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Icon-Stadtmagazin WILLIInfomercial | Das abgeräumte Bankkonto bei Trennung und Scheidung

Aus RegioMagazin WILLI 02/18

Es kommt nicht selten vor, dass im Zuge einer Ehekrise einer oder beide Ehegatten die vorhandenen flüssigen Mittel erst einmal in Sicherheit bringen, um sie dem Zugriff des anderen zu entziehen bzw. um für den neuen Lebensabschnitt gewappnet zu sein.

Die tatsächlich oder vermeintlich unberechtigten Kontoabhebungen führen oft zu heftigen Auseinandersetzungen und bisweilen sogar zur Geltendmachung von Schadensersatz- oder Ausgleichsansprüchen. Bevor man sich aber Hals über Kopf in den Rechtsstreit stürzt, sollte zunächst kritisch geprüft werden, ob nicht bereits der anlässlich der Scheidung bei bestehender Zugewinngemeinschaft vorzunehmende Zugewinnausgleich zu einem angemessenen Ergebnis führt.

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Außerdem muss man danach differenzieren, ob es sich um ein Einzelkonto handelte, zu dem der andere Ehegatte lediglich Kontovollmacht besaß, oder aber um ein Gemeinschaftskonto der Eheleute. Auch kommt es wesentlich darauf an, ob die Abhebungen noch während des Zusammenlebens oder erst nach der Trennung erfolgt sind.

Generell kann gesagt werden, dass der Inhaber eines Einzelkontos im Außenverhältnis gegenüber der Bank alleine berechtigt und verpflichtet ist, d. h. er muss auch für eine Kontoüberziehung des Ehegatten haften. Das Kontoguthaben steht ihm nach Scheitern der Ehe allein zu.

Anders ist das bei einem Gemeinschaftskonto. Beide Ehegatten haften gegenüber der Bank und nach der Trennung steht das eventuell noch vorhandene Guthaben jedem Ehepartner zur Hälfte zu.

Wer sich also über seinen Hälfteanteil hinaus bedient hat, ist gegenüber dem anderen insoweit ausgleichspflichtig. Etwas anderes gilt nur im Ausnahmefall, bspw. dann, wenn der Betrag für die Familie verwendet wurde.

Dessen ungeachtet sieht sich derjenige, der mit Blick auf die drohende Trennung oder Scheidung Erspartes verschwinden lässt, unter Umständen dem Vorwurf einer illoyalen Vermögensminderung ausgesetzt mit der Folge, dass der Minderungsbetrag seinem Endvermögen hinzugerechnet und in die Zugewinnausgleichsberechnung einbezogen wird.

Text: Birgit Schwerter, Rechtsanwältin

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