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Flugzeugtyp-Dr1050
Vergleichbarer Flugzeugtyp der Unglücksmaschine (Quelle: Wikipedia)

Bruchsal | UPDATE So 00:25 | Identität geklärt. Die drei Flugzeug-Insassen stammen aus Bayern

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Blaulicht | Pilot, Begleiterin und deren Sohn kamen aus Bayern

21.7.2019  UPDATE 0:25 Uhr

Wie berichtet kam es am Samstag um kurz vor 13 Uhr nahe eines Segelflugplatzes in Bruchsal zu einem Flugunfall, bei dem drei aus Bayern stammende Insassen eines Kleinflugzeugs ums Leben kamen. Die zwischenzeitliche Vermutung, dass es sich um ein Flugzeug aus Frankreich handelt, hat sich nicht bestätigt.

Zwischenzeitlich konnten die Leichen geborgen und identifiziert werden. Es handelt sich um einen 80-jährigen Mann, der mit hoher Wahrscheinlichkeit der Pilot des Leichtflugzeugs war. Nach derzeitigem Kenntnisstand saßen außerdem seine Lebensgefährtin im Alter von 60 Jahren und deren 32-jähriger Sohn mit in der Maschine.

Beim Flugzeug handelt es sich um einen Tiefdecker, überwiegend aus Holz gebaut, des Herstellers SAN (Societé Aeronautique Normande) vom Typ Jodel DR 1050. Nach aktuellen Ermittlungen war das Flugzeug in der Nähe von Olpe (NRW) gestartet und hatte Dachau (Bayern) als Zielflughafen.

Die Wrackteile des Flugzeugs wurden mittlerweile von der Unglücksstelle abtransportiert. Sie werden nun von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung begutachtet. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kriminalkommissariat Bruchsal.

Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich mehrere hundert Personen im Baumarkt. Beim Aufprall des Fliegers an die Gebäuderückseite wurden glücklicherweise keine weiteren Menschen verletzt. Vier Personen aus dem Baumarkt und elf vom Segelflugplatz wurden durch Notfallseelsorgeeinheiten betreut.

20.7.2019 | UPDATE | Am heutigen Samstag stürzte ein Kleinflugzeug an der Rückseite des Baumarkst BAUHAUS ab, vermutlich beim Versuch auf dem Flugplatz des Luftsportvereins zu landen.

Warum die Landung missglückt war und ob die Flugrichtung mit einem Durchstarten bzw. Abdrehen verbunden war, ist zur Zeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Untersuchungen sollen auch durch Augenzeugenberichte und Videoaufnahmen ergänzt werden.

Nach der Pressemitteilung der Polizei sind beim Aufprall der Maschine auf die Außenwand alle drei Insassen des Kleinflugzeugs getötet worden. Die Identität der drei Toten stehe noch nicht fest. Man vermute, dass die Insassen aus Frankreich kommen, da es sich um ein französisches Flugzeug handele. Derzeit sei aber vollkommen unklar, wo die Maschine gestartet war und welches ihr Zielflugplatz war.

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Foto: Fabian Geier
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Foto: Fabian Geier

Laut Aussage des Polizeisprechers handelten die Angestellten des Baumarkst vorbildlich und räumten das Gebäude noch bevor die Polizei und Feuerwehr eintrafen. Es bestand unter anderem auch Brand- und Explosionsgefahr, wegen ausgelaufenen Treibstoffen.

Nach derzeitigem Stand sollen im Baumarkt selbst weder Mitarbeiter noch Kunden körperlich verletzt worden sein, da die Rückwand den Aufprall aufgehalten habe und sich zum Absturzzeitpunkt niemand in dem Außenlager aufgehalten haben soll.

Übrig bleiben vorerst drängende Fragen:

Drei Tote zu beklagen ist allein schon eine schwierig. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn die Maschine nur 80 Meter weiter westlich in das Gelände des Gartencenters eingeschlagen wäre? Oder auf dem Parkplatz des Geländes?

Gab es bei der Genehmigung für das neue BAUHAUS auch Bedenken, ein solches hochfrequentiertes Gebäude direkt neben der Landebahn eines Flugplatzes zu errichten?

Wie wird der Betrieb nach dem heutigen Ereignis weiterlaufen – sowohl im Bauhaus wie auch auf dem Flugplatzgelände?

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WIR BERICHTETEN (13:26)
Soeben erreicht uns eine Eilmedung der Polizei, dass es beim Flugplatz Bruchsal einen Flugzeugabsturz gegeben hat. Wir berichten weiter, sobald die Lage klarer ist.

In Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs offenbar drei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug war beim Landen in eine Baumarktwand geprallt.

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EIN KOMMENTAR

  1. Zum Glück sind außer den Insassen das Maschine keine weiteren Personen verletzt worden. Berichten zu folge hat der Pilot ohne vorherigen Funkkontakt zum Flugplatz Bruchsal mehrere Landeanflüge unternommen. Üblicherweise nimmt man vor erreichen eines Zielflugplatze Funkkontakt auf.
    Unfallursache ist daher vermutlich ein technischer Defekt oder Probleme des Piloten. Der Pilot hätte weiter in Verlängerung der Landebahn fliegen oder eine Notlandung mit geringeren Schäden auf den angrenzenden Grundstücken machen können. Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Ausfall der Steuerung zu dem Flugunfall führte.
    Abgesehen davon war das mit 100 PS motorisierte Flugzeug mit drei Personen schwer beladen, möglicherweise überladen.
    Dies führt zu langen Start-und Landerollstrecken.
    Ich hoffe sehr, dass die Unfallursache aufgeklärt wird und dass sich daraus keine Nachteile für Piloten und den Flugplatz Bruchsal ergeben. (Flugunfall Wasserkuppe). Ich bin Hobbypilot.

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