fbpx
Sven Herzog und Jochen besuchten in Karnataka (Indien) eine Kaffeefarm.
Sven Herzog und Jochen besuchten in Karnataka (Indien) eine Kaffeefarm.

BERUF UND KARRIERE :: COFFEEcatering – Was’n das?

Lass das deine Freunde wissen!

Biologe, Geologe, Psychologe – es gibt viele Berufe, deren Endung stets verrät, dass sie irgendetwas mit Wissenschaft und Lehre zu tun haben. Eher unbekannt dagegen ist bislang der Coffeologe, der, wie der erste Teil des Wortes vermuten lässt, irgendetwas mit Kaffee zu tun haben muss.

Woher kommt eigentlich die schwarze Brühe, die sich Millionen Menschen oft mehrmals am Tag in die Tasse gießen? Die Stelle, an der die Verpackung im Supermarktregal stand, hat man noch vor Augen. Und der Blick auf das Etikett verrät immerhin, dass der Kaffee aus Äthiopien, Indien oder Brasilien stammt. Was aber selbst Kaffeeliebhaber häufig nicht wissen: Das Pulver oder die Bohnen einer Packung stammen aus unterschiedlichen geografischen Lagen und Regionen.

Die Herkunft des Kaffees ist wichtig

Für Aufklärung und eine durchgängig transparente Lieferkette sorgen Coffeologen wie Jochen Ludat und Sven Herzog. Die Kaffeeexperten aus Untergrombach und Waldbronn haben im vergangenen Jahr am Schul- und Forschungszentrum Coffee Consulate in Mannheim die Ausbildung zum Coffeologen absolviert. Seither arbeiten sie zusammen daran, qualitativ hochwertigen Kaffee in Gastronomie und Haushalte zu bringen. „Weinkenner legen großen Wert darauf, die Herkunft eines guten Tropfens zu kennen. Mit Kaffeebohnen verhält es sich nicht anders.

Genau wie bei den Trauben erhält der Kaffee ein einzigartiges, unverwechselbares Aroma, wenn die Bohnen alle aus derselben Parzelle stammen“, so Jochen Ludat.

 

Kaffeeexperten: Sven Herzog und Jochen Ludat bei der Kaffeeernte in Indien.
Kaffeeexperten: Sven Herzog und Jochen Ludat bei der Kaffeeernte in Indien.

 

Um ihren Kunden die Qualität des Kaffees von der Bohne bis in die zubereitete Tasse plausibel erklären und nachweisen zu können, sind die beiden Coffeologen mit einer Delegation deutscher Kaffeeexperten nach Südindien gereist um zwei Kaffeefarmen im indischen Bundesstaat Karnataka zu besuchen.

Jochen Ludat bietet nun seit einem Jahr von Untergrombach aus sein exklusives Kaffeecatering „Espressofaktur“ an. Entscheidend für die Qualität seines sortenreinen Kaffees, sind die klimatischen Bedingungen und die Klassifizierung der Bohne. Da alle Bohnen von derselben Varetät sind und dieselbe Größe haben ist das Röst- und Mahlergebnis homogener. Durch Langzeitröstung sind alle Kaffees magenfreundlich und jede Varietät hat ihren eigenen markanten Geschmack. Außerdem werden nur die wirklich reifen Kaffeekirschen handgepflückt.

Reise zu Kaffeefarmen in Südindien

Wer selbst einmal die geernteten Säcke zur Kaffeeaufbereitung geschleppt hat, kann einschätzen, was die größtenteils weiblichen Pflückerinnen bei der Ernte für schwere Arbeiten leisten müssen. Damit diese eine angemessene Bezahlung bekommen, sollte man bereit sein, ein Vielfaches der an der Börse erzielten Preise zu zahlen. Entscheidender Vorteil des direkten Handels: Das Geld kommt dort an, wo es wirklich gebraucht wird. Direkter Handel kommt der Qualität und den Arbeitern zu Gute. Faire stabile Preise und landwirtschaftliches Know How bieten Sicherheit und Perspektive.

Davon konnten Jochen Ludat und Sven Herzog sich in Indien ein genaueres Bild machen. Ihr Fazit nach Ihrer Indienreise bringen sie auf den Punkt. Kaffee ist mehr als nur ein Produkt. Viele Menschen werden benötigt um ihn in unsere Tasse zu bekommen. Jedes Glied der Kette vom Anbau über die Ernte, die Röstung bis hin zur Zubereitung ist wichtig. Deswegen sollte überall auf hohe Qualitätsstandards geachtet werden.

Neues Projekt: Barriquekaffee

Das die zwei Kaffeekenner für Überraschungen gut sind zeigt auch Ihr neues Projekt. Barriquekaffee – Kaffee mit einnehmender Eleganz eines Lembergers, der durch die Lagerung des Rohkaffees in Weinfässern selbige Aromen aufgenommen hat. Ein Projekt das man mit dem Winzer Markus Klumpp aus Bruchsal angegangen ist und dessen Einzigartigkeit bisher Seinesgleichen sucht.

Text und Bilder: Jochen Ludat

close

Kurze Unterbrechung!

Schon gewusst? Der Landfunker-Newsletter informiert dich über die Region zwischen Kraichgau und Rhein.

Unser Newsletter erscheint jeweils freitags für alle, die das Wichtigste zusammengefasst haben möchten.

Hier kannst du einen Beispiel-Newsletter sehen!

Bei Nichtgefallen kannst du ihn jederzeit mit einem Klick am Ende des Newsletters abbestellen.

WICHTIG: Solltest du in den nächsten Minuten keine Bestätigungsmail von uns bekommen, so überprüfe bitte deinen SPAM-Ordner. Ohne die Bestätigungsmail können wir dir keinen Newsletter schicken.

Ja, ich abonniere den