Ja, es wird geheiratet: Das Team im Standesamt Bruchsal hat trotz Corona einiges zutun.

CORONA | Heiraten unter Auflagen

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Icon-Stadtmagazin WILLISeit den wegen Corona verhängten Kontaktbeschränkungen hat sich auch das Heiraten verändert. Standesamtliche Trauungen sind noch möglich, sehen aber anders aus. Wir haben im Standesamt Bruchsal nachgefragt wie eine Trauung derzeit durchgeführt wird.

Im Bruchsaler Standesamt haben während der Coronakrise trotzdem 27 Paare den Bund der Ehe geschlossen und gerade mal 5 Paare haben ihre Trauung abgesagt.

Geheiratet konnte bisher also trotzdem werden, allerdings unter strengen Auflagen. Zu den Eheschließungen sind neben dem Brautpaar noch 3 weitere Personen (Trauzeugen, Fotograf oder Gäste) und z.B. die minderjährigen Kinder eines Paares zugelassen.

Zwischen Trautisch und Brautpaar steht zurzeit ein zusätzlicher Tisch, um die mindestens 1,5 m Abstandsregel einhalten zu können, zudem trennt eine Glasscheibe die  Standesbeamtin und das Paar.

Dem Brautpaar liegen in einer desinfizierten Traumappe, die von ihnen zu unterschreibenden Unterlagen vor, die Standesbeamtin hat die jeweiligen Kopien zum vorlesen. Die Gäste bzw. Trauzeugen sitzen 1,5 m vom Brautpaar und dem jeweils anderen Gast entfernt. Um Bilder von der Trauung machen zu können ist der Trautisch im Raum so platziert worden, dass der Fotograf genügend Abstand zur Standesbeamtin und dem Brautpaar hat.

In Deutschland kommt eine rechtmäßige Eheschließung nur zu Stande, wenn beide -Bräutigam und Braut- persönlich vor der Standesbeamtin ihren freien Willen kund tun, eine virtuelle Eheschließung z.B. via Skype ist nach deutschem Recht keine rechtsgültige Ehe, daher nicht möglich! Um ihre Gäste doch wenigstens ein bisschen an der Trauung teilhaben zu  lassen, haben einige Brautpaare im Bruchsaler Trauzimmer daher ihre Trauung filmen lassen um diese dann an ihre Freunde und Familienmitglieder weiterzusenden.

Und nach der Trauung darf sich das Paar natürlich küssen aber die Gäste müssen ihre Glückwünsche mit Abstand übermitteln. Für die Standesbeamten ist die Arbeit nach dem JA noch nicht getan. Um dem nächsten Liebespaar, eine virenfreie Umgebung zu gewähren, wird nach jeder Trauung alles desinfiziert, bevor die nächste Trauung stattfinden kann.

Infos und Bilder: Pressestelle Stadt Bruchsal

Aus RegioMagazin WILLI 6/20

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