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KVV | PRO BAHN begrüßt Bewegung in Fahrscheindebatte

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25.02.2022 | Der Fahrgastverband sieht in der möglichen Wiedereinführung des Kartenvorverkaufs eine gute Zwischenlösung. Sie gibt auch die notwendige Zeit zur Diskussion für tragfähige mittel und langfristige Konzepte.

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt ausdrücklich die nun eingetretene Bewegung in der Diskussion um die Zukunft des Fahrscheinverkaufs im KVV. „Es ist gut, dass nach der Konfrontation der letzten Wochen nun in den Gremien des KVV nach konstruktiven Lösungen gesucht wird“, so Johannes Stober, Mitglied des Regionalvorstands Mittlerer Oberrhein. Wichtig sei dem Fahrgastverband dabei aber, dass in der Diskussion zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Lösungen unterschieden werde.

Veränderte Wiedereinführung des freien Kartenvorverkaufs

„Die Möglichkeit der Wiedereinführung des Fahrscheinvorverkaufs und deren Selbstentwertung durch die Fahrgäste ist zumindest eine gute Übergangslösung, die den aktuellen Konflikt erstmal befrieden kann“, so Stober. Der besondere Charme sei auch, dass jedem klar sei, dass die dort gekauften Fahrscheine entwertet werden müssen, während die an Automaten gekauften Tickets bereits automatisch entwertet sind. Damit werde auch weiterhin ausgeschlossen, dass Fahrgäste von außerhalb versehentlich zu Schwarzfahrern werden, was das Hauptanliegen des KVV bei der Änderung war. Eine saubere Trennung zwischen Automatenverkauf (zum sofortigen Fahrtantritt) und personalisiertem Vorverkauf (selbst zu entwerten) löse diese Frage klar und eindeutig. Zudem schaffe diese Lösung auch die notwendige Zeit, um nach tragfähigen mittel- und langfristigen Wegen für den Fahrkartenverkauf suchen zu können.

Chipkarte hat Vor- und Nachteile

Bei der immer wieder diskutierten Einführung aufladbarer Chipkarten sieht der Fahrgastverband PRO BAHN sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Vorteil wäre, dass  eine sehr verständliche und einfach handhabbare Lösung sei, die andernorts auch schon vielfältig erprobt ist. „Chipkarte kaufen, aufladen und fertig“, so Stober. Auch müsse man sich nicht mehr um komplizierte Tarifzonen kümmern, da das System automatisch den Bestpreis ermitteln könne. Der Nachteil dieses Systems sei jedoch, dass der Kunde nicht nur beim Ein-, sondern auch beim Aussteigen die Chipkarte immer an ein Lesegerät halten müsse. Vergesse er dies oder sei ihm dies (z.B. wegen Gedränge in der Bahn) nicht möglich, bezahle er automatisch den Tageshöchstsatz. Er sei daher vor einer möglichen Einführung dringend notwendig die Vor- und Nachteile einer solchen Lösung genau gegeneinander abzuwägen, bevor eine Entscheidung falle.

Langfristig liegt die Lösung im Online-Verkauf

„Dass langfristig die Lösung in einer vollständigen Umstellung auf elektronischen Ticketverkauf liegt, ist selbstverständlich“, so das Vorstandsmitglied von PRO BAHN weiter. Allerdings sei auch klar, dass die Zeit bis dahin noch mindestens eine Generation betrage. Unabhängig davon werde jedoch eine starke Nutzung von Online Angeboten schon heute große Erleichterungen mit sich bringen –sowohl für die Fahrgäste als auch die Verkehrsunternehmen. Wichtig sei daher schon jetzt, dass die Online-Angebote des KVV so breit wie möglich genutzt werden bzw. vom KVV so ausgestaltet werden, dass sie auch nutzbar sind. „Ein guter, von Respekt geprägter Dialog ist dabei entscheidend für das Gelingen“, so Stober abschließend

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