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Bruchsal | Ich lebe Fußball

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„Es ist mehr als ‚nur’ Fußball!“, sagt Oliver Warth. „Es ist Leidenschaft pur“ und dafür ist ihm kein Weg zu weit und kein Ticket zu teuer.

Aus ReagioMagazin 06/18

In seinem Leben war er schon in dutzenden Fußballstadien rund um den Globus. Er ist selbst Fußballer, spielt beim SV62 in Bruchsal, da liegt das Interesse für den Sport nahe. Sein Herz schlägt für den Karlsruher SC und damit begann auch 1994 die Leidenschaft für seine wöchentlichen Stadionbesuche. Immer mit dabei ist seine Freundin Melanie und eine in Fankreisen bekannte KSC-Fahne mit der Aufschrift „KomA“, die immer gut sichtbar an den Stadionzäunen angebracht wird.

Fußball Tatoo Wade
Ewige Erinnerung: Ein Herz und eine Wade für den 4. WM-Titel

Doch damit nicht genug: Es war die Heim-WM 2006. „Ich dachte, wenn wir dieses Großevent jetzt schon im Land haben, dann muss man da doch auch hingehen. Ich kaufte Tickets und bin hingegangen. Die KomA-Fahne mit dabei. 2 WM-Spiele konnte ich so im Stadion miterleben. Es war fantastisch.“ Oliver Warth war vom internationalen Trubel und der Nationalmannschaft infiziert. Es folgten mehr und mehr Matches. 2008 das EM-Finale Deutschland – Spanien in Wien. 2012 das Eröffnungsspiel in der Ukraine. Doch die WM 2014 toppte dann alles, sie lockte ihn nach Südamerika. „Wir haben einen mehrwöchigen Urlaub mit Dschungel-Tour, Rundreisen und entspanntem Strandurlaub gebucht. Alles natürlich rund um die Fußball-WM.“ 400 Euro ließ er es sich kosten um ein Viertelfinale im legendären Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro mitzuerleben – ein Kindheitstraum, den er sich unbedingt erfüllen wollte. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Einige Tage später würde Deutschland genau dort seinen 4. Weltmeistertitel holen. Auch da war er dann mit Freundin Melanie direkt im Stadion. Sie konnten sich einen guten Platz in den Unterrängen sichern. „Wir hatten den WM-Pokal bei den Feierlichkeiten fast zum Greifen nahe.“ ’Schlappe’ 1.500 Euro haben sie sich dieses einmalige Finale-Erlebnis kosten lassen. „Egal – Deutschland ist Weltmeister!“

KomA-Fahne
Immer dabei die KomA-Fahne: “KomA” steht für Karlsruhe (KA) und die Anfangsbuchstaben von Oliver und Melanie (OM)

Tausende Kilometer für die Nationalmannschaft

Nach diesem Glückserlebnis war es nur logisch, dass er auch die EM 2016 nicht verpasste. Trotz Terrorwarnung sah er ein Spiel im PSG-Stadion in Paris an. Genau dort, wo kurz zuvor bei Anschlägen mehrere Menschen ums Leben kamen. „Man bemerkte die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und die Polizeipräsenz, beim Eröffnungsspiel standen überall Polizisten mit Maschinenpistolen.“

Tausende Euros später blickt er heute voller Zufriedenheit zurück. „Das Geld ist soweiso spätestens vergessen, wenn man im Stadion sitzt und das Spiel losgeht. Ich möchte keinen dieser Momente missen“, schwärmt der 35-Jährige, der bei der Stadt Bruchsal arbeitet. „Das kann man nur machen, wenn der Arbeitgeber, die Familie und die Freundin da mit macht. Bei mir passt alles, natürlich kann ich trotzdem nicht auf jedes Spiel gehen. Aber wenn es sich einrichten lässt, bin ich weg“, erzählt er uns versichert uns: „Es gibt Leute, die noch fußballverrückter sind als ich.“

Das Geld ist vergessen, wenn man im Stadion sitzt

Und so geht es am 15. Juni weiter zur nächsten WM. Mit seiner mittlerweile Verlobten Melanie fliegt er nach Russland. Ziele sind Moskau, Sotschi, St. Petersburg und Jekatarinburg. Die Tickets für alle maximal sieben Deutschlandspiele hat er bereits für 1.200 Euro erworben. Falls Deutschland nicht bis ins Finale kommt, kann er die Tickets zurückgeben und bekommt das Geld erstattet. Nach dem Viertelfinale fliegt er allerdings noch einmal für ein paar Tage nach Hause. „Das rechnet sich tatsächlich“, erklärt der Fußball-Freak, „wir haben einen spotbilligen Flug zurück nach Deutschland buchen können, der Aufenthalt in Russland würde uns deutlich teurer kommen. Also fliegen wir für ein paar Tage heim, waschen unsere Sachen und fliegen wieder hin.“ Was tut man nicht alles für den heiligen Fußball. Für uns Daheimgebliebene heißt es nun Augen auf bei den Deutschlandspielen vor dem Fernseher – Irgendwo, gut erkennbar am Stadionzaun, wird die „KOMA“-Fahne auftauchen.

Text: Jonathan Hiller

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