Seniorengang-Germania-Forst
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FORST :: Seniorengang – Fleißige Helfer im Waldseestadion

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„Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zum Waldseestadion in Forst gehen!“ Diese Männer mögen zwar nicht mehr die Jüngsten sein, doch schaffen können sie immer noch. Es geht um die Senioren des 1.FC Germania Forst, die sich jede Woche donnerstags auf dem Sportplatz versammeln und zusammen das Gelände instand halten. Es ist stets Verlass auf die Forster Herren, die bei Wind und Wetter gemeinsam werkeln, streichen, fegen und sich am Ende mit einem deftigen Vesper verdient belohnen.

Renovierungsarbeiten: Wespennester entfernen gehört dazu
Renovierungsarbeiten: Wespennester entfernen gehört dazu

Dieses Mal durften WILLI und KTV dabei sein, als sich die Forster Seniorengang, wie man sie eigentlich nennen könnte, bestehend aus 17 ehemaligen Fußballern im Alter zwischen 64 und 89 Jahren, auf dem Sportplatz versammelte. „Hier geht’s lustig zu – ab und an auch ein wenig laut“, so die Herren. Genauso unterhaltsam und keineswegs langweilig war es, als der Rentnertrupp sich zur allwöchentlichen Putz- und Aufräumaktion aufmachte. Jeden Donnerstag von neun bis zwölf pflegen die Senioren mit wachsamen Augen den Platz, wobei kein Fleckchen ausgelassen wird. Sei es Rasen mähen, Unkraut jäten oder anfallende Renovierungsarbeiten erledigen, jeder hat seine Aufgabe und erfüllt diese mit viel Eifer.

Ältester Ballwart

Die Truppe um die fleißigen Senioren wurde bereits 1993 von Hubert Leibold gegründet. Nach 60 Jahren ist er noch immer im Dienst als Ballwart, was wahrscheinlich einzigartig in Deutschland ist. Seine Leidenschaft für Fußball wurde ihm schon in die Wiege gelegt, denn er wuchs bereits in einer Fußballerfamilie auf. Der Großvater war Gründungsmitglied des FC und auch der Vater kickte das schwarz-weiße Leder auf dem Forster Platz. Beim ersten Treffen der Senioren am 1. September 1993 wurde sich bereits auf den Donnerstag als Arbeitstag geeinigt, doch wollte man es nicht nur beim Putzen und Aufräumen belassen- eine deftige Brotzeit sollte als Belohnung folgen. So ist es bis heute geblieben, erst wird gearbeitet und dann kommt das Vergnügen.

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„Meine Frau weiß von nichts“

Deftige Hausmannskost im Kreise der Kumpels
Deftige Hausmannskost im Kreise der Kumpels

Punkt zwölf wird der Spaten fallen gelassen und der gemütliche Teil mit Vesper und kühlem Bierchen kann beginnen. Wichtig, auch das Kochen ist reine Männersache beim Rentnertrupp!

Richtige Hausmannskost mit Bratwurst, Soße, Zwiebeln und Brot gab es dieses Mal!  „Meine Frau weiß von nichts“, so Edwin Gerber, der an diesem Tag  den Koch mimte, aber den Kochlöffel zu Hause seiner Frau überlässt. Jaja, genau so, liebe Ehefrauen, geht es  auf dem Sportplatz tatsächlich zu, wenn sich die Senioren des 1. FC Germania Forst mit viel Freude und Elan  zur Arbeit versammeln. Auch wenn die Mitglieder der Rentnergang nicht mehr selbst aktiv spielen können, halten sie ihre Treue zum Verein und besuchen jedes Heimspiel im Waldseestadion, denn so pflegen die goldigen Oldies zu sagen: „Spielen können wir zwar nicht mehr, aber kritisieren können wir trotzdem.“

Text: Julienne  Bauer, Fotos: egghead Medien

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