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Foto: Heisenberg Gymnasium Bruchsal

Bruchsal | „Der UNESCO-Gedanke wird hier gelebt!“ – Projekttag zu 17 Nachhaltigkeitszielen am HBG Bruchsal

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31.3.22 | „Transformation konkret!“ war das Thema des diesjährigen UNESCO-Projekttags am Heisenberg-Gymnasium Bruchsal (HBG).

Auf Basis des ganzheitlichen „Whole School Approachs“ der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur geht es dabei um die konkrete Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele, die 2015 als „Agenda 2030“ von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurden.

Weltweit 12.000 Projektschulen

Der Umsetzung dieser Ziele haben sich insbesondere die weltweit 12000 UNESCO-Projektschulen verschrieben, darunter neben dem HBG rund 300 weitere in Deutschland, deren Fokus auf internationaler Verständigung, Frieden, Menschenrechten, Umwelt und Nachhaltigkeit, Welterbe und interkulturellem Lernen liegt.

„Die Schulen nehmen die Ziele nicht nur in ihren Unterricht auf – sie wissen, dass nur das richtig erlernt wird, was in der Praxis, also gerade auch im Schulleben, erlebt und vorgelebt wird!“, so die Deutsche UNESCO-Kommission.

Ein außergewöhnlicher Schultag

„Diesem ganzheitlichen Ansatz zur Schulentwicklung werden wir an unseren drei Standorten in Bruchsal, Karlsruhe und Ettlingen gerecht, u.a. durch ein vielfältiges Programm bei unserem Projekttag“, erklärt Daniel Birmele, UNESCO-Koordinator des HBG und zusammen mit UNESCO-Lehrkraft Vera Honert federführend bei der Organisation dieses außergewöhnlichen Schultags.

Am HBG Bruchsal, Mitglied des Schulnetzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit Nistkästen, Schulbiotopen und nachhaltiger Forstwirtschaft, besuchten die Sinsheimer Klimaarena oder machten einen Biodiversitäts-Workshop am Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien.

Foto: Heisenberg Gymnasium Bruchsal

Im Fokus standen darüber hinaus nachhaltige Ernährung und der Klimawandel, Energiefragen, Achtsamkeit, Männer- und Frauenrollen sowie die Themen Naturkosmetik und Mikroplastik. Anlässlich der russischen Invasion in die Ukraine beschäftigte sich eine Oberstufengruppe zudem mit Konflikten und Kriegen.

Nicht nur von Nachhaltigkeit reden, sondern es auch in die Tat umsetzen

„´Transformation konkret´ bedeutet, nicht nur von Nachhaltigkeit zu reden, nicht nur unseren Planeten retten wollen, sondern auch alles in die Tat umzusetzen – also nicht nur nachdenken und sprechen, sondern auch tun!“, unterstrich Vera Honert in einem von der UNESCO-AG produzierten Video, das am Vortag alle HBG-Schülerinnen und –Schüler zu sehen bekamen.

In die gleiche Kerbe schlug Schulleiter Manuel Sexauer: „Auf der Welt muss sich viel verändern und dahinter steckt oft die individuelle Gier, das Nicht-Hineinversetzen in andere, das Schauen auf sich, der Egoismus. Deshalb muss jeder vor der eigenen Haustür kehren und z.B. beim Konsum darauf zu achten: Was passiert durch mein Verhalten in der ganzen Welt?“

Wie intensiv sich Schülerschaft und Lehrkräfte der UNESCO-Projektschule im Bruchsaler Sportzentrum mit den Nachhaltigkeitszielen auseinandersetzen, zeigte auch eine Umfrage, bei der sich die Schulgemeinschaft zu ihren Sorgen, Ängsten und Zukunftshoffnungen und -erwartungen äußerte.

„Ich wünsche mir mehr Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“, meinte etwa Lehrervertreter Matthis Ilg und fordert, „im Kleinen anzufangen, bei ganz persönlichen Gewohnheiten, bei Engagements in privaten Beziehungen und sich dann einbringen in Aktivitäten, die auf globalere Zusammenhänge abzielen.“

Ähnlich äußerte sich seine Kollegin Isabelle Weinsdörfer, die konkrete Handlungsempfehlungen gab: „Versuchen sich um andere und um die Umwelt zu kümmern, z.B. Lichter ausmachen, Müll trennen, mehr Fairtrade kaufen und bei der Kleidung mal secondhand!“

„Was ist mir wirklich wichtig? Wie kann ich die Umwelt schützen?

Auch die Schülersprecher Luca Weindel und Leo Motz wünschen sich einen Sinneswandel bei jedem Einzelnen. „Wir müssen sehr viel ändern und vor allem über unser Konsumverhalten nachdenken“, betonte Weindel. „Was ist mir wirklich wichtig?

Wie kann ich die Umwelt schützen? Weniger Auto fahren, weniger fliegen und so weiter! Wir müssen unseren Planeten so behandeln, dass er auch für die nächste und übernächste Generation erhalten bleibt!“ Und Leo Motz gab folgende konkrete Tipps mit auf den Weg: „Saisonale und regionale Produkte einkaufen, möglichst wenig Fleisch, Bioprodukte, viel mit dem Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen!“

Elea Schillo und Lilien Baus von der UNESCO-AG des HBG lobten die diversen Initiativen am HBG, denn, so Schillo, es müsse „ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit geschaffen werden und damit müsse man schon früh in der Bildung beginnen.“ Lilien Baus pflichtete ihr bei: „„Die Schüler müssen begreifen, dass wirklich jede einzelne Tat zählt, um gemeinsam im Großen etwas zu verändern!“

Hanna Pallesche reflektierte über die Rolle des HBG bei der konkreten Umsetzung der Ziele sowie Partizipationsmöglichkeiten junger Menschen im Privatleben.

„Unsere Schule bietet in der Mensa einen vegetarischen Tag, das finde ich richtig klasse“, lobte die Neuntklässlerin und ergänzte: „Der UNESCO-Gedanke wird hier wirklich gelebt! Wenn das mehr Menschen machen würden, wäre das für die Umwelt und das gesellschaftliche Miteinander viel besser.“

Foto: Heisenberg Gymnasium Bruchsal

Außerhalb der Schule könnte man als junge Person ebenfalls einen Unterschied machen, zum Beispiel „sich auf sozialen Plattformen mit Jugendlichen austauschen, auf Demonstrationen gehen oder einfach seinen eigenen Strom, Fleisch, Konsum generell reduzieren.“

Einen anderen Schwerpunkt legte Leopold Fichtenmeier aus der 10c: „Wir sollten unseren Plastikkonsum senken, zum Beispiel durch Abschaffung der Plastikstrohhalme. Auch Aluminiumfolie sollte weniger verwendet werden, etwa an der Fleischtheke. Und beim Einkaufen am besten eine Papier- oder Stofftüte mitnehmen!“ Transformation konkret eben.

UNESCO Projektschulen
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