Schönes Wetter, aber keine Bautätigkeit am Südstadtkreisel Foto: Siegel

BRUCHSAL | Trotz Verkehrschaos ruhen Bautätigkeiten am Südstadtkreisel und auf der Büchenauer Brücke

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15.5. | Seit Tagen herrscht in Bruchsal durch die begonnene Sanierung rund um und an der Büchenauer Brücke (B35) und die Bauarbeiten am sogenannten Südstadt-Kreisel ein doppeltes Verkehrschaos.

Am „Brückentag“ keine Bautätigkeit auf der Büchenauer Brücke

Am gestrigen Freitag platzte einigen Südstadtbewohnern und dort ansässigen Unternehmern der Kragen, da wegen des Brückentages Stillstand bei den Bauarbeiten herrschte. Das von der Stadt Bruchsal zuvor eingeforderte Verständnis für die notwendigen Baumaßnahmen werde damit stark strapaziert, so Südstadt-Unternehmer Martin Siegel und ergänzt „Wenn wir unsere Monteure z.B. nach Heidelsheim schicken, fahren sie zur Zeit die Strecke Bruchsal-Büchenau-Untergrombach-Obergrombach-Helmsheim-Heidelsheim“.

MdL Christian Jung (FDP): „Mit einer durchdachten und strukturierten Planung ließen sich Bauzeiten bis zu 40% verkürzen“

„Das aktuelle Beispiel zeigt einmal wieder, wie wichtig eine Umgehung der B35 mit einer Tunnellösung unter Einbindung von Ubstadt-Weiher und Kraichtal wäre“, bestätigte auf unsere Nachfrage der Verkehrsexperte und FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung am heutigen Samstag in Bruchsal.

Trotz aller nachträglichen Bemühungen der Stadt Bruchsal, die Situation zu entschärfen und die Bürger zu besänftigen, dränge sich immer mehr der Verdacht auf, dass es an einer optimierten und durchdachten Baustellenplanung auch in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe fehle. „Bei wichtigen Baustellen sollte es an Brückentagen wie dem 14. Mai 2021, den man wunderbar hätte zum Arbeiten nutzen können, nicht zu ruhenden Baustellen kommen müssen. Dies gilt vor allem für den Südstadt-Kreisel“, sagte Christian Jung, der sich als Verkehrspolitiker seit Jahren mit Bauoptimierungs-Planungen beschäftigt.

Christian Jung, Foto: Matthias Busse

„Eine durchdachte und strukturiertere Planung kann schon vor Baubeginn bis zu 40 Prozent geringere Bauzeiten herbeiführen. Ein Nachjustieren von Zeitplänen ist immer ein Eingeständnis einer schlechten Vorbereitung und -planung, für die es aber spezialisierte Büros gibt, die mit Erfolg auch Kommunen beraten können“, folgerte Jung weiter.

Durch seine Initiative sei es seit 2017 auch zu verstärkten Bemühungen auf Landes- und Bundesebene in Bezug auf 24-Stunden-Baustellen auf Autobahnen gekommen. „Bei den aktuellen Bruchsaler Verkehrsproblemen sind 24-Stunden-Baustellen aber nicht notwendig, Sonnentage sollten jedoch komplett genutzt werden. Eine strukturiertere Planung ist infolgedessen wichtiger denn je!“

 

 

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5 Feedback

  1. Thomas Berberich

    Da bin ich ja beruhigt das diese Planungslose Bauplaner aus Bruchsal noch viele andere Menschen gestört hat. Am 3. Mai 2021 war ich irgendwann beim Südstadtkreisel, weil ich da zum Edeka und Aldi musste. Es war der reinste Horror. Eine halbe Stunde stand ich vor meinen Einkäufen beim SEW-Parkhaus. Es ging einfach nichts mehr. Was habe ich über die Baubehörde von Bruchsal geflucht. Als ich zuhause war, hatte ich immer noch so eine Riesenwut, dass ich mich entschlossen habe dem Ordnungsamt Bruchsal zu schreiben. Auf eine Antwort warte ich bis heute noch. Ich dachte mir, wie kann man nur so bl.. sein und an dem Kreisel eine Vollsperrung genehmigen. Und dann noch diese Brückenarbeiten an der B35 in Bruchsal. Da sieht man doch wieder eindeutig, von der Realität keine Ahnung. Alles am Schreibtisch ohne Verstand geplant.

