Symbolbild-Flüchtlingsunterkunft-Wohncontainer

Flüchtlinge und Erntehelfer: Was tun, wenn Menschen auf engem Raum zusammenleben (müssen) …

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16.5.2020| Die explosionsartige Ausbreitung des Coronavirus in den Betrieben der fleischverarbeitenden Industrie hält uns vor Augen: Die Unterbringung von Menschen in Massenunterkünften ist problematisch, aber ganz besonders in Coronazeiten. Was also tun, wenn in Arbeiterwohnheimen oder Flüchtlingsunterkünften plötzlich Symptome bei Bewohnern auftreten?

Der Landkreis Karlsruhe hat mit einem neuen Maßnahmenpaket auf die besondere Gefahrenlage reagiert, die in eng bewohnten Räumen herrschen. Schon bei geringsten Anzeichen von Symptomen werden die Bewohner der gesamten Wohn-Einrichtung getestet und ggf. evakuiert.

Auf Einrichtungen, in denen auf engem Raum viele Menschen zusammenleben wie zum Beispiel Altenwohn- und Pflegeheime, Flüchtlingsunterkünfte oder Arbeiterwohnheime hat der Landkreis im Hinblick auf die Eindämmung der Corona-Pandemie nun einen besonderen Fokus. Zum einen sind dies im Besonderen auf die Durchsetzung und Kontrolle der Hygiene- und Abstandsregeln zu achten, zum anderen aber auch sofortige, umfassende Testungen, sollten bei einzelnen Bewohnern auch nur die geringsten Symptomen auftauchen.

Eigentümer stellt ehemaliges Hotel als Notausweichquartier zur Verfügung

Um im Bereich der Flüchtlingsunterkünfte Infizierte bzw. Kontaktpersonen zuverlässig isolieren zu können, kann der Landkreis Karlsruhe jetzt auch auf die bereits aufgelöste Gemeinschaftsunterkunft im Gewerbegebiet „Im Stöckmädle“ in Karlsbad-Ittersbach zurückgreifen. Sie wurde vom Eigentümer für die Zeit der Pandemie dem Landkreis Karlsruhe zur unentgeltlichen Nutzung angeboten.

Das frühere Hotel, in dem früher mehr als 100 Asylbewerber untergebracht waren, eignet sich aufgrund seiner Raumzuschnitte besonders für diese Nutzung und konnte in kurzer Zeit und ohne größeren Aufwand wieder in Betrieb genommen werden. Es bietet Platz für bis zu 70 Personen.

Medizinisches Personal und Sicherheitsdienst vor Ort

Personen halten sich dort in der Regel maximal 14 Tage auf, werden vollständig versorgt, stehen unter medizinischer Aufsicht und werden wenn nötig vor Ort ärztlich betreut. Betreuungspersonal des Landratsamtes ist vor Ort und ein Sicherheitsdienst trägt rund um die Uhr Sorge dafür, dass die Quarantänebestimmung eingehalten werden.

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