fbpx
Foto: Stephanie Bauer

Gondelsheim | eigener Weg beim Erhalt schützenswerter Bäume

Lass das deine Freunde wissen!

14.04.2021 | Gemeinde setzt auf Freiwilligkeit und gewinnt prominente  ehrenamtliche Unterstützer

Den Erhalt alter Bäume haben sich viele Kommunen auf die Fahnen geschrieben. Bei der Frage hingegen, wie sich dieses Ziel am besten erreichen lässt, geht Gondelsheim einen unüblichen Weg.

„Wir setzen auf positive Anreize, wollen die Menschen motivieren und unterstützen bei der Pflege“, sagt Bürgermeister Markus Rupp.

Eine Vorgehensweise, der die Gondelsheimer Försterin und Expertin für Naturschutz Stephanie Bauer viel abgewinnen kann: „Die meisten setzen auf den Verordnungsweg. Dabei ist es wichtig, die Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig der Erhalt alter Bäume für Klimaschutz, Bodenschutz und Insektenschutz ist.“ Gemeinsam mit ihrem Förster-Kollegen Christian Feldmann hat sie sich daher ehrenamtlich bereit erklärt, den Gondelsheimer Weg mitzugestalten. Beide haben hierzu die Konzeption für das Gondelsheimer Baumkataster ausgearbeitet.

Im ersten Schritt erhielten rund 170 Bürgerinnen und Bürger Post von der Gemeinde. Sie alle besitzen auf Gondelsheimer Gemarkung Wiesen, Gärten und Äcker, auf denen erhaltenswerte Bäume stehen. Im Fokus stehen alte und vor allem landschaftsprägende Bäume, insbesondere Obstbäume. In dem Brief befindet sich das Angebot der Kommune, den Baum in ein Baumkataster aufzunehmen und bei der Pflege zu unterstützen.

„Insgesamt handelt es sich um ungefähr 350 besonders schützenswerte Bäume im Außenbereich“, berichtet Bürgermeister Rupp.

Dazu zählen ebenfalls solche Exemplare, die auf kommunalem Grund stehen. Die Vorauswahl haben Bauer und Feldmann durch gute Ortskenntnisse und vor allem durch Luftbilder getroffen. Als Erfassungskriterien dienen unter anderem Baumart, Stammumfang, geschätztes Alter, Höhe, Gesundheitszustand oder auch die Frage, ob es im Stamm beispielsweise Höhlen für Käuze gibt.

Erteilen die Grundstückseigentümer ihr Einverständnis, erfolgt ab Mai bis in den Herbst die genaue Untersuchung vor Ort und Registrierung der Bäume im Kataster. „Dadurch entstehen keinerlei Kosten oder sonstige Verpflichtungen“, betont Bürgermeister Rupp die Freiwilligkeit und ergänzt: „Es liegt doch in unser aller Interesse, das Landschaftsbild zu schützen und zu erhalten.“

Deshalb erhalten alle, die mitmachen entsprechende Unterstützung. Dafür konnte der ehemalige Kreisbrandmeister Thomas Hauck gewonnen werden. In seiner Funktion als ausgebildeter und erfahrener Baumwart – auch inzwischen in Diensten der Gemeinde Gondelsheim – steht er als Ansprechpartner für die Baumpflege zur Verfügung. Und auch der 1. Vorsitzende des Bezirks- Obst- und Gartenbauverein Bruchsal, Günter Kolb hat seine Mitwirkungsbereitschaft signalisiert.

„Das große ehrenamtliche Engagement verdient unser aller Respekt und zeigt gleichzeitig den Stellenwert des Baumkatasters für Gondelsheim“, betont Rupp und hofft nun bis Ende April auf eine entsprechend rege Beteiligung der Baumbesitzer.

 

 

Kommentieren?
Ja bitte, denn eine offene Diskussion fördert das Miteinander.
Bitte achten Sie dabei auf unsere Kommentarregeln (Info)

Hier geht es zum Kommentarfeld >>>

 

 

 

close

Kurze Unterbrechung!

Schon gewusst? Der Landfunker-Newsletter informiert dich über die Region zwischen Kraichgau und Rhein.

Unser Newsletter erscheint jeweils freitags für alle, die das Wichtigste zusammengefasst haben möchten.

Hier kannst du einen Beispiel-Newsletter sehen!

Bei Nichtgefallen kannst du ihn jederzeit mit einem Klick am Ende des Newsletters abbestellen.

WICHTIG: Solltest du in den nächsten Minuten keine Bestätigungsmail von uns bekommen, so überprüfe bitte deinen SPAM-Ordner. Ohne die Bestätigungsmail können wir dir keinen Newsletter schicken.