Auf dem Rad per Handymikrofon mit seinem Begleitfahrzeug verbunden. Kai Hliza war auf der 330-Kilometer-langen Strecke per Handy mit seinem Begleitfahrzeug-Team verbunden. In Mainz, wo das Foto enstand, wurde er von Radsportkollege Andreas Fliesgarden (im Hintergrund) begleitet und navigiert. Foto: Mitglieder des Begleiterteams

Bad Schönborn | Heartspeed war ein voller Erfolg – Karlsruhe-Köln an einem Tag mit Fahrrad und Defibrillator

Lass das deine Freunde wissen!

18.06.2021 | Trotz Regen und Defibrillator das Unglaubliche geschafft. Rennrad-Sportlers Kai Hliza radelte in einem Tag von Karlsruhe nach Köln

Was haben der dänische Fußballprofi Christian Eriksen und Rennradsportler Kai Hliza gemeinsam? Obwohl sie beide durchtrainierte Spitzensportler sind, erlitten sie beide einen Herzstillstand und mussten reanimiert werden. Während das für den Däne Eriksen noch keine Woche her ist, liegt der Herzstillstand des 35-jährigen Kai Hlizas bereits drei Jahre zurück.

Morgens um 6 war die Welt noch in Ordnung. Da startete Kai Hliza und die Aktion HeartSpeed an der Pyramide auf dem Karlsruher Marktplatz.
Foto: Mitglieder des Begleiterteams

Nach einer langen Rehabilitation ist Kai Hliza zu seinem Arbeitgeber und in seinen beliebten Sport zurückgekehrt. Allerdings trägt er einen S-ICD-Defibrillator am Herzen. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, aus Dankbarkeit eine ganz besondere Benefiz-Aktion Anfang Juni durchzuführen. An einem Tag radelte er von Karlsruhe nach Köln und sammelte dadurch Spenden – für die Ausbildung von Ersthelfern und für die Anschaffung von Defibrillatoren.

Die Aktion nennt er passender Weise „HeartSpeed“.  Bei „super“ Wetter startete Kai Hliza am Karlsruher Marktplatz und kam bis Koblenz, ehe der Regen einsetzte. „Zwischen Koblenz und Bonn sowie 30km vor dem Ziel hat es sehr stark geregnet, was viel Kraft gekostet hat“, erzählt Kai Hliza, der inzwischen wieder an seinen Arbeitsplatz in den Sankt Rochus Kliniken in Bad Schönborn zurückgekehrt ist.

Besonders hat er sich über die Unterstützung seiner Kollegen gefreut. „In Mainz hat mich mein Chef Ralf Ullrich mit seiner Frau überrascht und in Worms waren einige Arbeitskollegen, die uns unterstütz haben“, berichtet der zufriedene Charity-Radler.
Immer wieder musste er auf der 330-Kilometer-langen Tour die Motivation finden immer weiterzufahren. „Es gab ab zirka 200 Kilometer immer ein Auf und Ab der Gefühle. Die drei Regenphasen waren demotivierend und kraftraubend, die Unterstützung der Fans an der Strecke war sehr motivierend für das gesamte Team und vor allem wertschätzend für die gesamte Arbeit.“

 

Charity-Radler Kai Hliza (2.v.l.) mit seinem Begleit-Team (v.o.n.r) Sammy Mall, Tobias Rück und Peter Wacker, die ihm über 12 Stunden Essen und Getränke aus dem Auto reichten, navigiert haben, Soziale-Medien-Kanäle befüllten uvm
Foto: Mitglieder des Begleiterteams

 

Pausen legten der Radler und seine beiden begleitenden Arbeitskollegen (Physiotherapeut Sammy Mall und Sporttherapeuten Peter Wacker) in Worms, Bingen, Koblenz und Urfeld – kurz vor Köln ein. Insgesamt waren sie 12 Stunden unterwegs – die reine Fahrzeit betrug 10 Stunden und 35 Minuten. Zum Glück gab es keine Pannen allerdings hatte die Crew im Begleitfahrzeug viel zu tun, um den richtigen Weg zu finden und den Radler zu navigieren.

