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BACKSTAGE :: LÖNNEBERGA – Leichtfüßige Lausbuben

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LÖNNEBERGA. Ein Gehöft in Katult in Lindgrens Kinderbuchklassiker ist Sinnbild für das neue Indie-Quartett aus Baden. LÖNNEBERGA sind vier im Herzen Kind gebliebene Freunde aus Bruchsal. Daniel, Philipp, Hannes und Flo schreiben Lieder über die Idylle, die Kindheit, das Lausbubenleben, die Liebe und die Höhen und Tiefen des Lebens einer Endzwanziger-Generation.

Sie klingen nicht nur sympathisch, sie sind es auch durch und durch. Mit mal tiefgründigen und mal leichtfüßigen deutschen Texten, aber immer mit abwechselnder Gangart überzeugen sie mit ihrer idyllischen Kleinkunst.

„Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele“.

Dieses Zitat des Schriftstellers Berthold Auerbach bringt auf den Punkt, wie LÖNNEBERGA Musik begreifen und ihr begegnen. Nachdem sich die Bandmitglieder jahrelang unabhängig voneinander in verschiedenen Genres ausprobiert hatten, setze man beim gemeinsamen Projekt nun auf eigene Ideen und selbstgeschriebene Songs. Lieder böten die Möglichkeit, das auszudrücken, „was man vielleicht im Alltag nie aufschreiben oder auch sagen würde. Das ist ein sehr schönes Privileg“, so Sänger und Frontmann Florian Stritzelberger. Manchen anderen Künstlern sei es nämlich nicht vergönnt, ihre Ideen auf den Bühnen der Region zu präsentieren.

Diese fristeten dann ein Schattendasein in den Untiefen des Internets, obwohl es an Talent nicht mangele. Die aktuellen Bandmitglieder von LÖNNEBERGA liefen sich schon vor vielen Jahren bei Konzertbesuchen über den Weg, die gemeinsame Affinität zu Gruppen wie NOT THE SAME, ACROSS THE BORDER, ALL JOINES führte Ende 2012 schließlich zur Bandgründung. Besagte Einflüsse sind auch heute noch ihren Songs wahrzunehmen. Doch dem Umstand, dadurch gegebenenfalls in eine musikalische Schublade gesteckt zu werden, begegnet das Quartett angenehm unaufgeregt: „Wenn jemand eine passende, schöne und geräumige Schublade findet, darf er uns gerne in diese stecken.“ Die Bruchsaler verorten sich selbst irgendwo zwischen Madsen, Kettcar, Jimmy Eat World und Muff Potter.

Die Liedtexte vereinen gleichermaßen Leicht- und Tiefsinn, klingen dabei stets authentisch und sind – im besten Wortsinne – unbeschwerte Alltagsbetrachtungen.

Text: Matthias Schleicher, Bild: melina safranek photography

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