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KARLSRUHE | Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums 2022: Anstieg der Fallzahlen nach vorausgegangenem Zehnjahrestief

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29.3.2023 | Der mehrjährige Rückgang der polizeilich bekanntgewordenen Straftaten hat sich im Jahr 2022 im Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Karlsruhe nicht fortgesetzt.

Zusammengefasst stieg die registrierte Kriminalität im Vergleich zum Jahr 2021 um 8,6 Prozent auf 42.458 Straftaten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche an. Verglichen mit der landesweiten Entwicklung von +13,1 Prozent fällt die Zunahme im Stadt- und Landkreis Karlsruhe damit etwas niedriger aus. Die Aufklärungsquote ging um 6,8 Prozentpunkte auf 58,9 Prozent zurück. Diese Zahl drückt das Verhältnis von aufgeklärten zu bekanntgewordenen Straftaten aus. Die Häufigkeitszahl stieg im Vorjahresvergleich ebenfalls an und erreicht mit 5.624 erfassten Straftaten pro 100.000 Einwohnern den zweitniedrigsten Zehnjahreswert. Die Häufigkeitszahl stellt das mengenmäßige Verhältnis zwischen Einwohnern und registrierten Straftaten dar.

Mit den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen nach der Corona-Pandemie ging auch ein Anstieg der Fallzahlen bei den Delikten einher, denen ein Zusammenhang mit den konkreten Auswirkungen der Pandemie zugeschrieben wird.

So hat das öffentliche Leben im Jahr 2022 wieder deutlich zugenommen, womit auch ein Anstieg der Straftaten im öffentlichen Raum, wenigstens mitursächlich, zusammenhängen dürfte. Die im öffentlichen Raum begangenen Straftaten haben um etwa 14 Prozent auf 19.421 Fälle zugenommen. Im Stadtkreis entwickelte sich diese Tendenz etwas deutlicher als im Landkreis. Den größten Anteil an den Gesamtstraftaten nehmen mit 5.312 Fällen die Diebstahlsdelikte ein, deren Zahl um 1.789 Fälle gegenüber der Vorjahresstatistik anstieg. Auch die Rohheitsdelikte und Delikte gegen die persönliche Freiheit haben den Vorjahreswert mit 2.641 registrierten Fällen um 16 Prozentpunkte überstiegen. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte im öffentlichen Raum hingegen gingen um über fünf Prozent auf 3.616 Fälle zurück.

Besonders genau beobachtet die Polizei im öffentlichen Raum den Anteil der Straftaten mit dem Tatmittel Messer. Hier ist seit dem Jahr 2019 ein kontinuierlicher Anstieg der Fallzahlen auf zuletzt 200 im Jahr 2022 festzustellen.

Das PP Karlsruhe reagierte noch im Berichtsjahr auf die Zunahme von Straftaten im öffentlichen Raum. Auf Basis einer fortlaufenden Rechtslage- und Kriminalitätsbelastungsanalyse wurde der öffentliche Raum um den Markt- und Schlossvorplatz, vornehmlich in den Abend- und Nachtstunden, als Gebiet mit erhöhter Kriminalitätsbelastung identifiziert. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden an diesen Orten auf der Grundlage des Polizeigesetzes von Baden-Württemberg zielgerichtete Personenkontrollen durchgeführt mit dem Ziel, konkrete Erkenntnisse auf mögliche Gefahrenlagen und geplante Straftaten zu gewinnen und potentielle Störer aus der Anonymität des öffentlichen Raums zu lösen. Gegen Ende des Jahres 2022 konnten messbare Erfolge auf Grund der getroffenen Maßnahmen in Form von rückläufigen Fallzahlen festgestellt werden.

Eine detaillierte Darstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe ist auf dem offiziellen Internetauftritt des Präsidiums abrufbar:

https://ppkarlsruhe.polizei-bw.de/statistiken/

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