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Gondelsheim | Gemeinde teilt erste selbstgenähte Mundmasken an Senioreneinrichtungen aus

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03.04.2020 | Spätestens seit Österreich angekündigt hat, eine Mundschutzplicht in Supermärkten einzuführen, nimmt die Diskussion in der Öffentlichkeit und den Social Media einen breiten Raum ein. In Gondelsheim hat Bürgermeister Markus Rupp bereits in der letzten Woche mit Georgia Willy, ihres Zeichens Vorsitzende der Landfrauen in Gondelsheim, Kontakt aufgenommen. Seine Anfrage: „Könntest Du und Mitstreiterinnen eventuell Mund- und Atemmasken nähen?“

Spontan entwickelte sich daraus ein unbürokratisches Projekt: Geeigneter Baumwollstoff aus Bruchsal wurde ebenso organisiert wie Rat und Draht aus Obergrombach. Und sofort haben Georgia Willy, Anna Gallo und Kathrin Walker fleißig begonnen zu nähen.

In den Medien, aber auch als allen Krisenstäben hat Rupp entnehmen müssen, dass Schutzausrüstung leider teilweise doch ein rares Gut ist. Eine Antwort darauf: Selbstgenähte Mundmasken, die natürlich nicht die Qualität wie FFP2- oder gar FFP3-Masken, haben so die Experten. Aber klar ist auch, sie sind besser als nichts. Denn das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist unzweifelhaft sinnvoll, um andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Auch eine selbst hergestellte Mund-Nasenmaske hält Tröpfchen beim Husten und Niesen zurück, die das Virus übertragen könnten. Die psychologische Wirkung beim Tragen von Masken, nämlich das Gefühl von Sicherheit darf zudem nicht unterschätzt werden.

Der von der Gemeinde Gondelsheim gestellte Baumwollstoff muss nach Gebrauch immer wieder im Kochwaschgang gewaschen werden.

Die ersten selbstgenähten Masken sind am vergangenen Mittwoch nach einem Telefonat zwischen Bürgermeister Markus Rupp und der Leiterin des Seniorenhauses „Schlossblick“, Frau Hölzle, dorthin gegangen. Als Ergänzung zum hochwertigen Schutz anderer Masken. Weitere genähte Masken werden in Kürze an die Bewohner der Betreuten Seniorenwohnanlage „Am Saalbach“ ausgegeben.

Die Gemeinde Gondelsheim bittet aber zu beachten: Die Masken filtern nicht die Atemluft und bieten keinen abschließenden Schutz vor Infektionen. Sie können aber das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da sie die Verteilung von Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen, verhindern. Eine Haftung für die Wirksamkeit oder sachgerechte Verwendung wird nicht übernommen. Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr, so die Gemeindeverwaltung Gondelsheim.

Pressemitteilung der Gemeinde Gondelsheim vom 02.04.2020

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