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BADEN-WÜRTTEMBERG | Weltfrauentag am 8. März 2022 – Erstmals nehmen mehr Frauen als Männer ein Studium auf

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07.03.2022 | Das Statistische Landesamt erstellt zahlreiche Sonderinformationen zu ausgewählten Anlässen und Ereignissen. Zum Weltfrauentag 2022 ein Auszug aus dem sehr breiten Informationsangebot der amtlichen Statistik.

Leben in Baden-Württemberg

  • alleinerziehende Frauen: 264 000
  • alleinerziehende Männer: 51 000
  • alleinstehende Frauen: 1,2 Mill. (Millionen)
  • alleinstehende Männer: 1,1 Mill.
  • Kinder je Frau im Durchschnitt: 1,55
  • Kinder je Frau im Landkreis Tuttlingen: 1,84
  • Kinder je Frau im Stadtkreis Heidelberg: 1,06
  • Haushalte mit ledigen Kindern in Baden-Württemberg: 1,6 Mill.
  • Haushalte mit ledigen Kindern im Stadtkreis Stuttgart: 82 000

Hochschulreife: Frauenanteil bei 54,6 %

Im Jahr 2020 haben 29 543 Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen erreicht. Darunter befanden sich 16 129 Frauen, was einem Anteil von 54,6 % entspricht.

Erstmals nehmen mehr Frauen als Männer ein Studium auf

Im Wintersemester 2020/21 waren insgesamt 358 654 Studierende an den baden-württembergischen Hochschulen eingeschrieben, darunter 175 158 Frauen (49 %). Unter den Studienanfängerinnen und -anfängern im ersten Hochschulsemester betrug der Frauenanteil 50,3 %. Damit begannen zum ersten Mal in der Geschichte des Landes mehr Frauen als Männer erstmalig ein Studium an einer Hochschule.

Frauenanteil im Bundestag bei 34,8 %

Von den insgesamt 736 Sitzen im 20. Deutschen Bundestag gingen 256 an Frauen, was einem Frauenanteil von 34,8 % entspricht. In Baden-Württemberg hatten sich 747 Personen um ein Bundestagsmandat beworben. Davon kamen 231 Kandidaturen bzw. 30,9 % von Frauen und eine von einer diversen Person.

Job und studieren bei Frauen und Männern

Von 2011 bis zum 1. Halbjahr 2021 erhöhte sich der Anteil der Studierenden, die ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit bestritten haben, von 23,5 % auf 32,1 %. Bestritt im Jahr 2011 noch jeder 5. männliche Studierende seinen Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit (22,0 %), so erhöhte sich dieser Anteil in einem Jahrzehnt auf 31,9 %. Die arbeitstätigen studierenden Männer zogen nahezu mit den Frauen gleich, die im selben Zeitraum ein kleineres Wachstum von 25,1 % auf 32,3 % verbuchten. Trotz höherer Erwerbsbeteiligung bleiben finanzielle Zuwendungen durch Angehörige die Haupteinnahmequelle für Studierende. Waren 2011 noch knapp zwei Drittel der Männer (63,2 %) von finanziellen Zuwendungen ihrer Verwandten abhängig, betrug der Anteil ein Jahrzehnt später nur noch 53,2 %. Im gleichen Zeitraum von 2011 bis zur 1. Jahreshälfte 2021 ist die finanzielle Abhängigkeit der weiblichen Studierenden zwar ebenfalls, allerdings in kleinerem Maße, um 6,4 Prozentpunkte auf 53,6 % zurückgegangen.

Im Gefängnis: Frauenanteil nur bei 5 %

Frauen werden deutlich seltener straffällig als Männer: Im Jahr 2020 war von den knapp 104 000 Verurteilten in Baden-Württemberg nur etwa jede Sechste eine Frau. Von den im Jahr 2020 rund 5 000 Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten im Südwesten waren sogar nur 5 % weiblich.

2100 Frauen: 100 Jahre und älter im Südwesten

In Baden-Württemberg lebten am Ende des Jahres 2020 rund 321 400 Personen, die 85 Jahre oder älter waren. Knapp zwei Drittel in dieser Altersgruppe der Hochbetagten sind Frauen (207 400) und lediglich gut ein Drittel Männer (114 000). Immerhin rund 2 600 sind sogar bereits 100 Jahre oder älter, davon 2 100 Frauen und 500 Männer.

Hauptursache dafür, dass es mehr Frauen als Männer im hohen Alter gibt, ist deren höhere Lebenserwartung: Ein neugeborenes Mädchen kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von gut 84 Jahren hoffen, ein neugeborener Junge dagegen »nur« auf knapp 80 Jahre. Die höhere Lebenserwartung der Frauen gegenüber der der Männer ist teilweise genetisch bedingt, vor allem aber auch auf unterschiedliche Verhaltensweisen zurückzuführen: Frauen ernähren sich im Schnitt gesünder; sie setzen sich im Alltag weniger Gefahren aus, verüben deutlich seltener Suizid und nehmen häufiger Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch.

»Späte Mutterschaft« im Trend

Die »späte Mutterschaft« liegt im Trend. Während das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes im Jahr 1980 in Baden-Württemberg erst bei 27 Jahren lag, betrug es im Jahr 2020 bereits 32 Jahre. Immerhin jede 4. Frau war zuletzt bei der Geburt eines Kindes mindestens 35 Jahre alt.

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