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Ein echtes Bruchsaler Schmuckstück – Schmuckdesignerin Barbara Simon

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1.09.2015 | Diamonds are a girl‘s best friend! Marilyn Monroe hat es schon vor über 60 Jahren gesungen. Schmuck kommt nie aus der Mode, die Menschen haben sich schon immer gern mit schönen Dingen umgeben. Und das ist auch heute noch so. In unserer fortschrittlichen Zeit gibt es allerdings neue Techniken um Schmuckstücke herzustellen. Barbara Simon aus Bruchsal hat so ein Verfahren erfunden. Schmuckdesignerin_Barbara_Simon

Man könnte wohl sagen, dass Barbara Simon ein Universaltalent ist. Sie ist nicht nur Goldschmiedin und gelernte Diplom Designerin im Fachbereich Schmuck & Objekte der Alltagskultur, sondern war auch als Dozentin an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim tätig. Bereits seit 1998 ist sie als selbstständige Schmuckdesignerin tätig und hat seitdem zahlreiche Ausstellungen und Messeteilnahmen zu verzeichnen. Die Liste ist ebenso lang wie beeindruckend. Unter anderem war die Bruchsalerin mit ihrer Arbeit in Kanada, den USA, Irland, Wien, Oslo und natürlich vielen deutschen Städten. Sie wurde sogar ins Künstlerarchiv des Guggenheim Museums, Stammhaus New York aufgenommen. Und das ist trotzdem noch nicht alles.

Vom Pinselstrich zum Schmuckstück

Das Besondere an Barbaras Schmuck ist nämlich, dass er einzigartig ist. Und zwar wirklich! Denn er entsteht quasi direkt aus ihrer Handbewegung heraus. Durch die von ihr entwickelte Technik, kann sie den Schmuck von der Zeichnung, der Geste, sofort in das fertige Accessoire umwandeln. Das erklärt sie selbst so: „Die Ursprünglichkeit der Handskizze bleibt erhalten, der Pinselstrich nachvollziehbar. Selbst wenn ich 5-10 Stücke des gleichen Themas anfertige, ist jedes Stück einzigartig, ein Unikat! Die Schmuckstücke sind auffallend filigran und von besonderer Leichtigkeit.“ Als Laie kann man sich das natürlich schwer vorstellen, deswegen erklärt die Designerin das von ihr erfundene Verfahren am besten selbst: „Stark vereinfacht kann man es so sagen: In einem galvanischen Bad können durch elektrolytische Vorgänge Metallschichten auf Oberflächen aufgetragen werden. Sind diese Schichten dicker als ein Überzug, spricht man von Galvanoforming. Bei meiner Technik setzt sich das Metall direkt auf meiner Zeichnung ab. Dadurch erhalte ich diese einzigartigen zeichnerischen Strukturen im Metall. Ich erarbeite Muster und Ornamente in spanlosem Verfahren. Das heißt kein Bohren, Sägen, Feilen – was bei der traditionellen Goldschmiedearbeit üblich ist.“ Für diesen gezeichneten Schmuck nutzt Barbara ausschließlich Feinsilber. Dies ist der Technik geschuldet, da galvanische Bäder für Gold und Platin extrem teuer und kompliziert in der Handhabung sind. Abgesehen von den gezeichneten Schmuckstücken arbeitet die Designerin natürlich auch mit anderen Materialien wie Gold, Weißgold und Platin. Kombiniert mit Perlen und Edelsteinen.

Eine Aufgabe ist nicht genug

Das allein ist schoschmuckdesignerin_icons_kuessmich_froschn ein Fulltime Job, aber Barbara Simon ist das nicht genug. Eine ihrer Leidenschaften ist nämlich auch noch die Floristik. Wie kam sie dazu? „Meine Eltern hatten 35 Jahre lang ein Blumenfachgeschäft, daher bin ich damit aufgewachsen und im Umgang mit Floristikarbeit bestens vertraut. Es wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Daher macht es mir großen Spaß, wenn ich ab und an wieder in diese Materie eintauchen darf. Zum Beispiel bei Hochzeiten, Taufen, Geburtstagen und auch größeren Veranstaltungen, wie z.B. einer Lions-Club Feier 2010 und Blumenarrangements im Schloss Bruchsal.“ Barbara hat in ihrem Leben bereits viele Stationen gehabt. Da hat man sicherlich einen Favoriten, etwas, das man mehr als die anderen Dinge liebt, oder? „Am liebsten ist mir eine Mischung aus allem. Unterrichten macht wirklich großen Spaß. Gestaltung ist und bleibt aber auf jeden Fall das Allerwichtigste. Schmuck wird immer ein fester Bestandteil meines Arbeitens sein, da steckt mein Herzblut drin. Das Möbel, Wohn-und Inneneinrichtungsthema fesselt mich sehr stark, das wäre noch so ein Traum von mir: Häuser einrichten, Wohnungen, Lofts, individuelle Hotels…“
Man merkt schnell – der Designerin wird es sicherlich niemals langweilig. Und wer sich persönlich von ihren Stücken überzeugen möchte, kann das in ihrem eignen Ausstellungsraum in Bruchsal tun. Denn mal ehrlich – wer mag nicht gern schöne Dinge?

 

Ausstellungstermine: Im Gewächshaus, Hinterhof Wörthstr. 13, Bruchsal 5. Dezember 2015 12. Dezember 2015 19.Dezember 2015 (jeweils 14 bis 18 Uhr) Gerne auch jederzeit Termine nach Vereinbarung. schmuck@barbara-simon.de. www.barbara-simon.de
Schmuckdesignerin_Ausstellungsraum

Text: Lidija Marinkovic,
Bilder: Petra Jaschke, Joachim Csanitz

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