Gedenken an Gurs-Deportation Bad Schönborn
Im Morgengrauen der Opfer gedacht. Nach einem Schweigemarsch von der ehemaligen Synagoge zum Marktplatz in Mingolsheim versammelten sich zirka 30 Menschen zu einer Andacht im Gedenken an die vor 80 Jahren deportierten jüdischen Menschen.

Bad Schönborn | „Wir können sie nicht zurückholen…“ – Gedenken an die Deportation jüdischer Mitbürger vor 80 Jahren

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23.10. | „Im Morgengrauen…“ wurden vor 80 Jahren am 22. Oktober jüdische Menschen aus ganz Baden und der „Saarpfalz“ in das französische Konzentrationslager Gurs deportiert.

Deshalb gedachten die Gemeinde Bad Schönborn und die „Aktion Zeichen setzen“ am Jahrestag der Deportation früh am Morgen der Menschen, die an diesem Tag binnen einer Stunde Mingolsheim und Langenbrücken verlassen mussten.

Knapp 30 Personen fanden sich um 7.15 Uhr bei der ehemaligen Synagoge in der Friedrichstraße ein. Diakon Tillmann Häfner und Angelika Messmer, vom Verein Lernort Zivilcourage und Wiederstand, trugen Texte vor und erläuterten die damaligen Geschehnisse. Bürgermeister Klaus Detlev Huge verlas die Namen von Julius Falk und seiner Ehefrau Emma Falk sowie seiner Schwester Elsa Falk, Franziska Moses und Selma Isaac.

Sie alle wurden vor 80 Jahren deportiert und starben in den Lagern in Frankreich oder wurden nach Ausschwitz weiter transportiert und ermordet.

Nach der Lesung der Namen traten die Teilnehmer einen kurzen Schweigemarsch zum Marktplatz an. Dort spielten Jutta Fischer und Wolfgang Wittke drei Kletzmerstücke im Wechsel mit Texten einer Andacht.

Diese endete mit dem Satz, dass man die Ermordeten nicht zurückholen kann, ihrem Schicksal aber einen Sinn gibt, dass so etwas nie wieder vorkommen darf.
In Stille gingen die Teilnehmer auseinander.

 

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