Landkreis | Nächtliche Ausgangsbeschränkung läuft aus

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04.03.2021 | Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs haben sich am Mittwoch auf eine Lockerungsstrategie mit mehreren Öffnungsschritten verständigt. Vorausgesetzt, dass die Beschlüsse in Baden-Württemberg so umgesetzt werden, werden ab Montag wieder private Treffen in größerem Umfang ebenso möglich sein wie Terminshopping-Angebote und Museen- und Galerienbesuche mit vorheriger Terminbuchung.

Eine „Notbremse“ erfolgt bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 – dann treten wieder verschärfte Regelungen in Kraft.

„Der beschlossene Vierklang aus Impfen, Testen, Kontaktverfolgung und Lockerungen geht in die richtige Richtung“, sagte dazu Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, der allerdings bedauert, dass für die Schulen keine weiteren Perspektiven entwickelt wurden. „Besonders wichtig erscheint mir, dass die Impfmöglichkeiten ausgeweitet werden und baldmöglichst auch die niedergelassenen Ärzte Impfungen verabreichen können“.

Ausgangsbeschränkung wird voraussichtlich nicht verlängert

Vor dem Hintergrund, dass bei der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Karlsruhe, wie im Land schon seit Wochen, keine ansteigende Tendenz zu beobachten ist, ist nicht vorgesehen, die derzeit noch gültige Ausgangsbeschränkung für den Landkreis Karlsruhe über den 7. März hinaus zu verlängern.

Gegenüber dem Zeitpunkt des Erlasses der nächtlichen Ausgangsbeschränkung am 11. Februar hat sich die Situation bezogen auf den 7-Tage-Inzidenzwert verbessert. So sank dieser seit dem Erlass von 67 pro 100.000 Einwohner auf 54,1 (Stand 04.03.21) .

Mobile Impfteams schreiten zur Tat

Darüber hinaus haben in wenigen Tagen die Mobilen Impfteams bei sämtlichen Pflegeheimen auch die Zweitimpfungen verabreicht und fahren als nächstes vor Ort in die Städte und Gemeinden, um dort auch Personen über 80 Jahren ein Impfangebot machen zu können, die bisher keinen Impftermin erhalten konnten. Voraussichtlich im April wird ein Großteil aller Impfwilligen der ersten Priorität geimpft sein, und dank dem neuen Impfstoff von AstraZeneca erhalten bereits viele Berechtigte aus der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen eine Impfung.

Regelmäßige Schnelltests werden künftig noch besseren Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben. Das jüngste signifikante Infektionsgeschehen in der Region ist ein Ausbruch im Edeka-Fleischwerk mit 69 Infektionen, der aber eingrenzbar ist, was bedeutet, dass die Kontaktpersonennachverfolgung wirksam erfolgen kann.

Strengere Regeln ab einer Inzidenz von 100

„Sollten die Inzidenzwerte aber wieder deutlich auf über 100 steigen müssen wir nachdenken, entsprechend der nun vereinbarten Notbremse, wieder strengere Regeln einzuführen“, kündigt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel an und appelliert: „Wir alle haben es selbst in der Hand, ob die Zahl der Infektionen trotz der Öffnungsschritte in einem vertretbaren Rahmen bleibt, indem wir jetzt erst recht Abstand, Maske, Hygiene und Lüften konsequent einhalten“.

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Siehe auch

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13.4.2021 | Trotz Ziehen der sogenannten „Notbremse“ nach Überschreiten der Inzidenzschwelle von 100 Neuinfektionen pro …

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11.02.2021 | Nachdem die landesweite Ausgangsbeschränkung vom Verwaltungsgerichtshof Anfang der Woche gekippt worden war, wurden …

2 Feedback

  1. “…Abstand, Maske, Hygiene und Lüften konsequent einhalten“ ist sicher richtig und essentiell. Da hat Hr. Schnaudigel recht.

    Hr. Schnaudigel hebt auch auf die Bedeutung der Nachverfolgung ab. Dass diese essentiell ist, um von pauschalen Schließungen wegzukommen, ist ja nix Neues. Deshalb wurde von Bund und Ländern bereits 2020 beschlossen, deutschlandweit bis Ende Februar alle Gesundheitsämter besser zu vernetzen und einheitlich SORMAS einzusetzen.

    Was ist denn auf der Seite seiner Behörden tatsächlich passiert, um bei der Nachverfolgung auch bei Inzidenzen über 50 besser zu werden?
    Wie steht es denn um die Verbesserung der EDV und die Nutzung der RKI Software SORMAS im LK Karlsruhe? Wurde die inzwischen implementiert und wird auch damit gearbeitet?
    Wird das Gesundheitsamt KA eine Schnittstelle z.B. zur Luca-App schaffen, wie das bereits etliche andere Gesundheitsämter schon getan haben?
    In einer Technologie-Region wie der unseren, mit Hochschulen, KIT, und zig EDV-Firmen und -Dienstleistern, sollte das doch auch kurzfristig machbar sein!

    Leider hört man dazu aus Karlsruhe und Stuttgart absolut gar nichts, was nicht wirklich beruhigend ist!
    Vielleicht könnt ihr da mal nachhaken und berichten.

    Corona wird uns noch ne Weile begleiten. Und wahrscheinlich werden wir auch noch die ein oder andere Mutante sehen. Ewig abschließen und “bleibet-d’hoim” wird auf Dauer nicht funktionieren.
    Umso wichtiger ist es, dass auch Verwaltungen und Politik deutlich schneller und effizienter werden.

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