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HOFLADEN EICHINGER :: Der Kraichgau braucht Eier

Jetzt dreht sich alles um das leckere Frühstücksei. Wo kommt es her und wie findet es seinen Weg auf unseren Tisch. Um einen Einblick in das Alltagsgeschehen auf einem Geflügelhof zu bekommen, durften wir auf dem der Eichingers in Bruchsal hinter die Kulissen schauen.

Richard Eichinger zeigte uns seine drei Ställe mit jeweils 1000 Hühnern. Um die Hühner an die Situation mit so vielen Menschen zu gewöhnen, stellte er erstmal Musik an. Die Hühner tummelten sich dann entspannt zwischen uns.

Musik für die Hühner

Im Stall ist alles vollautomatisch geregelt, somit können die Hühner rund um die Uhr mit Futter und Wasser versorgt werden. Das Dach der Stallanlage wird mit Wasser gekühlt, damit es innen immer ein wenig kühler ist als außen.

Auf dem Hof gibt es nur weibliche Tiere, die der Bauer erst als 18 Wochen alte Küken bekommt. Somit werden dort auch keine Jungtiere „aussortiert“, weil sich nur Weibchen auf dem Hof befinden. Diese dürfen dann in Ruhe ihre Eier legen.

Ein Huhn legt pro Jahr ungefähr 290 Eier, wohlgemerkt unter Idealbedingungen. Hennen brauchen beim Legen einen abgeschotteten und dunklen Platz, den sie hier im Stall unter den Sitzstangen finden. Vom Gesetzgeber werden nicht nur die Versorgung und die Stallgröße vorgegeben, sondern auch die Lichtstärke oder die Abstände zwischen den Trinkzapfen. Richard Eichinger kontrolliert zweimal täglich den Stall. Laut seiner Aussage wurde bei amtlichen Kontrollen noch nie etwas beanstandet.

9 Millionen Eier für Bruchsal

Die gelegten Eier werden mit einem Förderband aus den Legestellen geholt und nebenan zur Beschriftung, Sortierung und Verpackung transportiert. Mit einem Industriedrucker bekommen die Eier ihre typische Kennzeichnung und werden anschließend nach Gewicht sortiert und verpackt.

Seit 1961 werden auf dem Geflügelhof Eichinger Hühner gehalten. Abnehmer sind umliegende Hotels, Gaststätten, Bäckereien und Metzgereien. Die Eier werden zusammen mit anderen Produkten direkt auf dem Hof oder auf den Wochenmärkten in Bruchsal, Rot und Forst verkauft.

Im Jahr isst jeder Deutsche im Schnitt 220 Eier. Das bedeutet, dass die Stadt Bruchsal mit ihren rund 42.000 Einwohnern ungefähr 9 Millionen Eier verbraucht. Der Geflügelhof Eichinger produziert im Schnitt aber nur 850.000 im Jahr. Was für ein unvorstellbarer Produktionsaufwand das für das ganze Land bedeuten muss.

Übrigens: Über die Qualität und die Färbungen von Hühnereiern gibt es die wildesten Theorien. Die Farbe der Eier hat nichts mit der Farbe der Hühner zu tun, jedoch aber mit der Farbe der Ohrläppchen der Hühner. Sind sie rot, legt es braune Eier, sind sie weiß, sind auch die Eier weiß. Was sagt uns das? „Aha, Hühner haben also Ohrläppchen!“ 😉

Kernsätze:

Text & Bilder: egghead Medien