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Update | Bretten | Corona-Situation im Pflege- und Altenwohnheim Schönblick

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03.04.2020 | Nach Auftreten von COVID-19-Infektionen im Pflege- und Altenwohnheim Schönblick in Bretten-Neibsheim wurde damit begonnen, Bedienstete und Bewohnerinnen und Bewohner zu testen.

Nach dem momentanen Stand sind 68 Bewohner und 36 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Fünf Bewohner sind verstorben. Im Pflegeheim arbeiten insgesamt 166 Bedienstete und es leben 181 Bewohner dort. Da davon ausgegangen werden muss, dass die weiteren Tests ähnliche Ergebnisse bringen und Betroffene im weiteren Krankheitsverlauf auch stationärer Behandlung bedürfen, haben die Kliniken des Landkreises bereits Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten aufgenommen.

Der Landkreis beliefert die Einrichtung bevorzugt mit Schutzmaterialien und wird in diesem speziellen Fall für die besonders belasteten Pflegekräfte psychosoziale Beratung anbieten.

Pflegekräfte gesucht!

Ausdrücklich schließen sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeister Martin Wolff der Aufforderung des Landes Baden-Württemberg an, wonach sich alle derzeit nicht in der Pflege aktiven Pflegekräfte und Angehörigen pflegenaher Berufsgruppen melden sollen, um bei der Bewältigung der Corona-Krise Unterstützung zu leisten.

„In der Neibsheimer Einrichtung nützt jetzt jede kundige helfende Hand“, appellieren Landrat und Oberbürgermeister. Melden kann man sich direkt bei Oberbürgermeister Martin Wolff (Martin.Wolff@bretten.de); die Stadtverwaltung koordiniert dann in Absprache mit dem Landkreis einen eventuellen Einsatz.

 

Wir berichteten am 02.04.2020:

Der Landkreis Karlsruhe und die Stadt Bretten informieren in einer Pressemitteilung über die Situation im Pflege- und Altenwohnheim Schönblick in Bretten-Neibsheim. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind derzeit 649 COVID-19-Fälle bestätigt, davon 43 in Bretten (Stand 2. April), von denen 13 bereits wieder genesen sind. Neun Infektionen sind im Pflege- und Altenwohnheim Schönblick in Bretten-Neibsheim bestätigt.

Mehr als 350 Tests

Kein Krankheitsverlauf ist aktuell so schwerwiegend, dass eine stationäre Behandlung in einer Klinik erforderlich ist. Zwei Betroffene, die zuvor schon schwer krank waren, sind mittlerweile verstorben. Nach Auftreten der ersten Fälle wurden bis jetzt alle 160 Bediensteten und fast alle der rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner getestet. Die Ergebnisse stehen aktuell noch aus.

Neben dem schon seit mehreren Tagen geltenden Besuchsversbot hat das Landratsamt beim Auftreten der ersten bestätigten Fälle in Bretten einen Aufnahmestopp verfügt. Darüber hinaus finden keine gemeinsamen Aktivitäten mehr statt. Die Bewohnerinnen und Bewohner bleiben nun dauerhaft auf ihren Zimmern und die Betreuung wurde so organisiert, dass die Corona-Patienten soweit möglich vom selben Personal versorgt werden.

Genügend Masken – auch dank Spenden

Alle Tätigkeiten zur Pflege erfolgen nur mit Schutzmaske. Ein zunächst vorhandener Engpass in diesem Bereich konnte unter anderem dank mehrerer Spenden behoben werden. Auch der Landkreis stellt dem Pflegeheim in einer ersten Tranche Schutzausrüstung – Mund-Nasenschutzmasken, FFP2-Masken und Schutzhandschuhe – zur Verfügung. Mit diesen Maßnahmen sollen sowohl das Personal als auch die Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich geschützt werden.

Das Gesundheitsamt steht mit den Betreibern der Einrichtung und der Stadt Bretten in engem Austausch.

Pressemitteilung der Stadt Bretten

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