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Bad Schönborn | Kommt die Umgehung von Bad Schönborn auf K3575?

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4.4.22 | Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags beauftragt die Verwaltung zu Gesprächen mit der Gemeinde Bad Schönborn

Schon seit Jahrzehnten wird über eine Umgehungsstraße zur Entlastung der Ortsdurchfahrten der Gemeinden Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn und Kronau diskutiert. Eine Variante im Zuge der K3575 in der Baulast des Landkreises Karlsruhe wurde 2015 vom Kreistag eingestellt, nachdem das Planfeststellungsverfahren in Folge eines Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts nicht mehr gerichtsfest gewesen wäre.

Nun rückt der Bau einer Straße zur Umfahrung von Bad Schönborn erneut in den Fokus. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat dieses Ziel in seiner jüngsten Sitzung vom 31. März in Graben-Neudorf bestätigt und darüber hinaus die Verwaltung beauftragt, das weitere Vorgehen mit der Gemeinde Bad Schönborn abzustimmen.
Hintergrund ist ein gemeinsamer Antrag der Kreistagsfraktionen CDU/Junge Liste, Freie Wähler, SPD und FDP zur Wiederaufnahme der Kreisstraße 3575.

Nach dem Planungsstop im Jahr 2015 hatte die Gemeinde Bad Schönborn eigene Überlegungen für eine Lösung angestellt

Unabhängig hiervon bestätigte eine Verkehrsprognose im Jahr 2016 die entlastende Wirkung. Durch die Umgehung von Bad Schönborn würde der letzte Teilabschnitt für eine Straße ohne Ortsdurchfahrten von der B35a bei Bruchsal bis zur B3 an der Landkreisgrenze zum Rhein- Neckar- Kreis geschaffen. Aus diesem Planungsziel lässt sich auch ableiten, dass der Landkreis die Baulast trägt.

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Betroffenheiten ist das Baurecht nur durch ein Planfeststellungsverfahren zu erlangen

Die Definition des Planungsziels und der Rahmenbedingungen ist für den Erfolg des Vorhabens von zentraler Bedeutung. Im Planungsprozess gilt es, eine sogenannte Vorzugstrasse zu entwickeln. So stünden zunächst grundlegende Untersuchungen und Gutachten an.
Die Verwaltung des Landkreises hält es für vorstellbar, dass eine Trassenführung bis 2025 erarbeitet werden kann. Ein Planfeststellungsverfahren ist aber nicht vor 2028 zu erwarten.

Ein Baubeginn wäre aufgrund der Komplexität ab dem Jahr 2032 denkbar

Die Kosten für das Vorhaben können derzeit noch nicht konkret prognostiziert werden. Erste Schätzungen ergeben aber einen voraussichtlichen Betrag von rund 40 Millionen Euro. Der Landkreis geht davon aus, dass die Maßnahme mit Fördermitteln des Landes zu rund 50 Prozent unterstützt werden könnte.

Oder doch nur eine Teillösung?

Neben der Wiederaufnahme der Planungen wäre auch eine Teillösung möglich, die die Gemeinde Bad Schönborn bereits untersucht hat und die ebenfalls zu einer Entlastung führen würde. Daher stimmt die Verwaltung zunächst mit den Gemeinden Bad Schönborn, Ubstadt-Weiher und Kronau ab, welche Lösung favorisiert wird, die auch von allen Kommunen mitgetragen wird. Anschließend wird der Kreistag die Sache beraten.

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