Bretten Luftbild
Foto: Landfunker Archiv

Bretten | Appell von Oberbürgermeister Martin Wolff. Was noch erlaubt ist lesen Sie hier!

Bereits 2 x geteilt!
Bitte hilf uns, den Beitrag weiter zu verteilen. Danke!

21.03.2020 | Oberbürgermeister Martin Wolff wendete sich in einer Pressemitteilung vom 20.03.2020 direkt an die Bürgerinnen und Bürger von Bretten und appelliert, zuhause zu bleiben. Die Pressemitteilung führen wir hier im exakten Wortlaut auf.

Liebe Brettenerinnen und Brettener,

die Lage ist ernst! Viele von Ihnen machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit und um ihre Zukunft. Oberste Priorität hat nun aber die Gesundheit. Und die können wir nur erhalten, wenn wir engen Kontakt vermeiden und uns an die Anordnungen, Sicherheitshinweise und Verbote halten, die nun in Kraft getreten sind. Leider zeigten sich in Bretten insbesondere einige junge Menschen wenig einsichtig, so dass es inzwischen mehrere Ansteckungen in dieser Personengruppe gibt. Ich bitte deshalb inständig auch alle Eltern, dahingehend auf die Jugendlichen einzuwirken, dass sich alle an die Anordnungen halten. Denn sie sind nur dann wirksam, wenn wir alle mitmachen. Nur wenn wir uns alle verantwortungsbewusst verhalten und tagtäglich überlegen, wie wir mit unserem persönlichen Verhalten und im Umgang miteinander den Virus zurückdrängen können, werden wir ihn besiegen. Jedem und jeder einzelnen von Ihnen kommt dabei eine große Verantwortung zu. Helfen Sie mit!

Nun wird es weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. In Abstimmung mit dem Landkreis haben wir ein Betretungsverbot für alle öffentliche Flächen verordnet. Oberstes Gebot ist es nun, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben und das Haus nur in dringenden Angelegenheiten wie zum Arbeiten, Einkaufen oder den Arztbesuch zu verlassen. Eine genaue Auflistung dazu, was erlaubt und was nicht erlaubt ist, finden Sie in der Allgemeinverfügung der Stadt Bretten über ein Betretungsverbot von öffentlichen Flächen und ausführlich erläutert auf der Webseite der Stadt.

Wir müssen alles tun, um gefährdete Mitmenschen, Ältere und Kranke zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Damit unsere Krankenhäuser, die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte diese immense Aufgabe bewältigen können.

Bitte halten Sie sich an diese Verbote und bleiben Sie zu Hause. Die Ordnungskräfte sind angewiesen, die Einhaltung zu kontrollieren und bei Zuwiderhandeln Strafen zu verhängen.

Ich wende mich mit einer weiteren Bitte an Sie: Kümmern Sie sich um ältere Mitmenschen, indem Sie Einkaufen oder über den Gartenzaun hinweg mit Ihnen sprechen, immer in der Wahrung des nötigen Abstands und unter Einhaltung der Hygienevorschriften.

Die Verfügung darf nicht zu Isolation und Einsamkeit führen. Bitte seien Sie kreativ und nutzen Sie die Situation Ihren Gegenüber als Mitmenschen wahrzunehmen. Wir sind alle im gleichen Boot und müssen nun mit der Situation klarkommen. Wir von der Stadtverwaltung unternehmen alles, damit Ihre Sicherheit und Gesundheit erhalten wird.

Unterstützen auch Sie uns und bleiben Sie zu Hause.

Ich bin mir ganz sicher, dass wir Brettenerinnen und Brettener die Situation meistern. Wir werden neue Wege finden, um miteinander zu kommunizieren, um zu lernen und Sport zu machen.

Bleiben Sie gesund.

Pressemitteilung der Stadt Bretten

Was man in Bretten noch darf!

Klarstellende Hinweise zur Allgemeinverfügung der Stadt Bretten vom 20.03.2020:

Vorbehaltlich jetziger und künftiger landesrechtlicher Regelungen wird klargestellt:

1) Spazierengehen ist erlaubt, dabei sind die gängigen Hygienestandards und grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen sicherzustellen (außer zu Haushaltsangehörigen).

2) Einkaufen gehen ist ohne räumliche Beschränkung erlaubt, dabei sind die gängigen Hygienestandards und grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen sicherzustellen.

3) „Gassi“ gehen ist erlaubt, dabei sind die gängigen Hygienestandards und grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen sicherzustellen.

4) Aufsuchen von Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Hofläden, (ausgenommen sind reine Wein- und Spirituosenhandlungen), Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste einschließlich solche des Online-Handels, Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten auch über 18.00 Uhr hinaus, Ausgabestellen der Tafeln, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Hörgeräteakustiker, Optiker und Praxen für die medizinische Fußpflege, Tankstellen, Poststellen, Banken und Sparkassen sowie Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen, Reinigungen und Waschsalons, der Zeitschriften- und Zeitungsverkauf, Raiffeisenmärkte, Verkaufsstätten für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf und der Großhandel ist erlaubt. Die Ausnahme gilt nur dann, wenn die Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards sichergestellt ist. Die Öffnung ist an allen Sonn- und Feiertagen beschränkt auf den Zeitraum von 12 bis 18 Uhr zulässig.

5) Dienstleister, Handwerker und Werkstätten können in vollem Umfang ihrer Tätigkeit nachgehen, soweit sie nicht in § 4 Absatz 1 CoronaVO genannt sind.

6) Umzüge für dieses Wochenende (bis Sonntag) werden per Ausnahmegenehmigung erlaubt, dabei sind insbesondere die Beschränkungen des § 3 Absatz 1 bis 3 CoronaVO zu beachten.

7) Arbeiten gehen und der direkte Weg zur Arbeit ist weiterhin erlaubt, dabei sind die gängigen Hygienestandards und grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen sicherzustellen. Ein „Passierschein“ ist nicht notwendig. Eine Bescheinigung des Arbeitgebers kann aber nicht schaden.

8) Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen (pflegebedürftige Menschen, Kinder, Babysitten etc.) ist erlaubt.

9) Besuch von Freunden oder Familie, die nicht zum Haushalt gehören (Versammlung in geschlossen Räumen) ist bereits durch die CoronaVO untersagt. Auf Besuche von Lebensabschnittsgefährten oder von leiblichen Kinder oder Eltern, die nicht im selben Haushalt leben, bitten wir zu verzichten, um keine (neuen) Infektionsketten in Gang zu setzen, um somit diese und sich selbst nicht zu gefährden.

10) Versorgung von Tieren in Stallungen, Gehegen, Bienenstöcken etc. ist erlaubt.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Bretten über ein Betretungsverbot von öffentlichen Flächen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) können Sie hier einsehen:

Allg.verfügung Betretungsverbot

Siehe auch

NEUE CORONA-RECHTSVERORDNUNG | Die DO’s & DONT’s auf einen Blick

27.05.2020 | Das Wichtigste der neuen Rechtsverordnung der Landesregierung bezüglich des Coronavirus vom 26.5.2020 Am …