der Rettungsdienst war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug, einem Rettungswagen und der Schnelleinsatzgruppe des Maltester Hilfsdienst und DRK vor Ort. Nach den Löscharbeiten hat der Baubetriebshof die Wohnungstür sicher verschlossen. Die weiteren Ermittlungen in der Wohnung machte die Polizei am Folgetag in den Räumlichkeiten.

Die Feuerwehr Bruchsal war unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Bernd Molitor und seinem Stellvertreter Thomas Zöller, unterstützt vom Abteilungskommandant Martin Schleicher mit etwa 55 Einsatzkräften bis 01:25 Uhr im Einsatz.

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