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CORONA | Massive Kritik an Manne Lucha wegen 2G+ Regelchaos

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5.12.2021 | In einer Pressemitteilung erklärt sich der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung über die unkoordinierte Arbeit der grün-schwarzen Landesregierung und von Grünen-Sozialminister Manfred Lucha als besorgt

Bretten/Stutensee/Landkreis Karlsruhe. „Das 2G+ Regelchaos in Baden-Württemberg muss sofort beendet werden“, sagte FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung (Wahlkreis Bretten) am Sonntag (5.12.2021) nach verschiedenen Rücksprachen mit Kollegen aus der FDP/DVP-Landtagsfraktion wie der innenpolitischen Sprecherin Julia Goll MdL.

So äußert sich Jung konkret:

„Ich bin über die unkoordinierte Arbeit der grün-schwarzen Landesregierung und von Grünen-Sozialminister Manfred Lucha in den vergangenen Tagen sehr besorgt und halte diese für eine bodenlose Unverschämtheit“.

Am 2. Dezember 2021 habe die grün-schwarze Landesregierung strengere Regeln für den Zugang unter anderem zu Restaurants sowie Kultur- und Sportveranstaltungen angekündigt: 2G+, also Testpflicht auch für Geimpfte.

„Am 3. Dezember 2021 meldete dann um 17.45 Uhr der Südwestrundfunk SWR: Personen mit Boosterimpfung sind von der Testpflicht ausgenommen. So stand es in der Folge ebenso in der am gleichen Abend mal wieder viel zu spät notverkündeten Corona-Verordnung.

Am 4. Dezember 2021 um etwa 21 Uhr folgte eine weitere Überraschung: Diverse CDU-Landtagsabgeordnete veröffentlichen in den Sozialen Medien eine einheitliche Kachel mit Text, wonach die Ausnahme von der Testpflicht auch für alle gilt, deren Zweitimpfung/Genesung nicht länger als 6 Monate her ist.

Unterdessen sei von der Landesregierung und Sozialminister Lucha offiziell nichts zu hören. So werde das Chaos deutlich, da CDU-Landtagsabgeordnete nicht die Aufgabe haben, für die Regierung Notverordnungen vorher alleine zu verkünden. Das sei ebenso unklug, undurchdacht und problematisch, weil die Bevölkerung dadurch noch mehr verunsichert wird“, analysiert Jung weiter.

„Ständig wechselnde Regelungen sind eine Zumutung“

Im Ergebnis mache diese Ausweitung der Ausnahmen durchaus Sinn, so Jung. Auf diese Idee seien in den vergangenen Tagen auch viele Gastronomen aus der Region Karlsruhe gekommen und hatten im Kontakt mit FDP-Landtagsabgeordneten Christian Jung diese fehlende Logik der Ausnahme nur für „Geboosterte“ kritisiert. „Diese ständig wechselnden Regelungen sind eine Zumutung und Respektlosigkeit gegenüber allen Betroffenen, den Anbietern und Gästen in Gastronomie, Kunst, Kultur und Sport.

In den bald zwei Jahren der Pandemie wird von Bürgerinnen und Bürgern viel verlangt und die aller meisten bemühen sich redlich, alle Regeln zu befolgen. Da darf von den Regelmachern endlich etwas mehr Professionalität erwartet werden“, betont auch FDP-Landtagskollegin Julia Goll.

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4 Feedback

  1. Man muss sich das doch einfach mal auf der Zunge zergehen lassen:
    Die Regelung vom 4.12. in der in einer „Hau-Ruck“-Aktion Ausnahmen für Geboosterte beschlossen wurden, sah vor, dass man als frisch Doppelt-Geimpfter (mit 2 Wochen Wartezeit danach) einen tagesaktuellen Test brauchte, während ein Geboosterter sofort nach seiner Booster-Impfung diesen im Gegenzug aber nicht brauchte mit der Begründung, der Geboosterte sei besser geschützt!
    Da stellt sich zurecht die Frage nach der wissenschaftlichen Evidenz, denn auch eine Booster-Impfung muss die Immunabwehr des Körpers ersteinmal anregen, was sicherlich nicht nach Stunden oder 1, 2 Tagen abgeschlossen ist.

