Rathaus Forst

Forst | Ein verantwortungsvoller Umgang mit Corona – stillstehen oder weitermachen?

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24.06.2020 | Haushaltsverabschiedung verschoben, Corona-Verdacht nicht bestätigt

Die Corona-Restriktionen sind gelockert, die Menschen genießen ihre zurückgewonnene Freiheit, Hygiene- und Abstandsregeln verlieren langsam, aber sicher ihre Priorität. Die Sonne im Gesicht, die offenen Cafés und vollen Einkaufsstraßen machen die Einschränkungen der letzten Wochen beinahe vergessen. Doch wie schnell uns die Corona-Realität wieder einholen kann, zeigte sich am gestrigen Montag in Forst.

Bernd Killinger, Bürgermeister Forst/Baden
Bürgermeister Bernd Killinger aus Forst

Corona-Verdacht – Was nun?

Bürgermeister Bernd Killinger musste die für den Abend angesetzte Haushaltssitzung des Gemeinderats verschieben. Killingers Frau wurde aufgrund von Hals- und Kopfschmerzen auf das Coronavirus getestet und wartete zu dieser Zeit auf das Ergebnis. Der Bürgermeister stand nun vor der schwierigen Entscheidung, die Haushaltsitzung abzuhalten – in dem Wissen, dass das Testergebnis seiner Frau noch nicht vorlag und er mit seinen Kollegen über mehrere Stunden in einem Raum sitzen würde – oder aber sich als Kontaktperson Nummer eins zurückzuziehen und die Sitzung zu verlegen. Killinger, der in dieser Sache auch mit den Gesundheitsbehörden in Kontakt war, erwog es letztendlich als verantwortungsvoller, die Sitzung nicht stattfinden zu lassen.

Reaktionen aus Killingers Umfeld

In Killingers Umfeld reagierten die Leute verständnisvoll auf seine Entscheidung, zeigten Mitgefühl. Gleichzeitig wurden Vorwürfe laut, Familie Killinger würde sich wohl selbst nicht an die Hygienevorschriften halten. Auch Unsicherheit machte sich breit, so wandten sich Bekannte mit sachlichen Fragen an den Politiker, beispielsweise wie sie sich verhalten müssen, wenn sie in den letzten Tagen Kontakt zur Familie hatten. Wie verhält man sich richtig, in einer Situation, für die es keine Anleitung gibt? Stillstehen oder weitermachen? Eine schwere Entscheidung!

Noch immer kein Haushalt für Forst

Die Leitung der wichtigen Haushaltssitzung wollte Killinger unter keinen Umständen abgeben. Von besonderer Bedeutung ist für den Bürgermeister außerdem seine Haushaltsrede. Denn die Gemeinde Forst steht mit 3,8 Millionen Euro Schulden vor einer großen Herausforderung.

Haushaltssitzung am 29. Juni

Auf die Frage, ob die Vertagung der Sitzung etwas Gutes hat, antwortet Killinger ganz klar mit „Nein!“ – für ihn stellt es eher eine Belastung dar, etwas so Wichtiges wie den Haushalt weiter zu vertagen. Auch seine Rede sei gut, so wie sie ist und bedarf keiner weiteren Überarbeitung. Heute Morgen gab Killinger nun Entwarnung: Das Testergebnis war negativ. Damit steht dem Kontakt mit Dritten sowie der auf den 29. Juni verlegten Haushaltssitzung nichts mehr im Wege.

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