Laura Schäffner
Laura Schäffner

BÜCHENAU :: Sanfte Landung

Wir bedanken uns, wenn du
diesen Artikel weiter verbreitest. Danke!

Sie flog mit einem Fallschirm direkt ins Büchenauer Spargelfest, wo sie zu ihrer Krönung erwartet wurde. Laura Schäffner hatte keinen Bammel vor diesem Tandemsprung. Sie sprang damit direkt in eine neue Bruchsaler Spargelära und wurde die erste Spargelkönigin Bruchsals.

Laura ist auf dem Spargelacker groß geworden, ihre Eltern haben einen Spargelhof in Büchenau. Damit wurde ihr der Spargel praktisch schon in die Wiege gelegt. Kein Wunder, dass die Stadt Bruchsal bei ihr anklingelte, als es um die Besetzung des Amtes der Spargelkönigin ging.
Wie die meisten 16-Jährigen verbringt Laura ihre Zeit gerne mit Freunden oder der Familie, dazu gehören ihre Eltern und zwei Geschwister.
Laura war sehr gespannt wie ihr Umfeld wohl auf die bevorstehende Krönung reagieren wird: „Meine Freunde waren am Anfang etwas überrascht, so wie ich eigentlich auch. Mittlerweile freuen sie sich und fiebern mit mir mit. Sie unterstützen mich wo es geht.“, berichtet Laura über die Reaktionen ihres Freundeskreises.

Keine Scheu vor Publikum

Auch wenn sie nebenbei auf dem Spargelhof ihrer Eltern hilft ist sie beruflich (noch) nicht auf dem Spargelpfad, sondern macht gerade ihre Ausbildung zur Erzieherin an der Katholischen Fachhochschule für Sozialpädagogik Sancta Maria in Bruchsal. „Besonders interessiert mich hier das Fach Wahrnehmung, Menschen beobachten und deren Handeln zu verstehen“, verrät Laura ihre Vorliebe. Sie ist sich sicher: „Als Spargelkönigin sollte man auf jeden Fall zielsicher Auftreten und keine Scheu vor Publikum haben.“

Laura Schäffner zusammen mit ihrem Papa.
Laura Schäffner zusammen mit ihrem Papa.

Diese Eigenschaft ist sicherlich ein Vorteil. Krönung, Heimattage, Spargelevents, Baden-Württemberg-Tag, da wartet ein recht voller Terminkalender auf die Spargelkönigin. Nach ihrer Krönung auf dem Spargelfest Büchenau am 25. April, geht es direkt weiter auf dem Baden-Württemberg-Tag in Bruchsal. Auch wird sie am 9. und 10. Mai zum Spargelerlebnis nach Bruchsal kommen und natürlich kräftig mitwirken. Anschließend hat Laura eine Verschnaufpause und muss erst im September wieder zum Festumzug der Heimattage um ihre Heimat Büchenau vertreten.

„Ich liebe Spargeltoast“

„Als Spargelkönigin sollte man schon mehr mit Spargel in Kontakt gekommen sein als ihn nur zu essen“, ist sich Laura sicher. Da trifft es sich gut, dass sie auf dem Spargelhof ihrer Eltern groß geworden ist. Auf unsere Nachfrage ob sie den Spargel nicht manchmal satt habe kommt ein klares Nein. „Mein Lieblingsessen ist zwar Kaiserschmarrn aber ich liebe auch Spargeltoast. Ein Geburtstag ohne ein mit Käse überbackenes Toastbrot mit Schinken, Spargel und Sauce Hollandais ist für mich undenkbar.“ Während der Saison isst sie mindestens zweimal die Woche Spargel. „Das wichtigste Kriterium am Spargel ist die Frische“, erklärt Laura. „Man erkennt das an den fest geschlossenen Spitzen, festen stabilen Stangen und daran, ob die Spargelenden ausgetrocknet sind oder nicht.“

Auch außerhalb der Spargelzeit gibt bei Schäffners das Gemüse, zwar nicht frisch vom Acker, dafür aber aus eingemachten Gläsern oder aus der Tiefkühltruhe.

Eins wollten wir im Zuge der Heimattage dann noch von ihr wissen: „Was bedeutet eigentlich Heimat für die erste Bruchsaler Spargelkönigin?“ Heimat ist für Laura nicht ortsgebunden, Sie muss sich einfach wohl und geborgen fühlen, ihre Liebsten um sich haben und sich auch mal zurückziehen können: „Wichtig ist das zuhause fühlen!“

Text: Sophia Schäfer; Bilder: privat