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Alfred Köhler, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Wiesental

Haus & Garten | Süßes Gemüse – So wird‘s was im Gemüsebeet

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Was ist jetzt im Monat April für den Bereich des eigenen Gemüsegartens zu beachten? Was ist wichtig? Gemüse zuhause anzubauen, das wird immer beliebter. Doch welche Gemüsesorten eignen sich und worauf sollte man beim Saatgut achten? Darüber informiert Alfred Köhler, Experte als Obstbau-Fachwart und Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Wiesental:

Was ist grundsätzlich zu empfehlen?

Bevor es los geht, sollte unbedingt eine Planung des Gemüsebeets und des jeweiligen Anbaus erstellt werden. Egal, ob Gemüse selbst ausgesät oder Pflanzen im Handel gekauft werden, es sollten möglichst robuste Gemüsesorten sein.

Welche Sorten sollte man wählen?

Bei der der Sortenwahl sollte man darauf achten, dass sie klimatisch in unsere Region passen. Empfehlenswert sind alte Gemüsesorten, weil sie sich über Generationen an unser Klima angepasst haben. Zu beachten ist jedoch, dass es sehr gute und resistente Neuzüchtungen gibt. Deshalb Augen auf beim Saatgutkauf!

Wie soll der Boden bearbeitet werden?

Eine sinnvolle Bodenbearbeitung ist die beste Voraussetzung für ein gutes Wachstum. Leichte Böden nur lockern, nicht umgraben! Bei schweren Böden ist es sicherlich angebracht, hierbei die Fläche richtig umzugraben. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff an die Wurzeln der Pflanzen.

Ist ein Gartenplan zu erstellen?

Ja, das ist wichtig: Denn Bodenmüdigkeit entsteht durch Monokultur, die immer weniger Erträge bringt und die Gemüsepflanzen krankheitsanfälliger macht. Durch den immer gleichen Anbau der gleichen Pflanzen auf demselben Beet werden Stoffwechselausscheidungen der Pflanzenwurzeln in den Boden gebracht. Dadurch werden die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben negativ beeinflusst.

Ist eine Gründüngung sinnvoll?

Auf Gemüsebeeten, die erst später bepflanzt werden, ist es sinnvoll, eine Gründüngung einzusäen. Beispielsweise Spinat, er ist gleichzeitig als Gemüse für die Küche und als Mulch-Material hervorragend geeignet. Am besten in Reihen aussäen und in die „Gassen“ pflanzen. Was für die Küche nicht gebraucht wird, wird einfach mit einer scharfen Hacke kleingehackt und als Mulch verwendet. Die weiche Wurzel bleibt im Boden und wird zu wertvollem Humus.

Was heißt Fruchtfolge?

Wenn man über mehrere Jahre auf dem gleichen Beet Gemüse anbauen will, muss auf die Einhaltung der Fruchtfolge geachtet werden. Hierbei handelt es sich um die Reihenfolge, in der jedes Jahr Gemüsepflanzen angebaut werden. Das heißt, man muss Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer weiterwandern lassen. Wir unterscheiden folgende Gruppen: Starkzehrer mit Kohlsorten, Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Lauch, Sellerie und Kürbis. Mittelzehrer mit Zwiebeln, Möhren Rote Bete, Fenchel, Salate, Spinat, Radieschen, Kohlrabi. Schließlich Schwachzehrer mit Bohnen, Erbsen und die meisten Kräuter.

Kann auf dem Balkon Gemüse angebaut werden? Was ist zu beachten?

Die meisten Gemüsesorten können auch auf dem Balkon angebaut werden. Hierfür eignen sich ausreichend große Kübel. Oder einfach einen Sack Blumenerde flach auf eine Folie legen, dies wegen der Feuchtigkeit, und den Sack oben aufschneiden. Von Tomaten, Gurken, Paprika über Sellerie, Möhren und Salat bis zu den Radieschen kann alles darin gepflanzt werden.

Welches Gemüse sich mit welchem verträgt und nebeneinander gepflanzt werden darf, erfahren Sie im aktuellen WILLI, auf S. 24/25 im Haus&Garten-Spezial

Text & Foto: Werner Schmidhuber

Aus RegioMagazin WILLI 4/21

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