Simon und Garfunkel
Graceland: A tribute to Simon & Garfunkel

BACKSTAGE :: Graceland – Timing ist alles

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Manchmal brauchen gute Dinge Zeit. Aber wenn dann der richtige Moment gekommen ist, sind sie dafür umso besser. Genau so war es bei Thorsten Gary und Thomas Wacker aus Bretten, die zusammen als „Graceland“ einem der größten Duos der Musikgeschichte Tribut zollen: Simon & Garfunkel.

Das Duo Graceland aus Bretten ist keine gecastete Band und musikalische Liebe auf den ersten Ton war es bei Thorsten und Thomas auch nicht gerade. Am Anfang der Bandgeschichte steht kein gemeinsames Musizieren, sondern viel mehr eine Lehrer-Schüler- Beziehung, denn Thorsten wollte von dem langjährigen Musikpädagogen und Berufsmusiker Thomas eigentlich nur ein paar Gitarrenunterrichtsstunden. Zusammen gespielt haben die beiden natürlich auch: „Aber irgendwie hat das noch nicht so harmoniert, ich war einfach noch nicht so weit“, so Thorsten. Der richtige Zeitpunkt war noch nicht da. Daraufhin herrschte eine Weile Funkstille zwischen den beiden, die jetzt so vertraut miteinander umgehen, als wäre es nie anders gewesen. Ein kaputter Computer sollte der Anfang einer richtigen Karriere werden.

Als Thorsten die Computerprobleme von Thomas gelöst hatte, haben die beiden einen zweiten Versuch gestartet und gemeinsam ein paar Lieder gespielt. Als Thomas dann vorschlug etwas von Simon & Garfunkel zu spielen, war es wie ein Blitzschlag. Das war genau das, wonach die beiden gesucht hatten. Die Harmonie zwischen ihnen war perfekt, der richtige Zeitpunkt war da – und das alles dank Simon & Garfunkel. Dabei kannte Thorsten das Folk-Rock-Duo bis zu dem Zeitpunkt nicht einmal richtig. „Ich kannte nur einzelne Lieder, habe mich aber nie mit Simon & Garfunkel beschäftigt. Ich bin mehr mit den Rolling Stones und der Musik der 90er aufgewachsen.“ Thomas hatte da schon einen kleinen Vorsprung, denn er hatte quasi mit Simon & Garfunkel Gitarre spielen gelernt. Trotz des Wissensunterschieds waren sich beide schnell einig – daraus müssen sie etwas machen. Also wurde geprobt – und zwar mehrere Stunden jeden Tag – und das für sechs Monate. Das Duo wollte nichts dem Zufall überlassen.

Kleinkunstbühnen und Countryclubs

Als sich die beiden sicher genug fühlten, ging es raus auf die unterschiedlichsten Bühnen in ganz Deutschland. Egal ob Kneipen, Kleinkunstbühnen oder sogar Countryclubs, bei denen das Publikum in voller Cowboy- und Cowgirl-Montur verkleidet war.

Letzteres passte aber nicht ganz zu dem Musikstil der beiden Brettener: „Das Publikum fing an zum langsamsten Lied von Simon & Garfunkel Linedance zu tanzen. Da konnten wir uns das Lachen leider nicht verkneifen. Das fanden die Cowboys allerdings nicht ganz so lustig…“ Das Ende vom Lied? Graceland ist seitdem nie mehr in Countryclubs aufgetreten. Bereut haben sie es nicht. Immerhin haben die beiden durch diesen skurrilen Abend eine lustige Anekdote, über die sie heute immer noch herzlich lachen können. Und weitergebracht hat es Graceland auch. Denn nun wussten sie, was sie wollten und was nicht. „Man kann sagen, dass die Cowboys für uns ein richtiger Knack- und Wendepunkt waren. Wir traten dann vermehrt auf Kleinkunstbühnen auf. Dort standen die Leute richtig auf das, was wir machten.“ Von Baden-Baden bis Buxtehude, von Nürnberg bis Hamburg – die sympathischen Musiker aus dem WILLI-Land spielen heute 150 Konzerte im Jahr. Unter anderem auch auf Kreuzfahrtschiffen und im Europapark Rust.

Zu zweit und zu fünfzigst gut

Durch einen Zufall – man könnte es auch Schicksal nennen – hat sich vor ein paar Jahren dann ein Projekt ergeben, das in dieser Form fast einzigartig in Deutschland ist. Graceland spielt zusammen mit der Leipziger Philharmonie, einem 50-köpfigen Berufsorchester, Hits von Simon & Garfunkel. „Simon & Garfunkel Tribute“ nennt sich die Kombination, die auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint, jedoch perfekt harmoniert – Genauso wie Thorsten und Thomas eben! Hinter den Konzerten steckt sehr viel Arbeit und Vorbereitung. Die Partituren müssen geschrieben werden, gemeinsame Proben werden abgehalten und dann gibt es natürlich noch diverse Aufnahmen und Trailer fürs Internet. Außerdem spielen sie auch noch mit einem Streichquartett unter dem Namen „Simon and Garfunkel meets Classic“. Jede Menge Arbeit! Aber der ganze Aufwand lohnt sich. Ausverkaufte Hallen und glückliche Menschen sind der Dank für die Musiker, die mittlerweile ihre Leidenschaft auch zum Beruf gemacht haben. Beide sind sich einig: „Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können.“ Manchmal ist das Wichtigste eben doch das Timing!

Text: Lidija Marinkovic, Bilder: Graceland

 

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