    Folg. Schreiben an das Ordnungsamt Bruchsal:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    durch diese Baustelle bzw. Vollsperrung beim Edeka am Kreisel in der Franz-Siegel-Straße in Bruchsal kommt alles zum Stillstand. Das ist ein totales Chaos. Man kommt nirgends mehr voran. So etwas dürfte nicht passieren. Das ist der reine Wahnsinn genau da alles zu sperren und umzuleiten.

    Freundliche Grüße

    Thomas Berberich

  2. Es stellt sich doch die naheliegende Frage weshalb man das nicht nacheinander angegangen ist. Es ist jedem Laien bewusst, wie kritisch schon die Sanierung der Brücke für den Verkehr ist. Wenn dann noch völlig unnötig parallel die Ausweichstrecke über den Südstadtkreisel dicht ist, braucht sich keiner über das tägliche Chaos zu wundern. Bruchsal hat ohnehin das Problem, dass es viel zu wenige Möglichkeiten gibt, die Bahnschienen zu queren. Dieses Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Natürlich brauchen auch Bauarbeiter Pausen, aber dann muss man die Planung eben anpassen und nicht beginnen, kurz bevor mit Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam der Stillstand vorprogrammiert ist und zwar über Wochen. Das ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft.

  3. Auch Bauarbeiter brauchen mal ne Pause.
    Jede Baustelle steht unter Zeitdruck.

  4. Bei so wichtigen Baustellen wie dem „Südstadt Kreisel“ oder der „Büchenauer Brücke“ dürfte auch Wochenend – Arbeiten kein Tabu sein.

    • Wäre der Schreiber bereit, an Wochenenden auf der Baustelle zu arbeiten? Hier arbeiten Handwerker und keine Sklaven. Im Freien, zu geringeren Löhnen als in der Industrie und dann sollen Wochenenden und Brückentage auch noch geopfert werden? Wer von den qualifizierten Facharbeitern macht das noch mit, wenn die Industrie mit fetten Löhnen, geregelten Arbeitszeiten und sonstigen sozialen Leistungen, die sich im Handwerk nicht darstellen lassen winkt? Leider muß sich das Handwerk in diesem Bereich über den billigsten Preis verkaufen und nicht über die Qualität – das geht unter anderem über geringere Löhne. Und wenn man dann den Leuten noch die Brückentage und Wochenenden wegnimmt ist bald gar niemand mehr auf der Baustelle.
      Vielleicht hätte man wirklich erst den Südstadtkreisel fertig machen sollen und danach – ausserhalb der Feiertagsperiode, die Brücke in Angriff nehmen. Da liegt wohl der Fehler nicht bei den Schwächsten im Glied sonden vielleicht schon in der fehlenden Abstimmung in der Planung socher Vorhaben.
      Und vielleicht sollten wir dann ein bißchen Geldud mit aufwenden und sich Gedanken machen über die Notwendigkeit mancher Autofahrt. So kann jeder zur Lösung des Problems beitragen.
      Noch mehr Druck auf die ausführenden Firmen und damit das Personal aufzubauen (24h Baustelle) kann auch dazu führen, daß der Druck in der Flucht der Mitarbeiter entweicht.
      Ansonsten stimme ich H. Jung zu. Strukturierte Planung spart Zeit und damit Kosten. Nur fehlen uns dafür auch mittlerweile die qualifizierten Leute. Teilweise durch den demografischen Wandel, teilweise werden die vorhandenen auch durch die Produktion von unnützen Papieren gebunden.

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