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FAQ zum Corona-Virus

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27.02.2020 | Das neuartige Corona-Virus ist in aller Munde, dennoch herrscht noch viel Ungewissheit in der Gesellschaft. Wir Landfunker-Redakteure haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Auswahl aktueller Artikel zur weiteren Information:

Warum Covid-19 ansteckender ist als Sars
„Enorme Mengen Virus im oberen Rachenbereich“
Forscher beginnen zu verstehen, warum das Coronavirus so viel infektiöser ist als das Sars-Virus von 2003. Das hat Konsequenzen für die Bekämpfung

Zu einem ausführliche Artikel im Tagesspiegel

Die Angst vor Unbeherrschbarem
Ein Psychater und Angstforscher hat Verständnis, findet Angst und Panik dagegen unbegründet
“Vor Covid-19 fürchten wir uns, Influenza verharmlosen wir”

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, die von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) reichen.

Das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 stammt vermutlich von Wildtieren. Es wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan (China) angesteckt haben.

Wie verbreitet ist das Virus?

Weltweit wurden bislang 81.245 Fälle von Corona-Erkrankungen gemeldet, davon sind 2.770 Patienten verstorben. In Deutschland sind bislang nur 18 laborbestätigte Krankheitsfälle bekannt (Stand 26.02.).

Nach Aussage des Robert Koch Instituts in Berlin wird eine weitere Verbreitung des Virus in Deutschland und auch weltweit als wahrscheinlich angesehen.

Ist das Virus mit der Grippe zu vergleichen?

Oftmals wird das Virus mit der bekannten saisonalen Grippe verglichen, da die Krankheitsbilder und Symptome ähnlich sind. Virologe Alexander Kekulé von der Universität Halle warnt allerdings vor diesem Vergleich und der damit einhergehenden Verharmlosung des Virus. Die Symptome seien zwar ähnlich, allerdings sei die Sterblichkeitsrate durch Erkrankungen mit dem Corona-Virus um einiges höher als bei der üblichen Grippe. Mit einem Wert von 0,1% liegt die Fallsterblichkeit der Grippe deutlich unter dem geschätzten Wert des Corona-Virus von 0,5 bis 1%.

Wie überträgt sich das Virus?

Das Virus kann direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Eine Übertragung findet in Form einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion primär über Sekrete des Atemtraktes statt. Niesen, Husten und Händeschütteln sind bekannte Ansteckungsrisiken.

Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wie kann ich mich schützen?

Zur Vorbeugung von Erkrankungen sollten die auch bei Grippe geltenden Hygienemaßnahmen befolgt werden. So ist eine gründliche Handhygiene und die Einhaltung der üblichen „Hust- und Niesetikette“ zu beachten. Zudem sollte zu Erkrankten Personen ein Abstand von ca. 1 bis 2 m eingehalten werden. Organisatoren öffentlicher Veranstaltungen sollten besonders auf Hygiene und die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Sanitäranlagen achten.

Ist das Tragen einer Maske sinnvoll?

Wer an einer akuten respiratorischen Erkrankung leidet und zwingend in die Öffentlichkeit muss, kann durch das Tragen eines Nase-Mund-Schutzes die Ansteckungsgefahr für seine Mitmenschen verringern. Dabei ist wichtig, dass die Maske richtig sitzt und bei Durchfeuchtung gewechselt wird.

Es gibt allerdings keine Evidenz dafür, dass das Tragen einer Maske wirkungsvoll vor der Ansteckung schützt. Durch das Tragen einer Maske kann zudem ein falsches Gefühl der Sicherheit entstehen, wodurch andere, wirkungsvolle Schutzmaßnahmen, wie die allgemeine Handhygiene, weniger beachtet werden können.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit beträt 14 Tage. Auch während dieser Zeit können Erkrankte ansteckend sein.

Gibt es wirkungsvolle Medikamente/ Impfstoffe zur Bekämpfung des Virus?

Die Behandlung der Krankheit erfolgt, ähnlich wie die Behandlung von Grundkrankheiten wie Grippe und Erkältung, symptomatisch. Oftmals wird Bettruhe verordnet und mit Intravenösen Flüssigkeitsgaben sowie Antibiotika gearbeitet. Bei Schwellungen und Entzündungen können Kortisonpräparate verabreicht werden. In besonders schweren Fällen kann eine zusätzliche Beatmung notwendig sein.

Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie sowie ein wirkungsvoller Impfstoff stehen derzeit nicht zur Verfügung.

Stellt das Virus für eine bestimmt Personengruppe eine besonders große Gefahr da?

Zum Todesfall führte der Corona-Virus bislang hauptsächlich bei älteren Menschen und jenen mit schwereren Vorerkrankungen. Menschen, die an Krebs, Herz- oder Immunkrankheiten leiden seien besonders gefährdet. Gesunde Menschen würden eine Erkrankung mit dem Corona-Virus aufgrund der unspezifischen, grippeähnlichen Symptome oftmals gar nicht bemerken.

In welche Länder kann ich ohne Gefahr reisen?

Das Auswärtige Amt gibt Auskunft über die Gesundheitssituation in einzelnen Ländern. Hier können Sie Informationen zu spezifischen Ländern einsehen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Stellen importierte Waren eine Gefahr dar?

Das Übertragungsrisiko durch importierte Waren wird vom Bundesamt für Risikobewertung als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die Kontamination von Oberflächen und die Ansteckung durch Schmierinfektion ist zwar denkbar, aufgrund der Instabilität der Viren und deren geringer Überlebensdauer aber nur über einen kurzen Zeitraum möglich.

Wo finde ich weitere verlässliche Informationen zum Thema?

Das Robert Koch Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren auf ihren Webseiten ausführlich zum Thema Corona-Virus.

RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

BZgA: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Karlsruhe | Wie ist unser Landkreis auf eine Corona-Pandemie vorbereitet?

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