    Dieses Regelchaos ist nur ein Beispiel dafür, dass manche Menschen sich zurecht fragen, ob der Gesundheitsschutz wirklich noch das oberste Ziel der Maßnahmen sind oder ob es nicht um maximale Gängelung derjenigen geht, die mit der Impfung (aus welchen Gründen auch immer) noch zögern.

    Jetzt läuft demnächst bei der Mehrheit der Geimpften der Impfstatus aus, Impftermine sind an manchen Orten Mangelware, genauso wie die Impfung selbst. Man braucht den baldigen Booster aber, um nicht sozial komplett ausgegrenzt zu werden, was dann dazu führt, dass 20 Jährige mit 70 Jährigen um das knappe Gut konkurrieren!

    Laut RKI Wochenbericht machen die Ü60 Jährigen das Gros der intensiv-behandelten Patienten aus. Darunter ist auch eine nennenswerte Zahl an Geimpften. Wieso wird also im Ländle nicht das Impfen genau dieser Gruppe als Kraftanstrengung priorisiert. Wieso wird nicht dafür gesorgt, dass diese Menschen schnellstmöglich geboostert werden und wenn wir schon über eine Impfpflicht sprechen, wieso wird diese nicht zu allererst für diejenigen in Erwägung gezogen, die das allergrößte Risiko haben, schwer zu erkranken?!
    Das würde die Intensivkapazitäten (zwar nicht kurzfristig, aber mittelfristig) wirklich entlasten, es würde viel Leid bei Angehörigen ersparen und es würde den Druck auf den Rest der Bevölkerung und vor allem unsere Kinder enorm verringern.

  2. Die Frage ist jetzt: Was gilt überhaupt jetzt tatsächlich?
    Ich bin auch sauer, da ich mich ja sofort boostern lassen würde, aber meine vollständige Impfung erst etwas über 4 Monate her ist. Dann zur Testpflicht herangezogen zu werden, obwohl man zu frisch geimpft für den Booster, aber zu lang geimpft für die Testbefreiung, ist durchaus diskriminierend gegenüber denen, die bisher bei allen Maßnahmen mitgezogen sind.
    In einem Fall wie meinem wird der Druck zum Boostern an der falschen Stelle erzeugt, wenn man nach 4 Monaten noch gar nicht geboostert wird.
    Außerdem stehe ich mit Kind (12) vor dem Problem, dass der Booster erst ab 18 möglich sein soll. Was ist dann mit den Kindern, die geimpft wurden? Was soll man denen sagen, wenn es bald heißt, deine Impfung zählt nicht mehr?

    • Landfunker-Redaktion

      Es gilt 2G+ für den Besuch von Restaurants oder Kultur- und Sportveranstaltungen!
      Wenn Sie Ihre 2. Impfung erst vor 4 Monaten bekommen haben sind Sie laut aktueller Verordnung 2G+.

      Erst Menschen, deren 2. Impfung länger als 6 Monate zurückliegt, sind „nur“ noch 2G. Der Grund dafür ist, dass die Wirkung der Impfung inzwischen deutlich nachgelassen hat. Das wusste man in dieser Deutlichkeit zum Zeitpunkt der zweiten Impfung noch nicht. Dafür kann niemand etwas.

      • Normalerweise müsste es ja umgekehrt sein, da ich immer noch besser geschützt bin als jemand, dessen Impfung 6 Monate her ist. Soweit ich Statistiken gesehen habe, nimmt ab dem 4. Monat die Impfwirkung lediglich um die 2% ab. Ab dem 6. Monat sind es wohl schon an die 15% geringere Wirkung.

        Jemanden mit 4 Monaten zu testen, ist schon rein wirtschaftlich noch nicht wirklich sinnvoll, aber ab 6 Monaten kann es schon aufgrund der deutlich herabgesetzten Wirkung sinnvoll sein.

        Naja, wir werden sehen, wie es weitergeht.

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