2022 wurde eine Regenmaschine zur Bewässerung von Neuanpflanzungen im Wald angeschafft. Foto: Gemeinde Graben-Neudorf

GRABEN-NEUDORF | Gemeinde pflanzt 4.700 neue Bäume im Gemeindewald

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9.3.2023 | Unter der Leitung von Bürgermeister Christian Eheim tagte am Dienstag (5. März 2023) die Arbeitsgruppe „Zukunft Gemeindewald“ der Gemeinde Graben-Neudorf.

Revierleiter Maurice Köhler berichtete, dass in diesem Frühjahr 4.700 neue Bäume im Gemeindewald gepflanzt werden. Die Gemeinde setzt bei den Neuanpflanzungen hauptsächlich auf die Baumarten Hainbuche, Trauben-Eiche, Edel-Kastanie und Linde. Pflanzorte befinden sich sowohl im Tiefgestade im Bereich „Schwarzer Weg“ als auch im Hardtwald. Eine positive Zwischenbilanz zog Revierleiter Maurice Köhler mit Blick auf die Bewässerung der Neuanpflanzungen. In den zurückliegenden Jahren hatte die Gemeinde Graben-Neudorf für Aufsehen gesorgt, weil stationäre und mobile Bewässerungsanlagen im Wald zur Bewässerung der neuen Kulturen eingesetzt werden. Hierzu wurden in Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr inzwischen drei neue Brunnen im Wald angelegt. Die Brunnen sollen zudem bei Waldbränden die Feuerwehr mit Löschwasser versorgen.

2022 wurde auch eine mobile Regenmaschine angeschafft und zur Bewässerung von Neuanpflanzungen eingesetzt. Besondere Dank gelte dem Bauhof der Gemeinde Graben-Neudorf, der bei der Bewässerung stark engagiert sei, so Maurice Köhler.

Kritisch diskutiert wurde die Vergabe von Brennholz.

„Die Nachfrage nach Brennholz steigt, während die verfügbare Holzmenge sinkt“,

berichtete Lothar Himmel vom Landratsamt Karlsruhe. Die Entbürokratisierung des Vergabeverfahrens solle unbedingt im Blick behalten werden, so die einhellige Meinung in der Arbeitsgruppe.

Auch zum Verlauf des bundesweit einmaligen Pilotprojekts „terra preta“ berichtete Revierleiter Maurice Köhler.

Hierfür wurden 1200 Quadratmeter Wald mit „terra preta“, der sogenannten Inka-Erde, wiederaufgeforstet. Über vier Jahre wird das Projekt von der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Universität Hohenheim wissenschaftlich begleitet.

Schon vor Jahrhunderten stellten die Ureinwohner Südamerikas im Amazonas-Gebiet „terra preta“ her. Der Begriff stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet auf Deutsch übersetzt „schwarze Erde“. Sie ist besonders nährstoffreich und kann viel Wasser speichern. Die für das Projekt benötigte „terra preta“ stellte die Gemeinde aus Pflanzenresten und Holzkohle selbst her. Diese wurde als Starthilfe für die klimaresistenten Mischwaldsetzlinge im trockenen Sandboden der Pflanzflächen eingebracht und soll dafür sorgen, dass diese nicht gleich wieder vertrocknen.

Auf Anregung des Graben-Neudorfer Gemeinderates und der Bürgerinitiative „HumuStutensee“ wurde dieses Leuchtturm-Projekt auf den Weg gebracht. „Jeder klimaresistente Baum, der gepflanzt wird und überlebt, ist ein Stück Zukunft. Deshalb sind der Gemeinde Projekte wie dieses besonders wichtig“, betonte Bürgermeister Christian Eheim.

„Der Aufwand, den die Gemeinde Graben-Neudorf zur Rettung des Waldes betreibt, ist enorm“,

so Bürgermeister Christian Eheim. Er danke insbesondere dem Gemeinderat für die große Unterstützung und die aktive Mitarbeit bei den Bemühungen, den nachfolgenden Generationen einen intakten Wald zu übergeben.

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