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Badische Landesbühne unterstützt die Erklärung der Vielen
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Bruchsal | Badische Landesbühne unterzeichnet die ERKLÄRUNG DER VIELEN


Meldung | Glänzende Demonstrationen für ein EUROPA DER VIELEN

Gemeinsam mit verschiedenen Kulturinstitutionen aus dem ganzen Bundesland hat die Badische Landesbühne die ERKLÄRUNG DER VIELEN für das Land Baden-Württemberg unterzeichnet.

Stellvertretend für die Landesbühne stehen Intendant Carsten Ramm und Joerg Bitterich, der Leiter der jungen BLB, ein für die Freiheit der Kunst, die Räume schafft zur Veränderung der Welt.

Die ERKLÄRUNG DER VIELEN, die am 9. November des letzten Jahres in Berlin, Dresden, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gestartet ist, wächst bundesweit. Mit dem 1. Februar 2019 kommen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Celle, Frankfurt am Main, Halle, Lüneburg, Mannheim, Mecklenburg-Vorpommern, Oldenburg, Region Nordwest, Rostock, Schleswig-Holstein und Thüringen hinzu. Vorbereitungen zu Erklärungen gibt es auch in Sachsen, Osnabrück, Wien und Warschau.

Bislang beispiellose Kampagne der Solidarität

Mittlerweile haben damit an die 2000 Kunst- und Kulturinstitutionen mit ihren Aktiven aus der Kulturlandschaft eine Debatte zur Freiheit der Kunst und zur Fortentwicklung der offenen Gesellschaft angestoßen. Die bislang beispiellose Kampagne der Solidarität, Schönheit, Vielfalt und gesellschaftspolitischen Verantwortung der Kunst ist eine Antwort auf gezielte Angriffe gegen die Kunst- und Kulturlandschaft durch rechtspopulistische und -extreme Parteien und Gruppierungen. Die Forderungen über eine zu verordnende nationale „Staatskunst“ der Rechtsextremen versandet in der Vielfalt unserer Kunstlandschaft. Die regionalen Gruppen der ERKLÄRUNG DER VIELEN führen Veranstaltungen und Diskussionen durch, starten Aktionen und Kampagnen. Am Sonntag, den 19. Mai 2019 werden in mehreren Städten bundesweite Glänzende Demonstrationen für ein EUROPA DER VIELEN stattfinden.

Kunstfreiheit darf nicht eingeschränkt werden

In Berlin startet die Glänzende Demonstration um 12.00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz, vorbei an mehreren Kunst- und Kultureinrichtungen, vor denen Künstler*innen aus europäischen Ländern sprechen werden, die bereits durch Regierungsbeteiligungen nationalistischer und rechtsextremer Parteien unter Druck geraten sind und deren Länder die Freiheit der Kunst schon länger nicht mehr garantieren. Im Aufruf heißt es hierzu: Die Einschränkung der Kunstfreiheit ist in Ländern Europas wie der Türkei und Russland, aber auch innerhalb der Europäischen Union in Ungarn oder Polen, bereits bittere Realität. Die Bedrohung der Kunstfreiheit ist auch in Italien oder Österreich nicht unrealistisch. Auch in Deutschland sowie in weiteren EU-Staaten könnte die Kunstfreiheit durch nationalistische oder rechtsautoritäre Regierungsbeteiligungen in Gefahr geraten.

„Kunst entsteht nicht innerhalb nationaler Grenzen“

Die Länder der Europäischen Union bilden selbst eine Vielfalt der Lebensentwürfe und Kulturen ab. Ihre politische Ausgestaltung muss getragen werden von der Idee eines Europas der VIELEN. Ein solidarisches Europa, das sich nicht immer weiter abschottet, sondern sichere Zugänge schafft, für Menschen aus nicht-europäischen Ländern, die hier leben wollen. Auch Künstler*innen, Intellektuelle, Andersdenkende und Menschen mit anderen Lebensentwürfen werden aus Ländern Europas und Orten in der ganzen Welt zur Emigration gezwungen. Asylrecht und Freizügigkeit wie die Kunstfreiheit sind miteinander verbunden – Kunst entsteht nicht innerhalb nationaler Grenzen. In den unterschiedlichen Verfassungen und in der Erklärung der Menschenrechte werden das Asylrecht wie die Kunstfreiheit benannt. Beide sollen den Anforderungen eines Europas der Vielen, auch der Vielen aus nicht-europäischen Ländern, ein Leben in Würde sicherstellen. Sichere Fluchtwege, Solidarität und eine offene Gesellschaft gehören unteilbar zusammen mit dem „Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen …“ wie es in der Erklärung der Menschenrechte heißt.


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