Bei einer Online-Veranstaltung mit über 80 Teilnehmenden diskutierten die FDP-Politikerin und Familienrechtsexpertin Katrin Helling-Plahr MdB und der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung über das Thema „Kinder in Trennungssituationen - Kindeswohl braucht Papa und Mama“. | Foto-Collage: TJ/Pixabay)

FDP | PM | Freie Demokraten fordern modernes Recht für starke Familien

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21.07.2021 | FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung diskutierte mit Familienrechtsexpertin Katrin Helling-Plahr MdB (FDP) und dem Verein Väteraufbruch für Kinder über fortschrittliche und zeitgemäße rechtliche Rahmenbedingungen für Familien

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Von der Trennung der Eltern sind in Deutschland jährlich rund 300.000 Kinder betroffen. Damit erlebt etwa jedes dritte Kind die Scheidung oder Trennung seiner Eltern. Die meisten davon leiden an den Folgen, denn die Aufrechterhaltung der Beziehung der Kinder zu beiden Eltern gestaltet sich häufig schwierig.

Unter dem Titel „Kinder in Trennungssituationen – Kindeswohl braucht Papa und Mama“ debattierte der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung (Wahlkreis Bretten) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins „Väteraufbruch für Kinder“ über die Frage, wie ein modernes Familienrecht das Kindeswohl fördern kann.

„Unser Familienrecht braucht dringend ein Update – im Sinne unserer Kinder“ unterstrich Jung, der zur digitalen Gesprächsrunde mit über 80 Teilnehmenden auch die Hagener Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr, Familienrechtsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, begrüßen konnte.

„Viele Eltern möchten die Kinder auch nach der Trennung gemeinsam erziehen“ erklärte Jung, „die Politik muss die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierfür schaffen und insbesondere vorsehen, dass die Erziehungs- und Unterhaltsverantwortung gemeinschaftlich ausgeübt werden kann, wenn das Kindeswohl dem nicht entgegensteht“.

Die Freie Demokraten wollen daher das sogenannte „Wechselmodell“ zum gesetzlichen Leitbild bei der Betreuung minderjähriger Kinder nach einer Trennung der Eltern machen. „Beide Eltern sollten berechtigt und verpflichtet sein, sowohl für den Unterhalt als auch für die Betreuung mit einem substantiellen Anteil zu sorgen“ betonte dazu die Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr.

„Die Rechtsprechung orientiert sich weiterhin vor allem am Leitbild des Residenzmodells, da dieses Anknüpfungspunkt zahlreicher rechtlicher Regelungen ist. Hier fordern die Freien Demokraten ein Umdenken. Das Wechselmodell, verstanden als eine Betreuungsregelung, die beide Eltern auf Augenhöhe an der Erziehung des gemeinsamen Kindes nach Trennung und Scheidung beteiligt, wird im deutschen Familienrecht bislang noch nicht abgebildet.

Auch der Verein Väteraufbruch für Kinder, in dem inzwischen ebenso immer mehr betroffene Mütter aktiv sind, hat durch Erfahrung in vielen Familienrechtsprozessen und den Zusammenschluss zahlreicher Betroffener diese Problemfelder identifiziert und versucht durch präventive Aufklärungsarbeit sowie durch aktive Beratungs- und Beistandstätigkeit die Situation zu verbessern.

Eine Mutter und ein Vater schilderten dabei eindrücklich, wie ihre Trennungssituation verlaufen ist und mit welchen Problemen beide in Bezug auf die weitere Kindeserziehung zu kämpfen haben.

Bei der Anwendung des vereinbarten oder angeordneten paritätischen Wechselmodells treten in der Praxis Probleme auf, für die das deutsche Familienrecht zunächst keine Lösungen bereithält. Deshalb setzen sich die Liberalen mit einem Zehn-Punkte-Plan für eine Reform des Familienrechtes ein, mit dem u.a. auch das Umgangsrecht der Großeltern mit den Enkelkindern verbessert werden soll.

Jung stellte dazu fest, dass das gemeinsame Erziehen nach einer Trennung in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen werde: „Unsere Kinder brauchen keine gesetzlichen Regelungen, die Streit zwischen ihren Bezugspersonen befördern. Sie brauchen ihre Eltern.

Unsere Gesetze dürfen nicht zur regelmäßigen Folge haben, dass Beziehungen leiden oder sogar abbrechen und Kinder in Loyalitätskonflikte stürzen“ betonte der liberale Landtagsabgeordnete. „Unsere Kinder haben es verdient, dass der Gesetzgeber endlich überkommene Rollen- und Familienbilder über Bord wirft und ein kindeswohlzentriertes Familienrecht gestaltet.“

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