(v.l.) Landwirtschaftsdirektor Dr. Ulrich Kraft, Oberbürgermeister Martin Wolff, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Ortsvorsteher Martin Kern und Betriebsleiter Alexander Kern vor dem Kuhstall des Spitalhofs in Diedelsheim. | Foto: Stadt Bretten

DIEDELSHEIM | Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder zu Besuch auf dem Spitalhof

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31.07.2020 | Am Donnerstag machte sich Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder gemeinsam mit Landwirtschaftsdirektor Dr. Ulrich Kraft, Sandra Schüßler vom Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Karlsruhe und Oberbürgermeister Martin Wolff ein Bild vom Spitalhof von Alexander Kern im Brettener Stadtteil Diedelsheim.

„Ich bin hier, um für ein Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zu werben“, wandte sich Felder an den Leiter des Familienbetriebs, Alexander Kern, der seinen Hof konventionell bewirtschaftet, dabei aber die Leitlinien einer regenerativen Landwirtschaft genauestens einhält. Kern beteiligt sich etwa als Vorreiter beim Blühstreifen-Projekt „KomBlüh“ der Stadt Bretten, bei dem Bauern zwischen ihren Feldern Blühstreifen anlegen, um dem Artenschwund entgegenzuwirken und Nahrungsgrundlagen für Insekten zu schaffen. Gefördert wurde das Programm 2019 mit 20.000 Euro und ab 2020 mit 40.000 Euro. Und das Projekt ist ein Erfolg: 2019 beteiligen sich 14 Brettener Landwirte mit rund 13 Hektar Blühflächen am Förderprogramm, in diesem Jahr sind es bereits 18 Landwirte, die 45 Hektar Blühflächen angelegt haben.

Alexander Kern hat 50 Mutterkühe und Mastrinder im Stall. Geschlachtet wird ausschließlich in Gölshausen, verarbeitet wird das Fleisch in der hauseigenen Metzgerei und dann im  Hofladen verkauft. Wie sein Vater, Ortsvorsteher Martin Kern, ist Alexander Kern Metzger.

„Der Spitalhof ist ein Vorzeigehof. Wir brauchen diese Form der Landwirtschaft, die uns allen guttut“, erklärte Oberbürgermeister Martin Wolff.

Etwas Besonderes bei landwirtschaftlichen Familienbetrieben sei die funktionierende Verflechtung der Generationen, bei der die Umstellung der Produktion von der alten auf die junge Generation unkompliziert verlaufe, so Regierungspräsidentin Felder weiter, die landwirtschaftliche Betriebe in der Region besucht, um sich über die aktuelle Situation zu informieren.

Seit der Corona-Pandemie nehme die Bedeutung der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe zu. So achteten die Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend auf die regionale Herkunft der Lebensmittel. Viele hätten die Systemrelevanz der heimischen Landwirtschaft erkannt, die zu Recht mehr Wertschätzung erhielten.

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