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Die Preisträgerinnen und Preisträger des Bürgerpreises 2022 mit Vertretern der Sparkasse Kraichgau und der Kommunen. (Foto: Simone Staron | Staronwerk)

BRUCHSAL | Sparkasse Kraichgau zeichnet zehn Personen und Vereine mit dem Bürgerpreis 2022 für freiwilliges Engagement aus

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27.10.2022 | „Gemeinsam die Region besser, vielfältiger und nachhaltiger gestalten“

Gemeinsam mit den Kommunen sowie Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region hat die Sparkasse Kraichgau den mit 8.250 Euro dotierten 18. Bürgerpreis für freiwilliges Engagement verliehen. Aus 50 Bewerbungen und Vorschlägen wählte die Jury der Initiative „für mich. für uns. für alle.“ die Preisträgerinnen und Preisträger aus, die jetzt im Bruchsaler HubWerk01 im Beisein der Stadtoberhäupter Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal), Martin Wolff (Bretten) und Sebastian Frei (Bad Rappenau) sowie zahlreicher Ehrengäste und Vertreter der Kommunen ausgezeichnet wurden.

Wer sich in seiner Freizeit freiwillig für andere und das Gemeinwohl einsetze, sei unverzichtbar für den Zusammenhalt in den Gemeinden und unverzichtbar für eine Kultur des menschlichen Miteinanders, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Kraichgau Norbert Grießhaber.

„Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt – sie lebt vom Ehrenamt.“

Das spüre man insbesondere in Krisenzeiten: Während der Corona-Pandemie und ganz aktuell jetzt aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine seien es gerade private Initiativen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich um bedürftige Menschen kümmerten, sie unterstützen und ihnen zeigten, dass sie nicht alleine sind.

Die 50 eingegangenen Bewerbungen und Vorschläge zeigten, dass das freiwillige Engagement im Kraichgau viele Gesichter habe, sagte Grießhaber.

„Die vielen Freiwilligen tragen alle dazu bei, unsere Region besser, vielfältiger und nachhaltiger zu gestalten

– ganz nach dem Motto des Bürgerpreises „Aktiv vor Ort – für eine lebendige Gesellschaft“. Mit der Verleihung des Bürgerpreises wolle man stellvertretend auf alle Menschen aufmerksam machen, die sich in vielfältiger Art und Weise ehrenamtlich einbringen und ihnen allen danke sagen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2022 im Überblick
Der Bürgerpreis wurde in drei Kategorien verliehen. In der Kategorie U21 stehen Bewerberinnen und Bewerber bis 21 Jahre im Fokus. Die Kategorie Alltagsheldinnen und -helden richtet sich an vorbildlich engagierte Personen ab 22 Jahre. Der Preis für das Lebenswerk würdigt Menschen, die sich schon seit mindestens 25 Jahren ehrenamtlich einsetzen.

U 21 – Julia Scharfe, Bretten – 250,00 Euro
U 21 – Felicitas Schackmann, Sinsheim – 250,00 Euro
U21 – KiSoLa (Kindersommerlager), Sinsheim – 500,00 Euro
U 21 – Laurin Sigmund, Bruchsal – 750,00 Euro
Alltagshelden – Brus’l zeigt Herz e. V. – 750,00 Euro
Alltagshelden – JobCoaches Bad Rappenau – 1.000,00Euro
Alltagshelden – Fahrradwerkstatt des Papalapap, Forst – 1.000,00 Euro
Lebenswerk – Heidemarie Leins, Bretten – 1.000,00 Euro
Lebenswerk – Rosita Stricker (Ambulante Hospizgruppe Bruchsal) – 1.250,00 Euro
Lebenswerk – Helga Jannakos, Bruchsal – 1.500,00 Euro

Julia Scharfe, Bretten
Sie ist Mitglied bei „Kids go“ und organisiert dort verschiedene Aktionen wie basteln, singen etc. für Kinder von drei bis zwölf Jahren. Seit ca. drei Jahren ist sie Mitglied im Posaunenchor Gölshausen als Trompeterin. Sie engagiert sich sozial bei SEW-Eurodrive mit musikalischen Beiträgen zu Weihnachten im Julius-Itzel-Haus Bruchsal. Außerdem hat sie seit gut vier Jahren eine Patenschaft bei der Projekthilfe Uganda e. V. für ein Mädchen in Afrika.

