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BRUCHSAL/BRETTEN | Lebenshilfe fordert Bonuszahlungen für alle, die im sozial-pflegerischen Bereich tätig sind

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8.7. | Die Beschäftigten der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten in den besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe und auch die Vorstände der Einrichtung sind verärgert. Die Mitarbeitenden fühlen sich ungerecht behandelt.

„Wir hatten die gleichen Belastungen wie im Pflegebereich“, sagen sie. Aber sie erhielten keine Bonuszahlungen nach den Beschlüssen von Bundestag und Bundesrat. „Ist unser Engagement für die uns anvertrauten Menschen weniger wert?“ fragen sie. Es ist nicht nur der entgehende Geldbetrag, der sie wütend macht, sondern auch die fehlende Anerkennung ihrer Arbeitsleistung.

Keine realitätsfernen Abgrenzungen!

Sven Hecker, Wohnheimleiter und stellvertretender Bereichsleiter „Wohnen“, kann sich bei diesem Thema in Rage reden: „Die Menschen mit Behinderung, die in unseren Wohnheimen zu Hause sind, konnten bei Corona-positiv nicht in den Werkstätten arbeiten und mussten in Quarantäne. Wir haben sie dann beschäftigt und begleitet.“

Ferner mussten auch in der Eingliederungshilfe alle Corona-Verordnungen umgesetzt werden – genauso wie in den Krankenhäusern und Pflegeheimen. Dadurch war ein erhöhter Betreuungsaufwand nötig. Auch die psychische Belastung der Beschäftigten durch die ständige Angst vor einer Ansteckung war enorm. Weil aber die Wohnheime zur Eingliederungshilfe gehören und nicht zur Pflege, erhalten die dort Beschäftigen keinen Bonus.

„Dies schafft Ungleichheit und Unmut zwischen den Arbeitsbereichen“

sagt Bernd Gärtner, einer der Vorstände der Lebenshilfe, der unter anderem für die Wohnheime zuständig ist. Nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die der Pflege zuzurechnen sind, erhalten den Bonus in Höhe von bis zu 550 Euro. „Diese Ungleichbehandlung bei gleicher Belastung ist nur schwer zu vermitteln und überhaupt nicht nachzuvollziehen“, sagt er. „Offensichtlich kennt die Politik die hohen Anforderungen in der Eingliederungshilfe nicht und berücksichtigt sie nicht angemessen.

Die genannten Beschäftigten hatten in der Pandemie eine zentrale Rolle. Wenn Menschen mit Behinderung nicht in ihren Werkstätten arbeiten konnten, fehlte die Struktur im Tagesablauf. Familienbesuch war ebenfalls nicht möglich. Die Mitarbeitenden haben die Bewohner deshalb mit großem Aufwand und Einfühlungsvermögen betreut. „Wir fühlten uns wie in einem Dauerregen und man bietet uns keinen Schirm an“, sagt Antonina Keller, Wohnheimleiterin.

Die Forderung lautet deshalb „Bonuszahlung für alle, die im sozial-pflegerischen Bereich tägig sind und keine Ungleichbehandlung nach realitätsfernen Abgrenzungen.“

 

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