Demonstration gegen Winkraftanlage im Lußhardtwald bei Waghäusel
Demonstration gegen Winkraftanlage im Lußhardtwald bei Waghäusel

Bürgerinitiative hält Windpark für “ökologisch und ökonomisch unsinnig”

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Waghäusel-Kirrlach  17.11.2019 | Für die Rettung des Lußhardtwaldes im Norden des Landkreises Karlsruhe gab es am Samstag eine gemeinsame Demonstration von verschiedenen Bürgerinitiativen aus Waghäusel, Kronau, Bad Schönborn und St. Leon-Rot in Kirrlach.

Dazu kamen mehrere hundert Menschen, um friedlich gegen die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU zu protestieren, im nahen Lußhardtwald (Staatsforst) einen Windpark zu errichten.

Mit angeführt hat den Protestzug als einziger Abgeordneter aus der Region FDP-MdB und Regionalrat Christian Jung. Bei der Abschlusskundgebung sagte der liberale Abgeordnete, dass es erstaunlich sei, im Lußhardtwald zehn bis zu 240 Meter große Windkraftanlagen bauen zu wollen, da es dort keinen Wind gebe und mindestens elf Hektar Wald für die Anlagen gerodet werden müssten. Jung forderte die Landesregierung und vor allem die CDU und ihre Landtagsabgeordneten auf, gegen den “ökologisch und ökonomisch unsinnigen Windpark” Widerstand zu leisten und ihr Veto einzulegen.

“Marionetten der Grünen”

“Hier könnten die CDU-Landtagsabgeordneten und der für den Landesforst zuständige Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mit einem Veto und Einspruch zeigen, dass sie keine unbedeutenden Anhängsel und Marionetten der Grünen sind. Denn der Windpark muss nicht gebaut werden, wenn Baden-Württemberg als Waldbesitzer seine Pläne revidiert”, so Jung weiter. Er begrüße die Demonstration, die “ein starkes Zeichen für unsere Demokratie und Meinungsfreiheit” sei.

Grafik: Google/Gegenwind Lußhardt

Hintergrund zum Vorhaben Windenergieanlage im Lußhardtwald:

Die Fa. Wirsol GmbH aus Waghäusel-Kirrlach beabsichtigt im Lußhardtwald eine Windenergieanlage mit insgesamt 10 Windkrafträdern zu errichten. Die Höhe der einzelnen Windkrafträder soll 238,5 m betragen. Anliegende Gemeinden sind Kirrlach, Kronau und St. Leon-Rot sind etwa 1200 m entfernt. Eine im Juni 2019  gegründete „Bürgerinitiative“ hat sich die Verhinderung des Baus der Windenergieanlage zum Ziel gesetzt.

Die Bürgerinitiative bezweifelt wegen geringer Windleistung massiv die ökonomische Wirksamkeit einer solchen Anlage und nennt weitere Hauptkritikpunkte:

  • 10,8 ha Wald müssten gerodet werden
  • ein Teil der Windkrafträder im Wasserschutzgebiet des „Wassergewinnungszweckverbandes Hardtwald“ liegen und
  • die Anlage an dieser Stelle einen sehr massiven Eingriff in den Wald und die Natur und in die dort vorhandene Tierwelt (Greifvögel, Fledermäuse u.v.m.) darstellt.
  • gesundheitlichen Schäden, welche Windkrafträder in dieser Nähe zu Wohngebieten verursachen können. Die Windkrafträder haben zum Teil einen Abstand von nur 1.200 m zum OT St. Leon.
Zur Webseite der Bürgerinitiative “Gegenwind-Lusshardt”

(Fotos: MS/TJ)

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