Felicitas Schackmann, Sinsheim
Felicitas Schackmann engagiert sich bei Waldangelloch aktiv e. V. im Dorfkino (Gästebewirtung, Aufsicht), trägt den Pfarrbrief aus, hat eine Ausbildung zur Gruppenleiterin für die Sommerfreizeit der Seelsorgeeinheit Sinsheim-Angelbachtal absolviert, ist Leiterin der Wölflinge bei den Pfadfindern sowie Streitschlichterin in der Schule.

KiSoLa, Sinsheim
Die katholische Jugend Sinsheim veranstaltet jährlich ehrenamtlich das Kindersommerlager, um Kindern einen unvergesslichen Sommer zu bereiten. Jeden Sommer fahren sie mit 40 bis 65 Kindern zwischen neun und 13 Jahren für zehn Tage in die Natur. Auch außerhalb des Zeltlagers werden Aktionen für Kinder geplant. So ist auch der Schwimmbadausflug ein beliebtes Ziel für Groß und Klein.

Laurin Sigmund, Bruchsal
Laurin Sigmund ist 17 Jahre alt und macht sehr gerne Musik. Er spielt Piano, singt und spielt Mundharmonika. Er weiß, wie wichtig Musik für die Entwicklung von Kindern ist. Vor ca. einem Jahr hat er sein eigenes Projekt gestartet. Jetzt macht er regelmäßig Straßenmusik in den Fußgängerzonen von Bruchsal und Karlsruhe und sammelt mit seiner Musik Spenden für sozialschwache Kinder, die sich kein Instrument oder Musikunterricht leisten können.

„Brus’l zeigt Herz“ e. V., Bruchsal
„Brus’l zeigt Herz“ ist ein junger Verein. Nach jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit haben sich die Engagierten/Mitglieder im vergangenen Jahr in einem Verein organisiert. Angefangen hat es mit der Weihnachtsfeier für die Obdach- und Wohnungslosen in Bruchsal. Diese wurde in den vergangenen zwei Jahren von den Mitgliedern des Vereins organisiert, die Jahre zuvor waren sie bei der Durchführung aktiv dabei. Mittlerweile versorgt der Verein jeden Monat bis zu 80 Menschen in Notunterkünften und in schwierigen Lebenssituationen mit gespendeten und geretteten Lebens- und Hilfsmitteln. Die Mitglieder besuchen die Menschen, haben ein offenes Ohr, geben ihnen das Gefühl, nicht vergessen und am Rande der Gesellschaft zu sein. Dies war besonders in Corona-Zeiten sehr wichtig.

Jobcoaches Bad Rappenau
Die ehrenamtliche Initiative Jobcoaches Bad Rappenau bietet Menschen mit Migrationshintergrund unentgeltliche Beratung und Begleitung bei Fragen rund um Arbeit und Ausbildung an. Bislang haben 111 Menschen das Beratungsangebot angenommen. 42 Menschen nahmen bis jetzt eine Beschäftigung bzw. Ausbildung auf. Zwölf Menschen konnten in Weiterbildungen vermittelt werden. Viele Menschen benötigten Unterstützung bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen oder kamen mit Fragen zu Weiterbildungen. Bis März 2022 wurde das Projekt durch das Landratsamt Heilbronn gefördert. Eine weitere Förderung ist seitens des Landratsamtes nicht mehr möglich. Seit April 2022 führen die Jobcoaches ihre Tätigkeit als gemeinnütziger Verein „Gemeinsam Perspektiven schaffen“ weiter.

