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Karlsruhe | 35 Strafbefehle beantragt: Ermittlungen gegen Dresdner Fußball-Ultras abgeschlossen

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Meldung | Karlsruher Staatsanwaltschaft geht gegen Straftäter vor

08.10.2019 | Mehr als 2 Jahre nach den Geschehnissen rund um die Zweitliga-Partie am 14. Mai 2017 zwischen dem Karlsruher SC und der SG Dynamo Dresden hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen Großteil der Ermittlungen gegen die Gästefans abgeschlossen: Laut einer Pressemitteilung wurden 47 der 57 ursprünglich eingeleiteten Ermittlungsverfahren abgeschlossen und 35 Strafbefehle beantragt.

Neben der Beantragung von auf Geldstrafen gerichteten Strafbefehlen wurden 7 Anträge auf die Verhängung von Freiheitsstrafen in Höhe von sechs Monaten bis zu einem Jahr auf Bewährung veranlasst. Die Strafbefehle basieren auf Tatvorwürfen des Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, dem Verstoß gegen das Uniformverbot sowie auf Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.

Militärischer Marsch vor Zweitliga-Partie

Im Fokus der Ermittlungen stand der organisierte Fanmarsch der Dresdner Gästefans bei dem rund 2300 Anhänger und Nahestehende der Ultragruppierung „Ultras Dynamo“ in einheitlicher und militärischer Tarnkleidung mit dem Schriftzug „FOOTBALLARMY DYNAMO DRESDEN“ in Richtung des Karlsruher Wildparkstadions marschierten. An vorderster Front des Marschs präsentierten die Dresdner ein Transparent mit der Aufschrift „KRIEG DEM DFB“, während die Verwendung von Rauch ausstoßenden Nebeltöpfen und großen Trommeln das militärische Erscheinungsbild des Auftritts verstärkten. Teile des Fanlagers bewarfen und beschossen die den Marsch begleitende Polizei mit Pyrotechnik, was bei mehreren Beamtinnen und Beamten Knalltraumata auslöste.

Gescheiterter Dialog zwischen Fans und DFB

Der Marsch, bei denen die Dresdner Ultras ihre sportpolitischen Positionen auf fragwürdige Art zum Ausdruck bringen wollten, war Ausgangspunkt weiterer vereinsübergreifender Proteste: Zahlreiche Fan-Gruppierungen anderer Vereine sympathisierten sich mit den Anhängern des Traditionsclubs und lösten eine Welle des Protests gegen den Deutschen Fußballbund aus, bei denen vorwiegend terminliche Ansetzungen von Montagsspielen, vom DFB verordnete Kollektivstrafen gegen Fanlager sowie der neu in den Regularien verankerte Videobeweis im Vordergrund des gescheiterten Dialogs zwischen Fans und Verband stehen.

Amateuraufnahmen zeigen die Abläufe der Geschehnisse vom 14. Mai 2017:

Quelle: Youtube

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