In Zeiten der Corona-Krise nutzen Telefonbetrüger und falsche Polizisten die Ängste älterer Menschen aus, um sich deren Geld und Wertsachen zu ergaunern. ©WavebreakMediaMicro
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Kraichgau | „Die Polizei holt keine Wertsachen von Privatpersonen ab“

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08.04.2020 | Sparkasse Kraichgau warnt: Betrüger nutzen Ängste der Corona-Krise aus, um sich von Senioren Geld zu ergaunern

Falsche Polizisten und Telefonbetrüger, schamlos nutzen sie die Corona-Krise und die Ängste gerade älterer Menschen aus. Da ruft der angebliche Enkel bei seiner Oma an, weil er Geld für seine Behandlung braucht. Wegen der akuten Ansteckungsgefahr könne er natürlich nicht selbst bei ihr vorbeikommen, um das Geld abzuholen, und schickt einen Freund. In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne klingt das plausibler denn je.

„Wir erleben es derzeit immer häufiger, dass gerade Senioren größere Mengen Bargeld abheben“, sagt der Geldwäschebeauftragte der Sparkasse Kraichgau Peter Walz. „Das ruft verstärkt Betrüger auf den Plan, die sich als falsche Polizisten ausgeben und insbesondere ältere Menschen auffordern, ihnen ihr Geld anzuvertrauen“, so Walz.

Meist geben die Betrüger am Telefon vor, Hinweise auf einen geplanten Einbruch zu haben und behaupten, Geld und Wertsachen seien nicht mehr sicher. Ein – falscher – Polizeibeamter wolle vorbeikommen und sämtliche Wertsachen mitnehmen. „Mit dieser Masche haben die Täter bereits zahlreiche Senioren um ihre kompletten Ersparnisse gebracht“, sagt Walz aus Erfahrung. Und mahnt: „Die Polizei holt keine Wertsachen von Privatpersonen ab!“

Durch das umsichtige Handeln der Sparkassenmitarbeiter habe man indes schon manchen Kunden davor bewahren können, zum Opfer zu werden, merkt Walz an. Denn alle Kollegen seien entsprechend sensibilisiert und geschult. Deshalb versuchten Betrüger nun, den Senioren weiß zu machen, dass Banken selbst mit Kriminellen unter einer Decke steckten.

„Um die Hürde der Bankangestellten zu umgehen, wollen sie aktuell ihre Opfer dazu bewegen, ihr Geld vom Konto oder Aktiendepot zunächst in ein Bankschließfach zu transferieren. Denn bei der Entnahme von Wertgegenständen aus dem Schließfach dürfen Bankmitarbeiter nicht dabei sein“, erklärt Walz.
Später soll das Opfer dann alles aus dem Schließfach an einen (falschen) Polizeibeamten oder – wie eingangs beschrieben – an einen Freund des angeblich kranken Enkels übergeben.

Peter Walz appelliert eindringlich, sämtliche Wertsachen im Schließfach und Geld auf dem Konto zu lassen. „Nur dort ist alles sicher.“ Anrufe von angeblichen Verwandten, die Geld wollen, solle man sofort abbrechen – und umgehend die Polizei unter der 110 verständigen.

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