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KOMMENTAR | Macht doch einfach weitere Kassen auf!

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20.01.21 | Ich bin dankbar und ich freue mich wie es die Supermärkte schaffen uns alle trotz Schwierigkeiten immer und mit allem zu versorgen. Eine perfekte Logistik, tolle Mitarbeiter, die alles bereitstellen, sortieren und den Nachschub einordnen. Und sich Tag für Tag mit unzähligen Menschen auseinandersetzen, die ihre Masken nicht richtig tragen, Abstände nicht einhalten, sich einfach nicht an die regeln halten. Respekt liebe Mitarbeiter!

Keinen Respekt habe ich davor, dass ich als Kunde mit einem Schild aufgefordert werde, meine Einkäufe zügig einzupacken. Das finde ich schon zu normalen Zeiten dreist. Immerhin bin ich Kunde und nicht auf der Flucht. Und ich habe eine circa 30 cm große Fläche, wo sich meine mit atemberaubender Geschwindigkeit über die Scanner gezogene Ware stapelt. Die Kassierenden sind schneller als ich einpacken kann, parallel dazu mein Geld aus der Tasche holen und den Kassenbeleg übernehmen soll, den mir der blitzschnelle Kassier bereits mit der Frage verbunden „Bar“ oder „Karte“ hinstreckt. Nun bin ich noch mobil, meiner Sinne mächtig und habe lichte Momente. Bei dem Stress läuft mir aber die Brille hinter der Maske an, die mir den Durchblick verschleiert.

Foto: Landfunker

Ich sag mal so:

Dass die Aldis dieser Welt sich derzeit ihre goldene Nase mit Diamanten besetzen, sei ihnen gegönnt. Immerhin sind sie die neuen Freizeitparks und bieten uns die letzte Chance auf Begegnungen. Aber noch bin ich deren Kunde und muss mich nicht bedanken dafür, dass ich kommen darf. Und deshalb halte ich es für unangemessen, mich Kunde auffordern zu lassen, mich zu beeilen um den Abstand zum nachfolgenden Kunden einzuhalten. Und um nichts durcheinander zu bringen: die Mitarbeiter tun ihr bestes. Wo nicht genug Leute sind alles zu bewältigen geht nicht mehr. Mehr Personal wäre also die Lösung eines latenten Problems das uns alle immer aufs neue ärgert und wir denken wir würden gegen Windmühlen kämpfen.

Dann nämlich ließe sich eine unglaubliche Idee umsetzen, die das Problem einfach, kundenfreundlich und sicher löst:

Macht doch einfach weitere Kassen auf! Oder reicht der zusätzliche Umsatz dafür noch immer nicht? Bei allem Respekt, das hat nichts mit Wertschätzung der Kundschaft zu tun; schon gar nicht, wenn die Einkäufer Ü70 sind und sich auf diese Weise „blöd anmachen“ lassen müssen, wenn sie nicht schnell abräumen. Und so nimmt man sich selbst aus der „Schusslinie“ und macht den Kunden verantwortlich, wenn man nicht schnell genug die Platte putzt.

Anstatt die Kundschaft zu Verantwortlichen zu machen, wünsche ich mir dieses Plakat an der Kasse:


Liebe Kunden,

lassen Sie sich Zeit beim Einpacken und
lassen Sie sich nicht drängeln.
Um Ihnen größtmöglichen Schutz zu bieten
und Abstandes halten zu können,
haben wir für Sie alle Kassen geöffnet.
Das ist uns die Gesundheit
unserer Kunden wert.

  

… meint der Landfunker.

 

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2 Feedback

  1. Landfunker-Redaktion

    Eine Lanze für die Mitarbeiter gebrochen – leider manchmal falsch verstanden?

    Der Landfunker-Kommentar hat auf unserer Facebookseite einiges an Reaktionen ausgelöst. Naturgemäß mehr als hier, denn auf Facebook gibt man schneller seine spontane Meinung ab als hier auf der Landfunkerseite. Es bestätigt sich, dass manche “Kommentator:innen” oft nicht mehr den Ursprungstext lesen und am Ende nur noch einen Eintrag des Vorgängers kommentieren. Also am Ende Behauptungen, die der Verfasser weder geschrieben noch gemeint hat. Und so verliert sich dessen Ziel schnell aus den Augen. Daher nochmal zur Erinnerung:

    DANKE an die Mitarbeiter in den Supermärkten, die einen tollen Job machen und an die Unternehmen, die für eine erstklassige Versorgung sorgen.

    KRITIK aber am Umgang mit den Kunden, der sich mit dem Schild nun sogar sichtbar manifestiert. Übrigens geht es auch anders, wie das Beispiel bei Rewe oder DM zeigt, wo es eine getrennte Rutsche gibt. Und daran, dass man nicht das Problem beseitigt, sondern den Kunden in die Verantwortung nimmt.

  2. Discounter sind Leistungsunternehmen da zählen als erstes Leistung und und zahlen das heißt viel Umsatz und trotzdem Personalkosten sparen ich habe da auch keine Lust drauf aber wenn besagte Kunden kommen um ihr gesammeltes Kleingeld rauszuholen und alles würzig aufhalten um das die Kunden die hinten dran stehen meckern ich wünschen unseren Kunden 1 Woche im Handel zu arbeiten und dann eine neue Meinung zu hören.

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