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FEHLSTART? | Nur Impfstoff für 400 Impfungen je Woche für beide Kreisimpfzentren verfügbar

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15.01.2021 | Am Freitag, den 22. Januar, gehen im ganzen Land die Kommunalen Impfzentren (KIZ) in Betrieb, darunter auch die beiden Einrichtungen im Landkreis Karlsruhe im früheren Praktiker-Baumarkt in Bruchsal-Heidelsheim und in der E.G.O.-Halle in Sulzfeld.

Anfangs werden sie an drei Tagen geöffnet sein: freitags ab 13.00 Uhr und sonntags sowie mittwochs jeweils ab 09.00 Uhr. Ganz wichtig: Geimpft werden kann nur der, der zuvor einen Impftermin vereinbart hat! Das ist ausschließlich online über www.impfterminservice.de oder über die bundesweite Sonderrufnummer 116117 möglich. Am 19. Januar können ab 08.00 Uhr Termine gebucht werden.

Impfberechtigt sind zunächst nur Personen, die besonders hoch gefährdet sind an COVID-19 schwer zu erkranken oder sich mit SARS-CoV-2 anzustecken. Dazu zählen alle Menschen über 80 und alle Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie auch Mitarbeiter, die in Pflegeheimen, Intensiv- und Covidstationen von Krankenhäusern, Rettungsdiensten und vergleichbaren Bereichen wie z.B. Dialysezentren, ambulante Pflegedienste, COVID-Abstrichstellen oder Corona-Schwerpunktpraxen arbeiten.

Aktuell pro Woche nur 200 Impftermine je Impfzentrum verfügbar.

„Es wird am Anfang nicht möglich sein, allen Terminwünschen zu entsprechen“, dämpft Landrat Dr. Christoph Schnaudigel Erwartungen auf einen schnellen Impftermin. Zu gering sind die gelieferten Mengen in der Anfangszeit: So bekommt jedes Kreisimpfzentrum im Rhythmus von 14 Tagen 975 Impfdosen. Von diesem Kontingent müssen aber sowohl die mobilen Impfteams „bedient“ werden, von denen am Anfang je eines pro KIZ stationiert ist und die vor Ort in die Pflegeheime fahren, als auch die Berechtigten in den Krankenhäusern und anderen besonders schutzbedürftigen Bereichen. Für beide Gruppen sind jeweils 30% des Impfstoffs vorgesehen. Der größere Teil von 40% geht in das Impfzentrum, was bedeutet, dass für die Allgemeinheit pro Woche um die 200 Impftermine angeboten werden können. Es ist davon auszugehen, dass die Termine jeweils in kürzester Zeit vergeben sind.

Wenn sich das nicht verbessert, brauchen wir bis März allein für die Pflegeheime

„Diese Situation ist sicher nicht befriedigend“, sagt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, der vorrechnet, dass es bei den angekündigt gelieferten Impfstoffmengen bis März dauert, um allein die Pflegeheime durchzuimpfen, „aber es kann nun mal nur verimpft werden, was vorhanden ist.“ Schuldzuweisungen in welche Richtung auch immer hält er für unangebracht, wichtig sei, dass die berechtigten Personen strukturiert Impfungen angeboten bekommen und jede verfügbare Impfdose auch tatsächlich verimpft wird.

Dass Termine ausschließlich digital über das Internet, oder – wer keinen Onlinezugang hat – im persönlichen Gespräch über die Rufnummer 116117 vergeben werden, hat den Hintergrund, dass alle Impfzentren bundesweit standardisiert sind und überall die gleichen Systeme zum Einsatz kommen. Anders wäre ein reibungsloser Ablauf gar nicht zu bewältigen.

Eine alternative Terminvergabe z.B. durch das Gesundheitsamt oder direkt im Impfzentrum ist nicht möglich.

Auch wenn es schwerfalle, bleibe momentan nichts anderes übrig, als sich geduldig online oder telefonisch um einen Termin zu bemühen, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregelungen zu halten und persönliche Kontakte so weit wie möglich zu beschränken. Sobald mehr Impfstoff geliefert wird, werde sich die Situation bessern, so der Landrat, der darauf hinweist, dass die Kommunalen Impfzentren auf 750 Impfungen pro Tag, die zentralen Impfzentren sogar auf 1.500 Impfungen pro Tag im Mehrschichtbetrieb ausgelegt sind. „Wir können das jederzeit aktivieren“, versichert der Landrat, ebenso wie ein weiteres Mobiles Impfteam pro Kommunales Impfzentrum. Voraussetzung dafür ist, dass diese Mengen auch tatsächlich zur Verfügung stehen.

Ein weiteres Kommunales Impfzentrum hat die Stadt Karlsruhe in der Schwarzwaldhalle eingerichtet. Auch dort ist es möglich, Impftermine zu bekommen, ebenso im Zentralen Impfzentrum in der Messe Karlsruhe in Rheinstetten sowie generell an allen Impfzentren.

Alle Informationen sind auch auf der Homepage des Landratsamtes bzw. auf dem gemeinsamen mit der Stadt Karlsruhe betriebenen Corona-Portal abrufbar.

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4 Feedback

  1. Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ……

    Hoffentlich verbessert sich das online-Verfahren zur Impfterminvergabe. Was soll eine Vermittlungsnummer, wenn man dann doch keinen Termin bekommt. Was sollen die Terminangebote, wenn sie bereits belegt sind. Könnte man nicht erwarten, dass nur freie Termine angeboten werden?

    Impftermine beim Hausarzt werden oft von der Arzthelferin durchgeführt – warum geht dies bei Corona nicht? Es wäre wirklich zu einfach gewesen, wenn man innerhalb des real’s eine Impfstation für jedermann errichtet hätte.

    Ein Blick über die Grenzen wäre manchmal auch hilfreich!

  2. Es klappte super in Rheinstetten!Nur leider zu weiterWeg für Gehbehinderte , die mit der S-Bahn kommen wollen.Der Eingang ist auf der Ostseite!

  3. Warum ist Baden-Württemberg das Schlusslicht in der Impfstatistik des RKI vom 15.1.2021? Angeblich bekommt jedes Bundesland anteilig zur Bevölkerungsgröße jeweils gleichviel Impfstoff. Trotzdem ist BW das einzige Bundesland mit einstelliger Impfquote (9,8 pro 1000 Einwohner)! Offensichtlich kommt entweder weniger Impfstoff in BW an, oder er wird nicht zügig verimpft! Gegen letzteres sprechen aber leere und aus Impfstoffmangel sogar nur zeitweise geöffnete Impfzentren.
    Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären?
    Lautet das neue Motto von Baden-Württemberg jetzt „Wir können alles. Außer Impfen“?

    • Landfunker-Redaktion

      Hallo Matthias,
      manchmal gibt es plausible Erklärungen und es muss nicht am Versagen der Verantwortlichen liegen. Laut Recherche des SWR liegt es an den unterschiedlichen Impfstrategien der Länder. Baden-Württemberg hält die Seren für die zweite Impfung in Reserve zurück, um sicherzustellen, dass eine zweite Impfung auch durchgeführt werden kann, während z.B. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern alles verimpft, was da ist, in der Hoffnung, dass später dann genug Impfstoff verfügbar ist.
      Insofern mögen die Impf-Planer in Baden-Württemberg entlastet werden. Aus unserer Sicht mangelhaft ist allerdings die Informationspolitik hierzu.

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