(v.l.n.r.): Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes am Standort Bruchsal Patricia Goll, Tanja Rausch, Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, AOK-Geschäftsführer Harald Röcker und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ziehen ein positives Fazit beim Pressegespräch anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des ersten Pflegestützpunktes im Landkreis Karlsruhe.

BRUCHSAL | Pflegestützpunkte als Erfolgsmodell im Landkreis Karlsruhe

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14.10.2020 | Kostenfreie und neutrale Beratung rund um das Thema Alter und Pflege lautete die Aufgabenstellung des ersten Pflegestützpunktes im Landkreis Karlsruhe, der im Oktober vor zehn Jahren am Standort Bruchsal, im Rathaus am Otto-Oppenheimer-Platz, eröffnet wurde.

Als weitsichtige Entscheidung der Landesregierung bezeichnete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Möglichkeit, Pflegestützpunkte als zentrale Anlaufstellen in den Kreisen einzurichten. “In den Pflegestützpunkten bündeln wir das Wissen um die doch sehr schwierige Materie der Pflegegesetze und haben gleichzeitig einen umfassenden Überblick über die lokalen Angebote vor Ort. So können die Mitarbeiterinnen kompetent und passgenau auf die individuellen Fragen und Bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen eingehen”, zog Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 14. Oktober, im Bruchsaler Rathaus anlässlich des zehnjährigen Bestehens eine positive Bilanz.

“In der Anfangsphase galt es, die wichtigen Kontakte zu den Anbietern und Einrichtungen von ambulanten und stationären Pflegedienstleistungen vor Ort zu knüpfen und ein Netzwerk mit den Städten und Gemeinden sowie den Kranken- und Pflegekassen aufzubauen. Es ist den Mitarbeiterinnen gelungen, solche weitreichenden Netzwerke und ein vertrauensvolles Miteinander zu pflegen“, lobte der Landrat die erfolgreiche Pionierarbeit. Er dankte dem Land für dessen Initiative für den Aufbau einer kreisweiten Pflegeberatungsinfrastruktur sowie den Pflege- und Krankenkassen, die als verlässliche Partner die Pflegestützpunkte mitfinanzieren.

„Ich bin stolz darauf, dass wir in Bruchsal die erste Kommune waren, der vom Landkreis Karlsruhe ein Pflegestützpunkt eingerichtet wurde. Nach zehn Jahren ist er in unserer Bürgerschaft gut angekommen und eine wichtige Institution für weitreichende Pflegeentscheidungen“, zog die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ein zufriedenes Fazit.

Gute Pflegeberatung ist von größter Bedeutung

„Wir vom Ministerium für Soziales und Integration finden es vorbildlich, wie der Landkreis Karlsruhe gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden konsequent Schritt für Schritt gegangen ist, um eine flächendeckende Pflegeberatungsinfrastruktur zu erreichen. Gute Pflegeberatung ist für die Menschen mit Pflegebedarf, ihre Angehörigen und Nahestehenden von größter Bedeutung“, würdigte Barbara Zeller vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Referat Pflege, das Engagement des Kreises und seiner Städte und Gemeinden in einem Schreiben. „Umso mehr freut sich das Ministerium für Soziales und Integration in Weiterentwicklung des Erfolgsmodells der Pflegestützpunkte im Landkreis Karlsruhe darüber, dass auch der Landkreis Karlsruhe einen Antrag zur Errichtung einer Modellkommune Pflege gestellt hat. Damit wird ein Beratungsansatz für Menschen mit Pflegebedarf, ihre Angehörigen und Nahestehenden aus einer Hand verfolgt, der zusammen mit den bereits bestehenden Pflegestützpunkten noch passgenauere Lösungen anbieten wird können“, so ihre weiteren Ausführungen.

„Die Errichtung der Pflegestützpunkte mit dem ersten Standort in Bruchsal hat sich im Landkreis hervorragend bewährt. Es war ein wichtiger Schritt, um den individuellen Bedürfnissen der Menschen in der Region in allen Angelegenheiten der Pflege gerecht zu werden. Mit den Pflegestützpunkten wurde eine dezentrale Struktur geschaffen, um auch die umliegenden Gemeinden mitzuversorgen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhalten so ein niederschwelliges Beratungsangebot, das sie vor Ort beziehen können“, stimmte Geschäftsführer Harald Röcker, AOK Mittlerer Oberrhein, mit seinen Vorrednern überein.

„Der Pflegestützpunkt ist zu einer Institution in der Versorgungslandschaft geworden. Wann immer es um das Thema Alter und Pflege geht, werden wir sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch Fachleuten angefragt oder mit einbezogen. Das Beratungsangebot ist heute nicht mehr wegzudenken“, zogen die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes Bruchsal, Tanja Rausch und Patricia Goll, Bilanz.

Von Beginn an wurde das Beratungsangebot sehr gut angenommen.

Durchschnittlich 3.000 Beratungsgespräche pro Jahr zeigen, wie wichtig und richtig die Pflegestützpunkte sind, waren sich die Gesprächspartner einig. Der Landkreis Karlsruhe war der erste in ganz Baden-Württemberg, der auch dank der nachhaltigen Unterstützung der AOK Mittlerer Oberrhein und der Städte und Gemeinden fünf Pflegestützpunkte – Ettlingen (2011), Bretten (2016), Stutensee und Waghäusel (beide 2019) – eingerichtet hat. Bereits 2009 hat der Kreistag des Landkreises Karlsruhe die Notwendigkeit und Vorzüge dieser Einrichtungen erkannt und sich für fünf Standorte ausgesprochen.

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