NICHTS VERPASSEN?

Bruchsal | Die Zukunft in Bruchsal

Wir freuen uns, wenn du
diesen Artikel weiter verbreitest. Danke!


Icon-Stadtmagazin WILLI Reportage | Stefan Huber im Interview
Stefan Huber, geschäftsführender Vorstand des HubWerk01

Im ehemaligen Siemens Hochregallager wird jetzt die Zukunft gestaltet. Das „HubWerk01“, eines von zehn Digitalisierungszentren in Baden-Württemberg wurde im Mai feierlich eröffnet. Aber was steckt eigentlich dahinter? Und warum passt das Konzept perfekt nach Bruchsal? All das und mehr beantwortet uns der geschäftsführende Vorstand Stefan Huber.

Die offensichtlichste Frage gleich als Erstes: Huber, Hubwerk – hast du das Zentrum nach dir benannt? Oder woher kommt der Name?
Nein, das ist nur ein Zufall. Der Name HubWerk01 ist Programm. „Hub“ steht einerseits für Digital Hub, wie das Land Baden-Württemberg seine zehn Digitalisierungszentren nennt. Andererseits ist es eine Anspielung auf die Hebeanlage, die sich in dem ehemaligen Siemens-Gebäude einmal befand. „Werk“ sagt aus: Hier wird etwas geschafft, nicht nur überlegt und diskutiert. Schließlich haben wir ja einen Makerspace – das ist eine Werkstatt mit High-Tech-Maschinen, an denen Firmen und Startups Prototypen bauen können.
Und „01“ sind die binären Zahlen, die für Digitalität stehen.

Ihr bezeichnet euch selbst als das „Digitalisierungszentrum für die Region“. Was kann man darunter verstehen?
Digitale Technologien bieten den Unternehmen viele Chancen, aber auch das Risiko, abgehängt oder gar ersetzt zu werden. Sie müssen Schritt halten oder noch besser, selbst den Takt angeben. Im HubWerk01 wollen wir ihnen dabei helfen. Und Zukunftssicherheit durch Kooperation erreichen. Hier tauschen sich die Mitglieder aus. Silodenken wird aufgebrochen, indem sich Firmen von Startups oder
Kreativarbeitern inspirieren lassen.

Und wie würdest du ein Digital Hub in drei Sätzen erklären?
Ein Digital Hub wie das HubWerk01 bietet eine branchenübergreifende Entwicklungsumgebung für Betriebe aller Größen. Lösungssuchende finden hier Information,
Ideen und Raum zum Experimentieren. Außerdem verfügt das HubWerk01 über ein Expertennetzwerk und kann so Projektteams zusammenstellen, um bei der Ideenfindung, Entwicklung oder Umsetzung von Digitalisierungsprojekten aktiv zu unterstützen.

Das klingt toll. Aber wie seid ihr auf Bruchsal gekommen? Sind wir nicht viel zu klein für ein solches Projekt?
Das Land fördert die Digital Hubs ja fast ausschließlich in Mittelstädten wie Bruchsal. Es geht darum, die Digitalisierung in die Fläche zu bringen. Bruchsal ist also nicht zu klein, sondern genau der richtige Ort. Genau hierher passt das HubWerk01. Wir sind nicht Karlsruhe – dort gibt es Hochschulen und bereits jede Menge Gründerzentren. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht kleiner machen als wir sind: Wir haben hier tolle Unternehmen im Handwerk und in der Industrie. In fast jedem Dorf sitzt ein Weltmarktführer, ein Industrie- oder Technologiechampion. Wir haben einen Schwerpunkt in der Produktion – im Gegensatz zu Karlsruhe beispielsweise.

Der WILLI ist eine klassische Schnapsidee – wie sieht es mit dem Hubwerk01 aus? Wie hat alles begonnen?
Wir hatten in der Alten Bank in der Bruchsaler Innenstadt bereits seit zwei Jahren „braintex“ als kleines Gründerzentrum in Betrieb, als wir von der Ausschreibung des Landes erfuhren. Zehn Digital Hubs sollen in Baden-Württemberg eingerichtet werden. Da haben wir sofort mitgemacht und einen Förderantrag geschrieben, denn wir wollten mit braintex ohnehin in Richtung eines Digital Hubs gehen.

Ihr nennt eure Location im Triwo-Park liebevoll „Vereinsheim“. Und hinter dem Projekt steckt tatsächlich auch ein eingetragener Verein. Wieso seid ihr kein Unternehmen?
Wir haben uns bewusst für den demokratischen Ansatz entschieden, den der Verein viel besser abbildet als ein Unternehmen. Im HubWerk01 herrscht Gleichberechtigung und Augenhöhe von großen und kleinen Unternehmen. Jeder hat nur eine Stimme und kann gleichermaßen mitbestimmen. Auch im Selbstverständnis macht es einen großen Unterschied. Wir sind keine Einrichtung der Stadt, der Kammern oder von sonstigen Dritten – sondern eine Organisation der Unternehmen. Das ist ähnlich einem Ortsverein, bei dem man ein Leben lang Mitglied ist, immer wieder Kurse besucht und sich auch mal ehrenamtlich engagiert.

Was wollt ihr mit dem Hubwerk01 erreichen? Gibt es einen festgesteckten Fahrplan?
Wir wollen einen Beitrag leisten, so dass sich die Wirtschaft in der Region schneller den neuen technologischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen anpassen kann, die sich durch die digitale Transformation ergeben. Wir wollen ein belastbares Netzwerk von Unternehmen, Startups und Hochschulen schaffen, die sich im HubWerk01 gemeinsam helfen und fit für die Zukunft machen.

Text: Lidija Flick, Bilder: HubWerk01

Erstveröffentlichung in RegioMagazin WILLI 06/19

Dein Kontakt zum WILLI-Team! Klick mich, wenn du eine Mitteilung für uns hast

Dein Kontakt zum WILLI-Team! Klick mich, wenn du eine Mitteilung für uns hast


Die Region ist voll mit Geschichten und Ereignissen. Wer nah dran ist, weiß mehr. Vielleicht hast du ja einen Tipp für uns? Wir berichten für über 200.000 Menschen hier in der Region.

Wir sind gespannt!


Fotos an WILLI senden?
Aus Sicherheitsgründen bitte per E-Mail an
medien@egghead.de

 

Gib uns deinen Tipp!

Fülle die Felder hier unten aus und schicke uns deinen Tipp. Wir sind gespannt!

Icon-FacebookBesuche unsere Facebookseite. Wie wär’s?

_

Anzeige

sparkasse_kraichgau_290x290px

_

Siehe auch

Bruchsal | Neue Möbel im alten Bauhaus!

 60-sec-Video | Polstermöbel Fischer eröffnet neunte Filiale 08.08.2019 | Neue Möbel gibt es seit dem …

Sarah Connor Bruchsal Herz Kraft Werke

Bruchsal | Sarah Connor im Schlossgarten | VVK!

Meldung | Vorverkauf startet ab dem 16. August an allen bekannten Vorverkaufsstellen 15.08.2019 | Ab …