Kurz vor dem Ziel hatte Hliza einen Kraftverlust, da das Auto von ihm längere Zeit getrennt war, als er 20 Kilometer am Rheindamm fahren musste und nur eine halbe Flasche Wasser dabeihatte. Als sein Zuckervorrat aufgebraucht war gab es einen kurzen Kraft-Tanken-Stop mit schneller Zuckerzufuhr. Dank der vielen Unterstützer konnte der Radler dennoch weitermachen und sein Ziel wohlbehalten erreichen.

 

Überwältigt! Auf der Domplatte in Köln begrüßte Frank Dreyer den überglücklichen Charity-Radler Kai Hliza nach 330-Kilometer mit einem Willkommens-Schild!
Foto: Mitglieder des Begleiterteams

 

„Zu wissen das bis dato schon so viele Leute für den guten Zweck gespendet hatten und uns während wir unterwegs waren, zahlreiche Nachrichten geschrieben hatten, das war Motivation“, erklärt Kai Hliza.

Im Ziel angekommen freute sich Kai Hliza über den Erfolg. Nach einer Nacht in Köln fuhr das Team wieder zurück. Glücklich resümiert er „HeartSpeed“ damit, „dass sich die ganze anstrengende Vorbereitung sowie die Organisation und das Training komplett gelohnt haben, da uns so viele Leute auf jegliche Weiße unterstützt haben.“ Der aktuelle Spendenstand ist kurz vor 5000 Euro „und die Konten sind weiterhin offen, dass wir vielleicht auch noch die 5.000er-Marke knacken.“

Kai Hliza ist „unendlich dankbar und stolz auf mein gesamtes Team, die das Projekt zu dem gemacht haben, was es geworden ist. Außerdem freue ich mich, dass so viele Leute uns und HeartSpeed unterstützt haben.“

Nähere Information gibt es auf der Homepage http://www.heartspeed.de sowie auf der Facebook-Seite HeartSpeed. Wer diese gelungene Spendenaktion tatkräftig unterstützen will, kann seine Spende auf das Spendenkonto (IBAN: DE 73 6635 0036 0007 0750 48) bei der Sparkasse Kraichgau (BIC: BRUSDE66XXX) unter dem Stichwort HeartSpeed überweisen.

 

Kommentieren?
Ja bitte, denn eine offene Diskussion fördert das Miteinander.
Bitte achten Sie dabei auf unsere Kommentarregeln (Info)

Hier geht es zum Kommentarfeld >>>

 

Lass das deine Freunde wissen!

close

Kurze Unterbrechung!

Schon gewusst? Der Landfunker-Newsletter informiert dich über die Region zwischen Kraichgau und Rhein.

Unser Newsletter erscheint jeweils freitags für alle, die das Wichtigste zusammengefasst haben möchten.

Hier kannst du einen Beispiel-Newsletter sehen!

Bei Nichtgefallen kannst du ihn jederzeit mit einem Klick am Ende des Newsletters abbestellen.

_

Anzeige

lfk-banner-eventkalender-300x150

_

_

Anzeige

saluveganshop

_

Siehe auch

Symbolbild_Feuerwehr112-lizenziert bei Thinkstock-126515820

Landkreis Karlsruhe | Spenden für Angehörige von tödlich verunfallten und in Not geratene Feuerwehreinsatzkräften

21.07.2021 | Leider haben die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bei den Einsätzen in ihren …

TRK Innovationsatlas | Der schnelle Weg zu Innovationen in der TechnologieRegion Karlsruhe

21.07.2021 |  Neue Plattform bietet einen direkten Zugang zu wichtigen Institutionen und Ansprechpartner *inne n …