Schutzengel, der ein Kind vor dem Sturz aus einem Boot bewahrt | Chromolithographie, 1907 (Bestand Deutsches Schutzengelmuseum Bretten)

Bretten | Ein Schutzengelmuseum in Bretten? Um Himmels Willen!

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27.01.21 | Zwar gibt es in Bretten keine Kirche mit einem Schutzengelpatrozinium wie in Eichstätt oder gar eine Schutzengel-Wallfahrt wie in Münnerstadt, doch hat sich in den letzten Jahren eine Verbindung zwischen den Schutzengeln und der Stadt Bretten aufgebaut.

Schutzengel-Glückwunschkarte zur Konfirmation, um 1920 | (Bestand Deutsches Schutzengelmuseum Bretten)

Der Bestand des im Jahr 2007 aufgelösten Schutzengel-Museums Bad Wimpfen bildet die Basis der in diesem Museum ausgestellten Exponate. Große Teile der ehemals hier befindlichen Sammlung wurden von der „Bürgerinitiative  Brettener Heimat- und Denkmalpflege“ übernommen. Seit der Eröffnung des Deutschen Schutzengelmuseums in Bretten am Tag des Schutzengels (2. Oktober) im Jahr 2007, wurde der Bestand erheblich erweitert. Besondere Sammlungsbereiche sind die Kommunions- sowie Konfirmationsbilder aus dem 19. Jahrhundert, Soldatenkarten mit Schutzengeldarstellungen aus der Zeit des 1. Weltkriegs (1914-1918) sowie eine Sammlung sogenannter Schlafzimmerbilder, die christliche aber auch profane Themen abbilden.

Als Geburtsstadt des Reformators Philipp Melanchthon möchte man auch mit diesem Museum einen Teil zur Ökumene und dem interreligiösen Dialog beitragen. Das Museum soll als Zeichen für die gegenseitige Toleranz und ein rücksichtsvolles Miteinander stehen.

 

Wer oder was sind Schutzengel?

Engel sind in vielen Religionen Wesen, die Gott oder den Göttern zur Seite stehen, gleichwohl aber von ihnen unterschieden werden. Das Wort “Engel“ leitet sich von dem altgriechischen Wort „ἄγγελος“ (angelos = Gesandter, Bote) ab. In der Bibel wer-den Engel als Geschöpfe dargestellt, die zwischen Gott und den Menschen stehen. Die Schutzengel sind den Menschen auf besondere Weise zugetan und sollen diese vor Unheil bewahren.

Derartige Vorstellungen finden sich bereits im Buch Genesis des Alten Testaments  (1. Buch Mose). Schon in der spätantiken Kunst lassen sich bildliche Darstellungen von Engeln finden, im Laufe des Mittelalters und der Neuzeit durchliefen sie zahlreiche Veränderungen in ihrer Darstellung. Die göttlichen Boten waren und sind in Glauben und Kunst bis heute gegenwärtig.

Die heute in der Kunst und Popkultur als Topos allgegenwärtigen Engel scheinen in den vergangenen Jahrzehnten wieder einen gewissen Aufschwung zu erleben. Was beflügelt dieses wiedererweckte Interesse? Ist die Allgegenwart der geflügelten Wesen eine Reaktion auf die wachsende Globalisierung und der damit einhergehenden Veränderungen und Verunsicherungen?

Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen finden Sie nach der Wiedereröffnung des Deutschen Schutzengelmuseums im Schweizer Hof!

 

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