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Bruchsal | Faschingsumzüge: Polizei verzeichnet mehrere Vergehen

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17.02.2020 | Das Polizeipräsidium Karlsruhe meldete zum Ende des am Sonntag durchgeführten Faschingsumzugs in Bruchsal mit 107 Gruppen bei geschätzten 20.000 Zuschauern mehrere Vergehen.

  • Zahlreiche Störer, die sich in kleinen Gruppen bewegten, vielen entlang der Umzugsstrecke und auf dem Friedrichsplatz auf. Die insgesamt etwa 200 Personen waren mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist und hatten am Faschingsgeschehen offenbar kein größeres Interesse. Mehrere sich anbahnende Streitereien mussten im Vorfeld von der Polizei durch Trennung der Beteiligten und direkte Ansprache verhindert werden. Gegen 31 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen und in rund 200 Fällen wurde Alkohol an Ort und Stelle entsorgt. Bereits bei der Anreise in Straßenbahnen von Süden her nach Bruchsal wurden Sachbeschädigungen in den Bahnen verzeichnet.
  • Die beim Umzug eingesetzten Jugendschutzteams führten 517 Ansprachen durch. Im Stadtgebiet von Bruchsal wurden auffällig viele alkoholisierte Jugendliche angetroffen, wovon 10 ihren Eltern überstellt werden mussten. Zwei 16-Jährige kamen aufgrund ihrer Alkoholisierung in eine Klinik. Bei ihnen betrug der Alkoholwert knapp 2,2 Promille.
  • Zu einem sexuellen Übergriff kam es im Bereich des Bruchsaler Bahnhofes, wo am Sonntag gegen 17 Uhr ein 33-jähriger Tatverdächtiger eine 16-Jährige unsittlich angefasst haben soll. Hierzu ermittelt das Kriminalkommissariat Bruchsal weiter.
  • Darüber hinaus wurde gegenüber Polizeibeamten in vier Fällen Widerstand geleistet und in sechs Fällen kam es zu Beleidigungen der Ordnungshüter. Verletzt wurde niemand.
  • Drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und vier Körperverletzungen kommen gleichfalls zur Anzeige.
  • Unbekannte stahlen außerdem an einem Einsatzfahrzeug der Polizei ein Kennzeichen.
  • Zu guter Letzt´ unterband die Polizei den illegalen Straßenverkauf von Branntwein und beschlagnahmte den Verkaufsstand bis zum Eintreffen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die gleichfalls bei der Veranstaltung vertreten waren.
Wesentlich ruhiger verlief aus polizeilicher Sicht der Umzug in Kronau, der mit 70 Gruppen um 13.31 Uhr im Bereich des Festplatzes startete. Bei dem Umzug säumten etwa 8.000 Menschen die Strecke. Nach Ende des Faschingsumzugs fanden sich viele Besucher zur dortigen Party ein. Durch frühzeitiges Einschreiten erstickten die eingesetzten Polizeibeamten eine Ausuferung von Streitigkeiten.
Am Ende schlugen lediglich zwei Delikte der Körperverletzung, ein Diebstahl sowie ein Platzverweis zu Buche.

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