Fahrradwerkstatt des Papalapap, Forst
Die Fahrradwerkstatt des Papalapap macht sich seit 2015 für die Integration Geflüchteter stark. Auf beeindruckende Weise werden hier die Integrationsarbeit und Betreuung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine fortgesetzt. Die Fahrradwerkstatt ist spontan entstanden. Mit persönlichem Einsatz wurden Fahrradspenden gesammelt und Altfahrräder wieder in einen fahrtüchtigen Zustand versetzt. Die Räder wurden Geflüchteten in den Gemeinschaftsunterkünften und der Anschlussunterbringung zur Verfügung gestellt. Geflüchtete wurden als „Werkstatthelfer“ integriert. Diese haben aktiv bei der Fahrradreparatur mitgewirkt. Die Fahrradwerkstatt ist Anlaufstelle für über 100 Geflüchtete.

Heidemarie Leins, Bretten
Heidemarie Leins ist Gründungsmitglied und seit 31 Jahren Vorsitzende des Bürgervereins in Diedelsheim. Über die Jahrzehnte hat sie zusammen mit dem Vorstand viele Aktionen ins Leben gerufen u. a. Maibaumstellen, Ferienprogramm, Martinsumzug, Dorffeste, Schwimmkurse für Kinder, Weihnachtsmarkt, Ausflüge, Kleindenkmale im Ort und als jüngstes Projekt die Aufstellung des „Karschdhengschd“. Außerdem führt sie seit 40 Jahren Melanchthonhaus- und Stadtführungen durch. Derzeit schreibt sie an einem Ortsfamilienbuch der jüdischen Brettener Bevölkerung.

Rosita Stricker (Ambulante Hospizgruppe Bruchsal)
Rosita Stricker ist nicht nur seit der Gründung der Ambulanten Hospizgruppe 2014 Mitglied des Leitungsteams, sondern führt gleichzeitig ihre Arbeit im Bereich Sterbe- und Trauerbegleitung, die sie schon lange vorher in anderen Organisationen begonnen hatte, unvermindert weiter. Obwohl schon die Leitungstätigkeiten einiges an Zeit beanspruchen, übernahm sie immer auch regelmäßig Begleitungen, so dass sie mittlerweile etwa 70 Personen an ihrem Lebensende begleitet hat. Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle bei den Angeboten für trauernde Hinterbliebene (Trauer-Cafés, Einzelgespräche usw.). Sie übernimmt bei Bedarf auch die Koordination und die Erstgespräche der über die Vereins-Hotline neu eingehenden Einsätze und spricht regelmäßig bei „Hospiz trifft Schule“ mit Jugendlichen über die Themen Tod und Trauer.

Helga Jannakos, Bruchsal
Hilfstransporte für Kinder in Tschernobyl, Besuchsdienste im Krankenhaus, Lesungen für Kinder, Theaterbesuche mit Kindern aus Flüchtlingsunterkünften, Altennachmittage, Mitarbeit im NAIS-Projekt  (Neues Altern in der Stadt), seit vielen Jahren Vorsitzende des Seniorenrats Bruchsal, Schatzmeisterin der Arbeitsgemeinschaft der Frauenverbände Karlsruhe-Land, Qi-Gong-Kurse für Senioren – Helga Jannakos hat in Bruchsal viel auf die Beine gestellt und wurde für viele Menschen zu einer wichtigen Hilfe. Beispielsweise sammelte sie 2015 so lange Spenden, bis eine Gruppe junger Menschen im Rollstuhl „Wheelchairica – das Musical mit Handicap“ im Bürgerzentrum aufführen konnte.  Von den Spenden blieb so viel übrig, dass sie weitere Projekte für und mit Menschen mit Beeinträchtigung anstoßen konnte; unter anderem ein Trommelworkshop der MuKs Bruchsal. 2019 startete sie das Projekt „Disco Pari Pari“: Im Musikclub „Fabrik“ feierten und tanzten Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam.

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